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Christoph Ullmann über sein Comeback

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Von: Martina Knopik

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Adler Christoph Ullmann kämpft mit Hamburgs Garrett Festerling um den Puck. © picture alliance / dpa

Ein großartiges Comeback feierte Adler-Stürmer Christoph Ullmann: Nach über einem halben Jahr meldete sich der Center mit einem grandiosen Treffer zurück.

Mit einem grandiosen Treffer startete Adler-Stürmer Christoph Ullmann am vergangenen Freitag in sein erstes DEL-Spiel nach über einem halben Jahr. 

Mit seinem Treffer zum 5:2-Endstand gegen den ERC Ingolstadt trug sich der 31-jährige Center auch gleich in die Torschützenliste ein und feierte somit ein beeindruckendes Comeback. 

Was hat sich der Stürmer für die neunte Saison im Adler Trikot vorgenommen? In einem Interview des Vereins spricht Ullmann nun über Ziele und sein neues Selbstvertrauen:

Christoph, du hast am Freitag dein erstes DEL-Spiel nach über einem halben Jahr bestritten und auch gleich dein erstes Saisontor geschossen. Das muss ein tolles Gefühl gewesen sein. Hast du dir dein Comeback so vorgestellt?

Es war für mich ein wahnsinnig tolles Gefühl, um 19:25 Uhr im Tunnel stehen zu dürfen und mit der Mannschaft aufs Eis zu laufen. Da hat es wirklich gekribbelt. Ich habe mich natürlich sehr über meinen ersten Saisontreffer gefreut und sicherlich gibt so ein Tor auch das nötige Selbstvertrauen für die nächsten Spiele. Aber in erster Linie war es wichtig, dass wir gewonnen haben.

Übrigens: Die Adler gastieren am Sonntag (16. Februar 2020) bei den Berlin. Alle Infos zur DEL-Partie Adler Mannheim gegen Eisbären Berlin findest Du in unserem Live-Ticker:

Mit einem 5:2 habt ihr den amtierenden Meister wieder auf die Heimreise geschickt. Wie würdest du die Begegnung im Nachhinein zusammenfassen?

Wir sind bereits mit sehr viel Energie aus der Kabine gekommen und haben dann schnell das erste Tor geschossen. Zudem waren wir auch in Überzahl erfolgreich, was für uns sehr wichtig war, da wir intensiv daran arbeiten. Ingolstadt ist zweimal wieder zurückgekommen, aber wir haben nicht aufgesteckt und sind wachsam und ruhig geblieben. Wir wussten, dass Ingolstadt hinten aufmachen muss, um sich vorne Chancen zu erarbeiten und da haben wir unsere Konter genutzt und zweimal eiskalt zugeschlagen.

Mit viel Selbstvertrauen ging es dann nach Krefeld. Das Resultat war sicherlich enttäuschend. Habt ihr euch durch zu viele Strafzeiten selbst um die Punkte gebracht oder was waren deiner Meinung nach die Gründe für die 2:5-Niederlage?

In Krefeld lief es genau anders herum. Dort sind wir früh in Rückstand geraten und haben es dann zweimal in doppelter Überzahl nicht geschafft, etwas Zählbares auf die Anzeigetafel zu bringen. Die Pinguine haben uns dann zweimal ausgekontert und die Tore geschossen. Wir waren mit 0:2 hinten und haben in der letzten Minute des zweiten Drittels noch das 0:3 kassiert. Ein Drei-Tore-Rückstand in den letzten 20 Minuten aufzuholen, ist sehr schwer. Wir haben heute im Training das Spiel noch einmal gründlich analysiert und werden am kommenden Wochenende die Chance nutzen, mit zwei Heimspielen das Ganze wieder wettzumachen.

Die Mannschaft ist mit sieben Neuzugängen verstärkt worden und die ersten beiden Spiele sind absolviert. Wie ist denn derzeit die Stimmung innerhalb des Teams?

Die Stimmung ist sehr gut und wir lassen uns auch nicht von einer Niederlage unterkriegen. Wir haben uns heute Morgen noch einmal einige Szenen vom Sonntag angeschaut und das Spiel im Anschluss sofort abgehakt. Es ist wichtig, dass wir gemeinsam nach vorne schauen und eine positive Stimmung erzeugen, um nicht mit hängenden Köpfen herumzulaufen. Wir arbeiten hart, aber wir haben auch Spaß dabei, denn jeder weiß: Wer mit Spaß zur Arbeit geht, arbeitet auch besser.

Die Adler spielen in dieser Saison ein deutlich aggressiveres und schnelleres Eishockey als in den Jahren zuvor. Was zeichnet dieses System aus? Wie kommst du damit zurecht?

Das neue System ist eigentlich einfach zu beschreiben: Wir wollen viele kurze Pässe spielen, um die Scheibe unter Kontrolle zu behalten. Wenn wir nicht den langen, sondern den einfachen kurzen Pass suchen, dann kontrollieren wir nicht nur den Puck, sondern auch das Spiel und das Tempo. Sind wir nicht im Scheibenbesitz, wollen wir den Gegner früh unter Druck setzen und ihm alle Anspielstationen nehmen, um schnellstmöglich wieder in Scheibenbesitz zu kommen. Mir persönlich kommt dieses System sehr zugute, weil ich ein sehr laufintensiver Spieler bin.

Am kommenden Wochenende stehen zwei Heimspiele gegen Iserlohn und Wolfsburg auf dem Programm. Die Roosters sind mit vier und die Wolfsburger mit sechs Punkten in die Saison gestartet. Wie schätzt du beide Teams ein?

Es erwarten uns mit Sicherheit zwei intensive und vor allem spannende Spiele. Wir haben auch letztes Jahr ziemlich früh in der Saison gegen Iserlohn gespielt und sie sind damals schon sehr gut aus den Startlöchern gekommen. Die Iserlohner werden sicherlich sehr hungrig sein und mit viel Elan zur Sache gehen. Ich denke, wenn wir als Team geschlossen auftreten und unser System nahezu fehlerfrei umsetzen, haben wir in beiden Spielen eine gute Chance zu gewinnen. Der Fokus liegt jetzt erst einmal auf dem Spiel am Freitag und danach beschäftigen wir uns mit dem nächsten Gegner.

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