Jochen Hecht und Ronny Arendt 

Zwei Legenden, viele Emotionen, ein großer Abschied!

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Die Trikots von Ronny Arendt und Jochen Hecht kommen unter das Hallendach der SAP Arena.

Mannheim – Was für ein unvergesslicher Abend in der SAP Arena! Mit Jochen Hecht und Ronny Arendt haben sich am Freitag gleich zwei Legenden der Adler Mannheim von den Fans verabschiedet. 

Der 23. Februar 2018 wird in der deutschen Eishockey-Geschichte einen ganz besonderen Platz einnehmen. Durch den sensationellen 4:3-Sieg gegen Kanada steht das DEB-Team erstmals in einem Olympischen Finale. Es passt nahezu perfekt ins Bild, dass ausgerechnet an diesem historischen Tag zwei Legenden des Mannheimer Eishockeys ihr Abschiedsspiel bestreiten.

Vor 11.231 Zuschauern stehen Jochen Hecht (40), der seine Karriere 2016 beendet hat und mittlerweile Co-Trainer der Adler ist, und Ronny Arendt (37), der seit seinem Karriereende 2017 als Fitnesstrainer der Blau-Weiß-Roten tätig ist, am Freitagabend zum letzten Mal als Spieler auf dem Eis. 

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Ein ‚Schmankerl‘ gibt es schon vor Spielbeginn, als sich einige Olympia-Fahrer um die Adler-Spieler David Wolf und Marcus Kink per Videobotschaft an die beiden Vereins-Legenden richten.

Hecht bereitet für Hecht vor

Insgesamt fallen 16 Tore, Team Arendt gewinnt gegen Team Hecht mit 9:7. Zahlreiche ehemalige Adler-Spieler wie Glen Metropolit, Alexander Serikow, Shawn Belle oder Mike Glumac begeistern die Fans und sorgen für viel Nostalgie. Zu einem besonderen Moment kommt es kurz vor Spielende, als Philip Hecht (17) die Scheibe im Tor versenkt - vorbereitet von seinem Vater Jochen!

Nach kurzweiligen 60 Minuten folgt dann die große Abschlusszeremonie. Zunächst ergreift Adler-Geschäftsführer Matthias Binder das Wort. „Du bist immer wieder hergekommen, das rechnen wir dir hoch an“, sagt Binder in Richtung Hecht, der in Deutschland ausschließlich für die Adler Mannheim gespielt hat. 

Fotos vom Abschiedsspiel von Jochen Hecht und Ronny Arendt

Bei Ronny Arendt, der von den Fans liebevoll „Hooligan“ genannt wird, spricht Binder die Eigenschaften an, die ihn zum Publikumsliebling gemacht haben: „Lieber Ronny, du hast dich durch deine Spielweise und deinen Einsatz zwölf Jahre unentbehrlich gemacht.“

Es folgen Videobotschaften von Ex-Adler-Spieler Frank Mauer, der sich einst mit Arendt das Zimmer geteilt hat, und Meister-Coach Geoff Ward. Sana Hassan und Ex-Football-Profi Tom Nütten, der als Überraschungsgast eingeflogen ist, richten einige herzliche Worte an Hecht.

Emotionale Reden

„Wow! Es ist schwer, Worte zu finden. Die ganzen Erlebnisse kommen jetzt wieder hoch“, leitet Arendt seine Rede ein. „Ich möchte mich auch bei meiner Familie und den Jungs, die eine weite Anreise auf sich genommen haben, bedanken“, so Arendt, der auch auf die Fans eingeht: „Ich möchte mich für euer ehrliches Feedback bedanken. Es war eine tolle Zeit, an die ich gerne zurückdenke.“

Auch dem gebürtigen Mannheimer Hecht, der über 800 NHL-Spiele absolviert hat, ist die Rührung klar anzumerken: „Ich möchte mich bei euch allen bedanken, dass ihr so zahlreich erschienen seid, um mit uns zu feiern. Es war mir ein Vergnügen, für euch zu spielen. Es war mir auch eine Ehre, Mannheim in Amerika zu vertreten.“

Welchen Stellenwert beide Spieler inne haben, wird dadurch deutlich, dass die Fans sowohl über Arendt als auch über Hecht singen „Du bist einer von uns“ - eine Anerkennung, die nicht vielen Spielern zuteil wird. Unter großem Jubel kommen dann schließlich die beiden Trikots mit den Nummern 55 und 57 unters Hallendach. Mit einer letzten ‚Humba‘ gehen zwei ganz große Karrieren zu Ende. 

nwo

Quelle: Mannheim24

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