Umbruch steht bevor

Nach Saison-Aus: Wie geht es bei den Adlern weiter?

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Wo geht die Reise der Adler Mannheim hin?

Mannheim – Die Adler Mannheim haben eine Saison zum Vergessen erlebt. Nach dem Pre-Playoff-Aus gegen die Kölner Haie könnte es beim gestürzten Meister einen Umbruch geben.

Die Enttäuschung über das drohende Saisonaus ist Adler-Geschäftsführer Daniel Hopp bereits vor dem letzten Drittel im dritten Spiel gegen die Kölner Haie deutlich anzumerken. 

Zwar hofft Hopp im Interview mit dem Fernsehsender „Servus TV“ zu diesem Zeitpunkt noch auf die Wende, doch sie kommt nicht. Seine Adler verlieren mit 2:4 und sind somit bereits in den Pre-Playoffs raus. So hat sich das beim deutschen Meister von 2015 vor der Saison keiner vorgestellt.

Konstant unkonstant

Nachdem die Adler Mannheim ein erstes Tief zu Saisonbeginn überwunden haben und im Herbst 13 Siege in 14 Spielen eingefahren haben, hat es den Anschein gehabt, als sei die Mission Titelverteidigung in diesem Jahr möglich. 

Doch im Dezember ist dann der große Einbruch gekommen. Alle DEL-Spiele sind in diesem rabenschwarzen Monat verloren worden. Auch nach dem Spengler Cup und dem Jahreswechsel hat Greg Ireland, der im Sommer 2015 Nachfolger von Meistercoach Geoff Ward geworden ist, das Ruder nicht herumreißen können und hat nach einer erneuten Niederlagen-Serie im Februar seinen Hut nehmen müssen.

Interimscoach Craig Woodcroft hat auch aufgrund der kurzen Zeit nicht mehr viel ausrichten können. Keine Frage, in den Pre-Playoffs gegen Köln haben die Adler keine schlechten Spiele abgeliefert und vor allem auch kämpferisch überzeugt. 

Viele Verträge laufen aus

Auch das Verletzungspech ist dem Meister in diesem Jahr zum Verhängnis geworden. Königstransfer Marcel Goc ist fast die gesamte Saison ausgefallen und auch Torwart Dennis Endras ist genau wie Jamie Tardif im Saisonendspurt verletzungsbedingt nicht zur Verfügung gestanden. 

Eine plausible Erklärung für die vielen zum Teil desolaten Auftritte sind die Verletzungsprobleme aber nicht. Nur mit viel Glück haben die Quadratestädter die Hauptrunde als Zehnter abgeschlossen.

Es steht wohl außer Frage, dass sich beim gestürzten Meister einiges ändern wird und auch muss. Insgesamt zwölf Verträge laufen im Sommer aus, darunter auch von Routiniers wie Jochen Hecht,  Ronny Arendt oder Glen Metropolit

Während sich mit Chrisopher Fischer (wechselt wahrscheinlich nach Iserlohn) und Kai Hospelt (wird mit den Kölner Haien in Verbindung gebracht) schon zwei fixe Abgänge andeuten, wird es diesbezüglich in den nächsten Wochen wohl einige weitere Personalentscheidungen geben.

Eine ‚neue‘ Mannschaft könnte sich um Stützen wie Sinan Akdag (Vertrag bis 2021), Kapitän Marcus Kink (Vertrag bis 2021), Marcel Goc (Vertrag bis 2020), Christoph Ullmann, Ryan MacMurchy (beide Vertrag bis 2017) und Dennis Endras (Vertrag bis 2018) formieren.

Neuer Trainer und Manager?

Auch in der Führungsriege könnten Veränderungen anstehen. Manager Teal Fowler steht wegen seiner Transferpolitik bei vielen Fans heftig in der Kritik. Von den diesjährigen Neuzugängen hat in der Summe nur Ryan MacMurchy wirklich überzeugt

Auch die beiden letzten Neuverpflichtungen haben die Erwartungen nicht erfüllen können: Als Endras-Ersatz geholt hat Ray Emery in den Pre-Playoffs seinen Platz im Tor für Youri Ziffzer räumen müssen. Zudem ist Verteidiger Matt Lashoff bis auf das zweite Spiel gegen Köln kaum in Erscheinung getreten.

Da Craig Woodcroft das Traineramt nur interimsmäßig bis zum Saisonende übernommen hat, werden die Mannheimer zur nächsten Saison definitiv einen neuen Trainer verpflichten. Besonders wichtig sollte an dieser Stelle sein, dass in der Trainerfrage schon früh Klarheit herrscht. Im Vorjahr haben die Adler-Verantwortlichen erst relativ spät einen Nachfolger für Meistercoach Geoff Ward gefunden.

Vielleicht nutzen die Adler Mannheim ja einen der ganz wenigen positiven Aspekte dieser vollkommen verkorksten Saison - nämlich die viele Zeit, die nun bleibt, um sich für die nächsten Jahre neu aufzustellen. Es wird jedenfalls auch ohne Playoffs nicht langweilig in der Eishockey-Stadt...

nwo

Quelle: Mannheim24

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