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Adler gewinnen haushoch mit 4:1

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Von: Tina Gajdics

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Glen Metropolit, Adler, Mannheim
Glen Metropolit am Puck © picture alliance / dpa

Mannheim - Alles verläuft nach Vorschrift: Adler geben sich keine Blöße gegen die Straubing Tigers. Am Ende steht es 4:1 für die Cracks aus Mannheim

Die Adler haben sich beim Schlusslicht der Deutschen Eishockey Liga keine Blöße gegeben. Der Tabellenführer gewann mit 4:1 gegen die Straubing Tigers und hat nun zehn Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger München.

Beim zweiten Auswärtsspiel an diesem Wochenende in Straubing zwischen den dort beheimateten Tigers und den Adler hätten die Vorzeichen klarer kaum sein können. Die Adler sind derzeit das Maß aller Dinge in der DEL, während die Straubinger seit Monaten die Rote Laterne innehaben.

Die Fans der Tigers mussten sich in dieser Spielzeit ein ganz schön dickes Fell zulegen, um der Mannschaft trotz enttäuschender Resultate weiterhin die Treue zu halten. Aber sie sahen vom ersten Bully weg ein engagiertes Auftreten ihres Teams. Blaine Down, Harrison Reed (beide 2. Spielminute) und Sören Sturm (3.) nahmen das Gehäuse der Adler unter Beschuss, doch Dennis Endras ließ sich davon nicht beirren und verhinderte eine frühe Führung der Hausherren. Das Team von Geoff Ward tat sich zu Beginn schwer, den Spielrhythmus zu finden und Druck nach vorne auszuüben. Die Tigers hingegen zeigten sich bissig, erkämpften sich immer wieder die Scheibe in der neutralen Zone und schalteten sofort den Vorwärtsgang ein. Laurent Meunier und Dylan Yeo (beide 8.) hatten gute Einschussmöglichkeiten, aber bei Dennis Endras war Endstation. In der Folge gaben die Adler den Tigers eine Lektion in Sachen Effektivität: Zunächst traf Routinier Glen Metropolit zum 1:0 (11.). Acht Minuten später war es dann Ronny Arendt, der in Überzahl von Verteidiger Danny Richmond mustergültig in Szene gesetzt wurde und auf 2:0 erhöhte.

Im Mittelabschnitt boten beide Mannschaften den 4406 Fans im Eisstadion am Pulverturm eine unterhaltsames Drittel, in dem die Torhüter Dennis Endras und Jason Bacashihua im Mittelpunkt standen. Frank Mauer (22.) und Mirko Höfflin (25.) konnten den Tigers-Schlussmann nicht überwinden, auf der anderen Seite parierte Endras gegen Stewart (23.) und Röthke (24.). In Minute 27 brachte Glen Metropolit den mitgereisten Adler-Anhang mit seinem zweiten Streich an diesem Nachmittag erneut zum Jubeln: Der Routinier jagte die Scheibe per Schlagschuss zum 3:0 in die Maschen, Bacashihua war bei diesem Gewaltschuss völlig machtlos. Kurz darauf durften die Hausherren in Überzahl ran. Die Tigers zogen ihr Überzahlspiel kontrolliert auf, die Scheibe lief gut und der Pass von Dylan Yeo fand einen dankbaren Abnehmer in Thomas Brandl, der auf 1:3 verkürzen konnte. Die Tigers witterten nun ihre Chance, aber die Adler standen sehr kompakt und ließen bis zum Ende des zweiten Drittels nichts mehr anbrennen.

Im Schlussabschnitt versuchten die Tigers noch einmal alles, um die Niederlage zu verhindern, aber die spielerische Klasse der Mannheimer machte den Hausherren einen Strich durch die Rechnung. Die Adler hatten die Partie in allen Zonen im Griff und taten in der 50. Spielminute noch etwas für ihr Torkonto. Nach einem Scheibenverlust der Straubinger in der neutralen Zone machte sich Adler-Kapitän Marcus Kink auf und davon und überwand Bacashihua mit einem satten Schlagschuss zum 4:1-Endstand. Kurz darauf kochten die Emotionen hoch. Matthias Plachta und Andy Canzanello bekamen sich „in die Haare“ und lieferten sich einen ausgeglichenen Faustkampf. Für beide Protagonisten war die Partie danach beendet.

Adler Mannheim/tin

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