München kann Serie am Freitag entscheiden

Plachtas Aussetzer wirft Adler aus der Bahn

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Matthias Plachta (r.) erhält in der 24. Minute eine Spieldauerstrafe.

Mannheim – Die Adler Mannheim erleben vor heimischer Kulisse einen bitteren Abend. Nachdem zunächst alles nach Plan läuft, kippt Spiel vier gegen den EHC Red Bull München.

„Mein Vater hat mir immer gesagt, wenn man nichts Gutes zu sagen hat, soll man ruhig sein. Heute bleibe ich ruhig“, fasst sich Adler-Coach Bill Stewart nach der 3:6-Heimniederlage im vierten Halbfinal-Spiel gegen den EHC Red Bull München kurz.

In der mit 13.600 Zuschauern ausverkauften SAP Arena zeigen die Blau-Weiß-Roten ein starkes erstes Drittel. Brent Raedeke (8.) und Patrick Mullen (16.) sorgen für die verdiente 2:0-Führung. Die Adler sind eigentlich auf dem besten Weg, den Ausgleich in der Serie zu landen, doch im zweiten Drittel ändert sich der Verlauf der Partie schlagartig.

Fotos von Spiel 4: Adler Mannheim gegen EHC Red Bull München

Nachdem Markus Lauridsen (24.) zum Anschluss trifft, fällt Adler-Stürmer Matthias Plachta negativ auf. Der Nationalspieler bekommt eine Fünf-Minuten- und Spieldauerstrafe. 

Was ist passiert? Der Nationalspieler hat den Torschützen mit einem Stockschlag und Maximilian Kastner mit einem Stockstich angegangen. Für Lauridsen ist es in der Folge nicht weitergegangen. Der Däne hat sich einen Fingerbruch zugezogen.

In der fünfminütigen Überzahl spielen die Gäste ihre Klasse aus. Patrick Hager (25.) und Michael Wolf (27.) sorgen innerhalb weniger Minuten für die Führung. „Das war eine bittere Niederlage. Natürlich überwiegt das Negative heute mit den vielen Strafen“, resümiert Adler-Routinier Christoph Ullmann. „Die fünfminütige Unterzahl war der Knackpunkt“, fügt Verteidiger Sinan Akdag hinzu.

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Die Führung lässt sich München nicht mehr nehmen. Konrad Abeltshauser (40.), Jonathan Matsumoto (42.) und Mads Christensen (43.) sorgen für die Entscheidung, David Wolf (49.) trifft lediglich noch zum 3:6. 

Durch den Auswärtssieg kann der Meister nun am Freitag die Serie entscheiden. Die Mannheimer stehen hingegen mit dem Rücken zur Wand. „Die Niederlage ist sehr enttäuschend, aber wir müssen das Spiel jetzt ganz schnell abhaken und nach vorne schauen. Die Serie ist erst vorbei, wenn sie vorbei ist“, gibt sich Garrett Festerling dennoch kämpferisch.

HF4: Adler Mannheim - EHC Red Bull München 3:6 (2:0; 0:4; 1:2)

Tore: 1:0 Raedeke (8.), 2:0 Mullen (16.), 2:1 Lauridsen (24.), 2:2 Hager (25.), 2:3 M. Wolf (27.), 2:4 Abeltshauser (40.), 2:5 Matsumoto (42.), 2:6 Christensen (43.), 3:6 D. Wolf (49.)

Zuschauer: 13.600 (ausverkauft)   

Serie: 1:3

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nwo

Quelle: Mannheim24

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