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Wetter: „Sintfluten“ in beliebten europäischen Urlaubsländern - 700 Liter pro Quadratmeter

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Von: Valentin Betz

Die Flutkatastrophe in Deutschland ist nur wenige Wochen her. Aktuell spielen sich in Teilen Europas durch starke Regenfälle ähnliche Szenen ab.

Stuttgart/Europa - Das Wetter in Deutschland* brachte dieses Jahr schon mehrfach starke Niederschläge. Die Folgen waren mitunter dramatisch, verheerende Unwetter führten zur Flutkatastrophe (BW24* berichtete) in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mit zahlreichen Todesopfern.

Das waren aber bei weitem nicht die einzigen Fälle von Starkregen. Auch nach der Flutkatastrophe drohten Unwetter in Deutschland noch Straßen zu überfluten*. Meteorologe Dominik Jung von wetter.net verkündete dazu jetzt schlechte Nachrichten. „Das ganze wiederholt sich aktuell im südlichen Teil von Europa, besonders Südfrankreich ist betroffen gewesen“, erklärt er. Tatsächlich klingen die Niederschlagssummen enorm.

Sintflut in Europa: Wetter bringt extreme Niederschlagsmengen

Immer wieder dieses Jahr hielten Unwetter die Sturzflutgefahr in Deutschland hoch*. In Südfrankreich und besonders Norditalien ist diese Gefahr aktuell Realität. „Es fielen bisher bereits 500 bis 700 Liter Regen pro Quadratmeter“, so Meteorologe Dominik Jung. „Das ist mehr als eine ganze Jahressumme bei uns in Deutschland.“ Die Niederschlagsmenge ist das Dreifache von dem, was die Flutkatastrophe in Deutschland verursacht hat.

Aufgrund der Sturzfluten und Überflutungen warnt der Meteorologe explizit auch Urlauber, die sich aktuell in den bei Deutschen beliebten Regionen Norditalien und Südfrankreich aufhalten. Man müsse mit weiteren, zum Teil heftigen Unwettern rechnen, so Dominik Jung.

Starkregen überschwemmt Europa: Situation bleibt weiter angespannt

Eine Entspannung der Situation ist laut Meteorologe Dominik Jung zunächst nicht in Sicht - stattdessen verlagert sich das Problem lediglich. Denn aktuell sorgt über Norditalien ein stationäres Tief für die sintflutartigen Regenfälle. Das löst sich allerdings nicht auf, sondern zieht nur langsam in Richtung Süditalien und den Balkan. Dort drohen dann als nächstes „Gewitter mit Starkregenpotenzial“, so Jung.

Die Niederschlagssummen bis du diesem Sonntag (10. Oktober) lassen leider nur wenig Optimismus zu. Zu den ohnehin bereits horrenden Mengen „kommen teilweise nochmal 200 bis 300 Liter Regen pro Quadratmeter obendrauf“, warnt Meteorologe Dominik Jung. *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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