Adler-Neuzugang

Raedeke: „Freue mich auf die Herausforderung in Mannheim“

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Brent Raedeke (l) beim Länderspiel Deutschland - Slowenien am 29. April 2015 im Wellblechpalast in Berlin.

Mannheim - Seit Ende April ist Stürmer Brent Raedeke ein Adler. Mit der Verpflichtung des 24-Jährigen wurde der nächste Grundstein für die Mission „Titelverteidigung“ gelegt.

Vielversprechender Zuwachs für die Adler Mannheim.

Mit Brent Raedeke wechselte im April DER Leistungsträger der Iserlohn Roosters der vergangenen beide Jahre in die Quadratestadt. Der gebürtige Kanadier mit deutschem Pass wird ein wichtiger Grundstein für die angestrebte Titelverteidigung im nächsten Jahr sein.

Im Interview erzählt der Stürmer über seinen Wechsel, seine sportliche Entwicklung und sein WM-Debüt.

Brent, herzlich willkommen bei den Adlern! Wie fühlst du dich als Neu-Adler?
Ich bin sehr aufgeregt und freue mich auf die Herausforderung in Mannheim. In den vergangenen Tagen konnte ich mir sogar schon ein Bild von der Stadt, der Arena und der Kabine machen, und ich muss zugeben, dass ich sehr beeindruckt bin.

Nach zwei erfolgreichen Jahren in Iserlohn hast du dich für einen Wechsel zu den Adlern entschieden. Warum?
Ich denke, dass ich in Mannheim den nächsten Schritt in meiner Karriere machen kann. Die Adler spielen dieses Jahr wieder in der Champions Hockey League und nehmen am Spengler Cup teil. Da bietet sich natürlich die Chance, sich auf hohem Niveau mit Top-Teams zu messen. Ich habe nur Positives über Mannheim und die Organisation gehört, und die Entscheidung, einen Vertrag bei den Adlern zu unterzeichnen, fiel mir letztendlich auch sehr leicht.

Du bist in Iserlohn zum Leistungsträger avanciert. Wie siehst du deine Entwicklung in den letzten beiden Jahren?
Für mich persönlich war es eine absolut richtige Entscheidung, nach Iserlohn zu wechseln, da ich dort sehr viel Eiszeit bekommen und mich in den letzten zwei Jahren kontinuierlich weiterentwickelt habe. Bei den Adlern wird zwar der interne Konkurrenzkampf noch größer sein, aber darauf freue ich mich.

Vor deinem Wechsel zu den Roosters hast du drei Jahre in der AHL und ECHL gespielt. Was waren denn die Gründe, den Sprung nach Europa zu wagen?
Nachdem mein Vertrag in Nordamerika ausgelaufen war, dachte ich, dass meiner Karriere ein Engagement in Europa guttun würde. Ich mag die größere Eisfläche und die Spielweise, die hier in Europa praktiziert wird. Ich hatte bis jetzt zwei tolle Jahre in Deutschland und hoffe, dass noch mindestens zwei weitere folgen.

Du giltst als hart arbeitender Stürmer und hervorragender Bullyspieler. Wie würdest du dich selbst als Spielertyp beschreiben?
Diese Beschreibung trifft es auf den Punkt. Ich lege auch sehr viel Wert auf eine gute Arbeitseinstellung, achte auf die Kleinigkeiten des Spiels und versuche immer, mich in der Offensive und Defensive einzubringen. Mein Ziel ist es, ein kompletter und vielseitig einsatzbarer Spieler zu werden.

Die Adler werden ab August wieder an der Champions Hockey League teilnehmen. Wie groß ist denn schon die Vorfreude auf dieses Turnier?
Da ich noch kein CHL-Spiel bestritten habe, freue ich mich natürlich sehr auf diesen Wettbewerb. Ich habe gehört, dass das Niveau wahnsinnig hoch sein soll. Das macht dieses Turnier natürlich äußerst interessant.

Welche persönlichen Ziele hast du dir für die nächsten zwei Jahre bei den Adlern gesetzt?
Ich möchte mich kontinuierlich weiterentwickeln, meine Aufgaben umsetzen und der Mannschaft dabei helfen, in den nächsten zwei Jahren weiterhin erfolgreiches Eishockey zu spielen. Alles andere lasse ich erst einmal auf mich zukommen.

Lass uns noch kurz über die DEB-Auswahl und deine erste WM-Teilnahme sprechen. Bis zum vorletzten Gruppenspiel gegen Gastgeber Tschechien hatte die DEB-Auswahl noch eine Chance aufs Viertelfinale, leider hat es am Ende aber nicht gereicht. Wie tief sitzt der Stachel der Enttäuschung?
Leider muss man sagen, dass die Spiele nicht so verliefen, wie wir uns sie vorgestellt hatten. Aber die Mannschaft hat den Kampf angenommen und hart gearbeitet. Die beiden Spiele, die wir gewonnen haben, haben uns richtig gutgetan, und ich denke, dass wir das Viertelfinale mit etwas längeren Pausen hätten erreichen können. Abgesehen vom Spiel gegen die Kanadier waren alle Partien äußerst knapp.

Wie zufrieden warst du mit deinen eigenen Leistungen bei deinem WM-Debüt?
Ich hätte gerne etwas mehr zum Erfolg der Nationalmannschaft beigetragen, aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Die WM in Prag war ein tolles Erlebnis, an das ich mich noch lange zurückerinnern werde.

Du hast während der WM in Prag Geoff Ward und einige Spieler der Adler kennengelernt. Welchen Eindruck hast du in dieser kurzen Zeit von deinem neuen Trainer und deinen neuen Mannschaftskollegen gewonnen?
Geoff ist ein sehr positiver Mensch, der bei der WM in Prag tolle Arbeit geleistet hat. Es ist ihm immer wieder gelungen, die Mannschaft auf das Wesentliche zu fokussieren. Die Spieler, die ich bereits kennenlernen durfte, waren sehr freundlich und hilfsbereit. Jetzt freue ich mich natürlich, mit ihnen in einer Mannschaft spielen zu können.

Spätestens Ende Juli wirst du in Mannheim erwartet. Wie sehen deine Pläne für die kommenden Wochen aus?
Ich werde mich jetzt erst einmal in meiner Heimat entspannen und viel Zeit mit meiner Freundin verbringen. Sie kommt mich in einer Woche besuchen und Ende Juni reisen wir dann gemeinsam in die Dominikanische Republik. Ansonsten werde ich fleißig trainieren, um mich auf die neue Saison vorzubereiten.

Adler Mannheim/rob

Quelle: Mannheim24

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