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Wetter in BW: Schnee im November? „Kältezunge“ bringt Überraschung

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Von: Fabienne Schimbeno

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Baden-Württemberg - Seit Wochen ist von einem krassen Wintereinbruch mit Kälte und Schnee im November die Rede. Alles nur heiße Luft oder kommt nächste Woche schon der Mega-Schnee?

Wann wird‘s mal wieder richtig WINTER?! Seit Wochen berichten die Medien von einem krassen Wintereinbruch im November. Bislang bleiben Schnee und Kälte jedoch aus, der Monat ist gewohnt trüb und langweilig. Während Wetterexperte Dominik Jung von wetter.net vor der sogenannten „Wintermöhre“ warnt, zeigen andere Wettermodelle jetzt ganz neue Aussichten für die letzte Novemberwoche.

Wetter in BW: „Massiver Wintereinbruch“ mit Kälte und Schnee – alles halb so wild?

Zugegeben, wir alle würden uns mal wieder über einen knackig-kalten Winter mit viel Neuschnee freuen. Erst kürzlich berichtet FOCUS Online von einem „massiven Wintereinbruch noch vor dem 1. Advent mit Schneefall und Eiseskälte“, steht dafür aber kurz darauf massiv in der Kritik. So bewertet daswetter.com die Vorhersage von FOCUS Online etwa als „völligen Unsinn“ bzw. „reine Panikmeldung, um Klicks zu bekommen“. Es sei unverständlich auf dieser Grundlage eine Winterwarnmeldung als Breaking News abzusetzen, heißt es auf daswetter.com. Auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung spielt in den vergangenen Tagen immer mal wieder die Winter-Spaßbremse.

In einer aktuellen Vorhersage warnt er nun vor der sogenannten „Wintermöhre“. Das bedeutet, dass sich die Winterprognosen der Wettermodelle weiter nach hinten verlagern. Die „Verschieberitis“ ginge weiter, der November sei sogar viel zu warm für die aktuelle Jahreszeit. In 1.500 Metern Höhe lägen die Temperaturen bei 6 bis 11 Grad, das amerikanische Wettermodell prophezeit noch bis zum Wochenende einen „Wärmeberg“, der in der kommenden Woche aber etwas abnimmt und kühlere Temperaturen mit sich bringt. Der November bleibe also gewohnt nasskalt, lediglich in den höheren Lagen (800 bis 900 Meter) könnten ein paar nasse Schneeflocken fallen. Mit einem krassen Wintereinbruch sei die nächsten Tage also noch lange nicht zu rechnen.

Wetter in BW: Schneebombe schon ab nächster Woche? „Kältezunge“ kommt auf uns zu

Ganz anders sieht das das europäische Wettermodell: Eine „Kältezunge“ kommt aus Nordwesten auf uns zu. Ab nächste Woche Freitag (27. November) soll es dann im Südosten Deutschlands eine Schneebombe geben, auch Teile von Baden-Württemberg seien von dem Schneefall betroffen. Einige Zentimeter Neuschnee sollen hier möglich sein, die sich auch in den tiefen Lagen festsetzen. Meteorologe Dominik Jung hält diese Prognose aber nach wie vor für sehr unwahrscheinlich.

Auch das Wetterportal weather.com rechne laut Informationen von news.de bereits ab dem 22. und 24. November mit Schnee in den tieferen Lagen. Dieses winterliche Wetter soll dann bis zum 1. Advent (28. November) anhalten. Im Stau der Gebirge sei bis zu 15 Zentimeter Neuschnee möglich, in den Alpen sogar 50 Zentimeter. Aber auch diese Prognose sei laut Angaben von news.de noch ungewiss.

Wetter in BW: Keine besondere Veränderung – die Prognose für die nächsten Tage

Wie sieht das Wetter in Baden-Württemberg in den kommenden Tagen aus? Der Deutsche Wetterdienst sagt für Freitag, den 19. November teils trübes, teils stark bewölktes oder bedecktes Wetter voraus. Die Maximaltemperaturen bewegen sich zwischen 6 und 10 Grad. Im Tagesverlauf kommt es nach Süden zu Auflockerungen, lediglich in den Hochlagen des Schwarzwalds und der Alb zeigt sich die Sonne. In der Nacht werden Tiefstwerte von 6 bis 1 Grad erreicht. Vereinzelt ist Sprühregen möglich.

TagPrognose
Freitag, der 19. Novemberteils trüb, teils stark bewölkt oder bedeckt, 6 bis 10 Grad
Samstag, der 20. Novemberstark bewölkt oder trüb, vereinzelt Sprühregen, 5 bis 10 Grad
Sonntag, der 21. Novemberneblig-trüb, stark bewölkt oder bedeckt, 5 bis 9 Grad

Am Samstag, den 20. November ist es zunächst stark bewölkt oder trüb, vereinzelt fällt Sprühregen. Zum Nachmittag gibt es hier und da Auflockerungen. Die Höchstwerte liegen bei 5 bis 10 Grad. In der Nacht ist es meist trocken, gebietsweise Nebel. Die Tiefstwerte liegen bei 5 bis 10 Grad. Im Bergland kommt es zu leichtem Frost in Bodennähe.

Sonntag, der 21. November sieht recht ähnlich aus: Gebietsweise ist es zunächst neblig-trüb, ansonsten stark bewölkt oder bedeckt. Im höheren Bergland scheint die Sonne. Die Tageshöchstwerte liegen bei 5 bis 9 Grad. In der Nacht gibt es stellenweise etwas Regen oder Sprühregen. Die Tiefstwerte bewegen sich zwischen 4 und -1 Grad. Gebietsweise kommt es zu Frost in Bodennähe. (fas)

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