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Derby-Time! Adler empfangen Wild Wings

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Von: Peter Kiefer

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Adler Mannheim Schwenninger Wild Wings
Die Adler Mannheim bei ihrer 2:5-Niederlage am 12. Oktober 2014 bei den Schwenninger Wild Wings. © picture alliance / dpa

Mannheim - Derby-Time am 21. November (19:30 Uhr) in der SAP Arena, wenn die Adler Mannheim auf die Wild Wings treffen – Zeit für eine Revanche für die 2:5-Niederlage Mitte Oktober.

Von einem Aufwärtstrend bei den Schwenninger Wild Wings schrieben wir vor dem letzten Baden-Württemberg-Derby Mitte Oktober, in dem die Schwarzwälder die Adler dann auch prompt mit einem 5:2-Sieg in die Schranken wiesen. Es war eine von nur vier Niederlagen der Adler in der laufenden Saison und für die tatsächlich gut gestarteten Schwenninger folgte nur fünf Tage später mit einem 3:2 gegen Krefeld der sechste Sieg im elften Saisonspiel - eine Bilanz, die sich sehen lassen konnte.

Doch danach ging es bergab. Es folgten acht Niederlagen in Folge und der Absturz auf Rang zwölf der Tabelle. Damit findet sich das Team um Kapitän Sascha Goc urplötzlich in den Sphären der Tabelle wieder, die man aus der letzten Saison schon kennt und eigentlich in diesem Jahr hinter sich zu lassen hoffte.

Jetzt musste Trainer Stefan Mair, seit Sommer 2012 bei den Wild Wings an der Bande, gehen! Der Südtiroler hatte das Team gleich in seiner ersten Amtszeit ins Finale der 2. Bundesliga geführt und in der letzten Saison schließlich an das Niveau der DEL herangeführt. Offensichtlich traute man dem 47-Jährigen nun aber nicht mehr zu, das Team aus der Misere zu führen und die Leistungen wieder zu stabilisieren.

Trainerwechsel haben zunächst einmal immer den Effekt, dass damit die Mannschaft in Zugzwang kommt - jeder Spieler muss nun natürlich zeigen, dass er die Signale verstanden hat und alles daran setzen wird, der Klubführung und einem neuen Trainer mit Leistungsbereitschaft zu begegnen.

Spiel eins in der Zeit nach Mair zeigte auch gleich erste positive Ergebnisse: An seinem zweiten Arbeitstag holte sein Team bei den ansonsten recht heimstarken Ice Tigers in Nürnberg mit einem 3:2-Erfolg den dritten Auswärtssieg der Saison. Für das Derby in Mannheim dürfte wohl keine zusätzliche Motivation erforderlich sein.

Auf dem Eis fehlte es zuletzt sowohl hinten als auch vorne. 70 Gegentore sind die zweitschlechteste Bilanz aller DEL-Teams, dafür stockt in der Offensive die Produktion der eigentlich bewährten Kräfte. Während die Bilanz von Neuzugängen wie Kyle Greentree, Jon Matsumoto oder MacGregor Sharp recht ansehnlich ist, stockt der Motor bei Spielern wie Morten Green (ein Tor), Ryan Ramsay (kein Tor) oder auch Neuzugang Ashton Rome (ein Tor). Auch der für den langzeitverletzten Ramsay verpflichtete Nick Palmieri, der im Vorjahr noch 35 Scorerpunkte für München sammelte, konnte in seinen ersten vier Einsätzen noch nichts Zählbares hinterlassen - abgesehen von einer Spieldauerdisziplinarstrafe nach zehn Minuten in seinem ersten Spiel für die Wild Wings. Es gibt also einige Baustellen bei den Schwänen.

Facts:

... nur Straubing (73) hat bisher mehr Gegentore kassiert als Schwenningen (70) 

... nur die Keeper aus Augsburg (Mason: 90,0%) und Straubing (Strahlmeier: 89,7%, Bacashihua: 88,9%) haben bisher eine schlechtere Fangquote als Wild Wings-Goalie Dimitri Pätzold (90,4%) 

... der letzte Schwenninger Sieg in Mannheim war ein 3:0 am 26.10.2001 

... bei den Adlern spielten damals unter anderem Robert Müller, Dennis Seidenberg, Stefan Ustorf und Stéphane Richer, bei Schwenningen Marcel Goc und Jackson Penney 

... für Sascha Goc ist das anstehende Derby die 32. DEL-Partie gegen die Adler seit seinem Wechsel aus Mannheim nach Hannover im Sommer 2005 

... das 5:2 Mitte Oktober war der erste Sieg für ihn gegen die Adler nach zehn Niederlagen in Folge

Adler Mannheim/pek

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