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Über 43 Millionen Euro: Stadt Ludwigshafen plant gewaltige Einsparungen

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Von: Daniel Hagen

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Ludwigshafen - Die Stadt plant gewaltige Einsparungen in zahlreichen Bereichen. Damit sollen am Ende über 43 Millionen Euro eingespart werden.

Der Stadt Ludwigshafen geht es finanziell alles andere als gut. Ende 2022 liegt die Gesamtverschuldung bei 1,46 Milliarden Euro! Im November gibt es dann noch ein Problem mit dem Haushaltsentwurf für 2023. Dieser wird von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) nicht genehmigt, da dadurch ein Defizit von 98 Millionen Euro entstanden wäre. Aus diesem Grund muss der Entwurf überarbeitet werden – mit gewaltigen Einsparungen! Was das genau für die Bürger bedeutet:

Über 43 Millionen Euro: Stadt Ludwigshafen plant gewaltige Einsparungen

Die Liste der Sparvorschläge, die man im Haushaltsplan 2023 der Stadt Ludwigshafen finden kann, ist lang. Über 300 sind darin zu finden, wie man Geld einsparen kann. Sollte der Entwurf so am 30. Januar vom Stadtrat abgesegnet werden, könnten damit insgesamt 43.456.360 Euro eingespart werden! Das hat jedoch Folgen für die Bewohner. Vom Schüler bis zum Rentner wird jeder die Einsparungsmaßnahmen zu spüren bekommen.

Ein Schritt hat bereits für viel Kritik gesorgt. Seit Januar wird in Ludwigshafen kein Sozialticket mehr angeboten. Laut Sozialdezernentin Beate Steeg habe man aufgrund der massiven Schulden keine andere Wahl gehabt. Die Streichung des Sozialtickets soll eine Einsparung von 146.000 Euro bringen. Außerdem sollen die Parkgebühren für das Anwohnerparken erhöht werden, was weitere 1,044.000 Millionen Euro bringen würde.

Stadt Ludwigshafen plant Einsparungen: Sport und Schulen betroffen

Auch an anderen Stellen wird massiv eingespart. Betroffen sind zum Beispiel Schulen, deren Sanierungen verschoben werden müssen. Durch das Wegfallen von Fenster-, Fassaden- und Sonnenschutzsanierung an der Ernst-Reuter-Schule können zum Beispiel 1 Million Euro eingespart werden. Gleichzeitig werden auch Budgets für mehrere Schulen um bis zu 20 Prozent gekürzt. Hinzu kommen steigende Gebühren für Musikschulen in Ludwigshafen.

Die geplanten Einsparungen der Stadt Ludwigshafen betreffen auch den Sport. So soll bei der Leichtathletikhalle, dem Südweststadion, dem Sportpark und bei Bezirkssportanlagen die Grünpflege reduziert werden. Die Freibadsaison soll zudem verkürzt werden – und zwar in die Zeit vom 1. Juni bis zum 31. August. Damit können insgesamt 344.571 Euro gespart werden.

Einsparungen der Stadt Ludwigshafen: Über 300 Punkte

Doch nicht nur die Bürger müssen den Gürtel enger schnallen. Auch die Stadtverwaltung und das Rathaus sollen sparen. So ist zum Beispiel der Neujahrsempfang der Stadt Ludwigshafen 2023 komplett abgesagt worden. Hinzu komme, dass die Stelle „Antidiskriminierung“ wegfällt und andere Jobs nur gar nicht oder nur mit Verzögerung besetzt werden. Dazu gehört, dass Stellenanzeigen nicht mehr in Zeitungen gedruckt werden, sondern nur noch online zu finden sind – eine Einsparung von 100.000 Euro.

Während viele der Einsparungen im Haushaltsentwurf zehntausende oder Millionen an Euro einsparen könnten, sind einige der Punkte unter dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“ zu verbuchen. Apropos Kleinvieh: durch weniger Rattenköder kann die Stadt Ludwigshafen insgesamt 93 Euro sparen. Hinzu kommen Reduzierungen von Dienstreisen oder Druckermaterial, die ebenfalls nur kleine Beträge abwerfen. (dh)

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