Adler-Neuzugang

Riefers will „nächsten Schritt machen“

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Philip Riefers (l.) spielt in der nächsten Saison bei den Adlern.

Mannheim - Philip Riefers gibt sich vor seinem Engagement bei den Adler Mannheim selbstbewusst. Der 25-Jährige will beim deutschen Meister gleich Verantwortung übernehmen.

Über die Krefeld Pinguine und die Kölner Haie kam Philip Riefers im November 2014 zu den Augsburger Panther, wo er 30 Spiele bestritt und sieben Scorerpunkte sammelte. Nun sucht der der 1,92 Meter große und 84 Kilogramm schwere Rechtsschütze, der am 30. April einen Zweijahresvertrag unterzeichnete, eine neue sportliche Herausforderung.

Philip, herzlich willkommen bei den Adlern. Wo erreichen wir dich gerade?

Ich sitze gerade gemütlich zu Hause auf meiner Couch. Meine Freundin und ich sind letzte Woche nach Mannheim gezogen, können uns jetzt in aller Seelenruhe akklimatisieren und die Stadt kennenlernen. Wir haben geplant, den Sommer über in Mannheim zu bleiben, damit ich auch hier trainieren kann.

Was waren deine Beweggründe, zu den Adlern zu wechseln und deine Zelte in Mannheim aufzuschlagen?

Kurz nach meinem Wechsel von Köln nach Augsburg haben die Gespräche mit den Adlern begonnen und mir war sofort klar, dass Mannheim eine super Adresse für mich ist. Da musste ich nicht lange überlegen. Ich hoffe, dass ich hier den nächsten Schritt in meiner Entwicklung machen kann und freue mich auf meine neue Herausforderung beim amtierenden Meister.

Wie kam denn der Wechsel von Köln nach Augsburg überhaupt zustande?

Ab einem gewissen Zeitpunkt haben sich die Dinge anders entwickelt, als ich mir das erhofft hatte. Ich musste mir überlegen, was das Beste für mich ist und ob es Sinn macht, weiterhin in Köln zu spielen, und nachdem ich mich für einen Wechsel entschieden hatte, haben sich die Haie und die Panther auf einen Spielertausch verständigt.

Du hast eben schon die sportliche Entwicklung angesprochen. Was erwartest du dir von deinem Engagement bei den Adlern noch?

Eine Menge Eiszeit, eine Menge Spaß und eine tolle Saison. Wenn sich die Möglichkeit für mich ergibt, möchte ich auch eine Führungsrolle übernehmen. Ansonsten lasse ich alles auf mich zukommen.

Apropos Rolle: Während deiner Zeit in Köln bist du vom Stürmer zum Verteidiger umgeschult worden. Wie bist du mit dieser Umstellung zurechtgekommen?

Sehr gut, und auch das Feedback, das ich bekommen habe, war durchweg positiv. Ich denke, dass mich die Rolle als Verteidiger ein Stück weit hat reifen lassen.

Wo siehst du als vielseitig einsetzbarer Spieler deine Stärken?

Auf der Flügelposition sehe ich meine größten Stärken. Aufgrund meiner Schnelligkeit und Größe kann ich mich über die Außen durchsetzen und die Scheibe im gegnerischen Drittel halten. Außerdem liegt mir das Körperspiel sehr gut. In diesem Bereich habe ich in den vergangenen Jahren noch eine Schippe draufgelegt. Ich fühle mich aber auch in der Verteidigung sehr wohl, spiele gerne an der blauen Linie und bringe die Scheiben zum Tor.

Mit Youri Ziffzer hast du schon gemeinsam in Köln gespielt. Du kennst aber sicherlich noch andere Spieler aus dem aktuellen Adler-Kader.

Das ist richtig. Einige Spieler kenne ich natürlich aus der Nationalmannschaft. Mit Sinan habe ich gemeinsam in Krefeld gespielt. Wir verstehen uns immer noch sehr gut und pflegen regelmäßigen Kontakt.

Glaubst du, dass das deine Integration in die Mannschaft erleichtern wird?

Auf alle Fälle. Es ist immer hilfreich, wenn man bereits den einen oder anderen Spieler kennt.

Einige deiner neuen und alten Kollegen sind derzeit in Prag und vertreten Deutschland bei der Weltmeisterschaft. Beobachtest du die Spiele der DEB-Auswahl?

Durch den Umzug hatten wir ziemlich viel um die Ohren, aber wenn sich die Gelegenheit bietet, schaue ich mir die Spiele natürlich an. Ansonsten recherchiere ich im Internet und lese mir die Berichte durch.

Wie beurteilst du den bisherigen Turnierverlauf?

Eine Weltmeisterschaft ist nie leicht, aber doch etwas Großartiges. Ich denke, dass es für die Jungs schwer ist, gegen große Nationen zu spielen. Ich bin gespannt, wie das Turnier weitergeht.

Wie sehen deine Pläne für die kommenden Wochen aus?

Da die Saison in Augsburg früh beendet war, habe ich die ganze Zeit weitertrainiert und meine Trainingspläne abgearbeitet. In der nächsten Woche werde ich mich mit den Fitnesstrainern der Adler zusammensetzen und alles Weitere besprechen, um mich dann gezielt auf die neue Saison vorzubereiten.

Adler Mannheim

Quelle: Mannheim24

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