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Wetter-Schock in BW: „Vollherbst“ und heftiger Temperatur-Sturz im November

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Von: Marten Kopf

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Wettervoraussage für Baden-Württemberg: Der November bringt, was eigentlich kein Mensch braucht – nasskaltes Wetter mit viel Wind und Regen.

Das war‘s dann mit den sonnigen Herbsttagen. Während sich der Oktober noch einigermaßen mild und zumindest größtenteils trocken verabschiedete, wird‘s pünktlich zu Novemberbeginn ungemütlich. Genau so, wie man sich einen „goldenen Herbst“ eigentlich nicht wünscht. Aber alles Jammern hilft nichts, die Prognosen sagen für den vorletzten Kalendermonat in ganz Baden-Württemberg endgültig einen Umschwung ins Nasskalte voraus.

Ein bisschen ärgerlich ist das, gar keine Frage. Ausgerechnet jetzt, wo nach dem Lockdown des vergangenen Jahres in der Region endlich die ersten Weihnachtsmärkte eröffnen – wenn auch unter strengen Bedingungen. In Heidelberg etwa wird die Weihnachtzeit diesmal unter 2G-Bedingungen gefeiert, eben so sehen auch in Mannheim die Planungen für den Markt am Wasserturm aus. Kaum wollen wir mal wieder raus aus den eigenen vier Wänden, fällt uns der November ganz fies in den Rücken.

Baden-Württemberg: Schmuddel-Wetter im November – heftiger Temperatursturz

Typisch November darf man wohl sagen. Von jetzt an können wir den Temperaturen beim Fallen förmlich zusehen. Nach den beinahe sommerlichen Tagen mit Temperaturen bis zu 18 Grad, die wir vergangene Woche noch genießen durften, sehen die Voraussagen für diese Woche deutlich düsterer aus: Bis zum Wochenende werden wir keinen Tag erleben, an dem das Thermometer über 10 Grad steigt. Obendrein werden wir einen wechselnd bis stark bewölkten Himmel erleben, der vielerorts Regenschauer mit sich bringt – was die individuell gefühlte Temperatur nochmal ein ganzes Stück drücken dürfte.

Wochentag/DatumVorhersage
Mittwoch, 3. Novemberstark bewölkt bei Regen und maximal 9 Grad
Donnerstag, 4. Novemberstark bewölkt bei Regen und maximal 10 Grad
Freitag, 5. Novemberviele Wolken, gelegentlich Sonne, maximal 10 Grad
Samstag, 6. Novembereher sonnig, einzelne Wolkenfelder, maximal 10 Grad
Sonntag, 7. Novembereher sonnig, einzelne Wolkenfelder, maximal 10 Grad

Der Mittwoch (3. November) startet mit viel Regen bei gerade mal 8 Grad, ein Tag so trüb, wie man ihn sich nur vorstellen kann. Und der Donnerstag steht ihm da in nichts nach: Zwar soll der Tageshöchstwert ein Grad höher liegen, bei abermals Wolken und Regen reißt das aber auch nicht mehr viel raus. Zumal Nebel- und Hochnebelfelder das Novembergrau regional noch verstärken können. Zum Wochenende wird‘s dann zwar wenigstens etwas trockener, ab und an kämpft sich sogar mal die Sonne durch, doch bei maximal 10 bis 11 Grad darf die Badehose getrost im Schrank bleiben. Obendrein gibt‘s schwache, aber frostige Windböen aus unterschiedlichen Richtungen.

Novemberwetter: Atlantische Frontalzone bringt „Vollherbst“

Überhaupt sieht es so aus, als könnten wir den November wettertechnisch schon mal abhaken. Goldener Herbst? Zu früh gefreut. Schuld ist eine atlantische Frontalzone, die Deutschland erreicht und für ausgiebige Tiefdruckaktivitäten sorgt. Das bedeutet, wir müssen uns wohl oder übel damit abfinden, dass uns das der Herbst jetzt mit voller Wucht trifft und wir uns mit Temperaturen von nicht mehr als maximal 11 bis 12 Grad abfinden müssen. Die allermeiste Zeit dürften sie aber deutlich darunter liegen. Zudem überwiegen jetzt zunehmend die Tage, an denen mit starken Niederschlägen zu rechnen ist.

Ob sich dieser Trend bis Ende November und gar bis in den Dezember hinein fortsetzt, lässt sich nur schwerlich absehen. Langfristige Wettermodelle sind nur bedingt aussagekräftig. Möglich, dass der viele Regen in den ersten Schneefall wandelt und wir auf weiße Weihnachten zusteuern. Vorerst bleibt es die nächsten Wochen dafür aber noch zu warm. Allen Weihnachtsmärkten und ihren Besuchern wäre es sicher trotzdem zu wünschen. Und: Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. (mko)

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