Tore satt

Vogelwild! Adler gewinnen irres Spiel in Bremerhaven

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Bremerhaven – Gegen die Fischtown Pinguins müssen die Adler zum vierten Mal in Folge in die Overtime. Die Zuschauer sehen ein irres Spiel mit vielen Toren und desolaten Abwehrreihen.

Ohne Luke Adam, der wegen eines Todesfalls in der Familie nach Nordamerika gereist ist, Mathieu Carle und Jamie Tardif (beide angeschlagen) erleben die Mannheimer eine wahre Achterbahnfahrt.

Wie so oft in dieser Saison läuft bei den Adlern im ersten Drittel fast nichts zusammen. Bremerhaven reißt das Spielgeschehen von Anfang an an sich und düpiert die schwache Adler-Abwehr. Bereits nach drei Minuten übernehmen die Gastgeber durch einen Treffer von Marian Dejdar die Führung. Auf den frühen Schock folgt zehn Minuten später ein Doppelschlag der Norddeutschen. Jeremy Welsh (13.) und Jason Bast (15.) erhöhen auf 3:0.

Mit der gefühlt ersten richtigen Chance melden sich die Gäste zurück. Aaron Johnson spielt den Puck zu Ryan MacMurchy, der sich (natürlich) nicht zweimal bitten lässt und zum 1:3-Pausenstand trifft. Für den Kanadier ist es bereits der siebte Saisontreffer im zehnten Spiel.

Tore, Tore, Tore

Noch torreicher geht es im Mittelabschnitt weiter. Ein Genuss für die Zuschauer, ein Ärgernis für die Verantwortlichen! Aber der Reihe nach: Kurz nachdem Andrew Joudrey (22.) in Unterzahl auf ein Tor verkürzen kann, stellt Ross Mauermann (25.) den alten Abstand wieder her.

Das Team von Coach Sean Simpson lässt trotz des erneuten Rückschlags nicht locker. Die Verteidiger Niki Goc (30.) und Aaron Johnson (33.) bezwingen Fischtown-Keeper Jani Nieminen - 4:4. Es hat den Anschein, als würden die Adler das Spiel jetzt endlich unter Kontrolle bekommen - DENKSTE!

Durch zum Teil desolate Abwehrfehler laden die Mannheimer die Hausherren erneut ein: Cody Lampl (34.) und Corey Quirk (36.) erzielen die Tore neun und zehn. Somit geht das Überraschungsteam der Liga mit einer 6:4-Führung in die letzte Pause.

Kolarik wird zum Matchwinner

Um die drei Punkte muss der Liga-Neuling aber dennoch bangen. Andrew Joudrey (49.) fälscht einen Schuss von Ryan MacMurchy entscheidend ab und besorgt so den fünften Adler-Treffer. Die Quadratestädter haben nun mehr vom Spiel und erzwingen neun Sekunden vor der Schlusssirene tatsächlich noch die Overtime. Chad Kolarik gelingt der ‚Lucky Punch‘ zum 6:6

Und Kolarik steht auch in der Verlängerung im Mittelpunkt. Der US-Amerikaner bringt die Adler zum ersten Mal in dieser Partie in Führung und erzielt den letzten Treffer in dieser verrückten Partie. Somit sichern sich die Mannheimer trotz einer desolaten Abwehrleistung den Zusatzpunkt.

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Am Freitag, 27. Januar, empfangen die Adler Mannheim die Krefeld Pinguine (19:30 Uhr, SAP Arena).

Übersicht

Fischtown Pinguins – Adler Mannheim 6:7 n.V. (3:1; 3:3 ; 0:2; 0:1)

Tore: 1:0 Dejdar (3.), 2:0 Welsh (13.), 3:0 Bast (15), 3:1 MacMurchy (18.), 3:2 Joudrey (22.), 4:2 Mauermann (25.), 4:3 Nikolai Goc (30.), 4:4 Johnson (33.), 5:4 Lampi (34.), 6:4 Quirk (36.), 6:5 Joudrey (49.), 6:6 Kolarik, 6:7 Kolarik (63.)

Quelle: Mannheim24

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