„Rasenspieler“ holen „die Schale“

Fotos: VfR Mannheim Meisterfeier 1949 und Rhein-Neckar-Stadion

Grenzenloser Jubel in der zerbombten Stadt - Mannheim feiert die „Rasenspieler“!
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Grenzenloser Jubel in der zerbombten Stadt - Mannheim feiert die „Rasenspieler“!
Im Gründungsjahr der Bundesrepublik 1949 wird der VfR Mannheim Fußballmeister - wo steht der Verein heute?
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Im Gründungsjahr der Bundesrepublik 1949 wird der VfR Mannheim Fußballmeister - wo steht der Verein heute?
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Im Gründungsjahr der Bundesrepublik 1949 wird der VfR Mannheim Fußballmeister - wo steht der Verein heute?

Mannheim - Im Gründungsjahr der Bundesrepublik wird der VfR Mannheim Fußballmeister. Das vom Krieg geschundene Mannheim feiert seine Helden - wo steht der Verein heute?

Mehr Tradition geht nicht! Der VfR Mannheim feiert im Jahr 2019 seinen 123. Geburtstag und die Blau-Weiß-Roten sind nicht nur über die Vereinsfarben mit der Quadratestadt geschichtlich verbunden. Ob Eintracht Frankfurt, Fortuna Düsseldorf oder der TSV 1860 München, die altehrwürdigen Vereine haben mit dem VfR Mannheim eines gemeinsam: Genau einmal findet sich ihr Klub-Name auf der Meisterschale wieder. 

Vor 70 Jahren kann der ursprünglich im Mannheimer Stadtteil Wohlgelegen angesiedelte Verein, das Meisterschafts-Endspiel für sich entscheiden. Auf diesem Weg wird der 10. Juli 1949 für immer als die sommerliche „Hitzeschlacht von Stuttgart“ in der deutschen Fußball-Geschichte verankert bleiben. Damals ringt der VfR – vor sage und schreibe 90.000 Zuschauern im Neckarstadion - die favorisierte Mannschaft von Borussia Dortmund mit 3:2 nach Verlängerung nieder. Der Rest ist grenzenloser Jubel im vom Krieg geschundenen Mannheim.

VfR Mannheim: Vom umjubelten Deutschen Fußballmeister zum Verbandsligisten 

Trotz der strahlenden Vergangenheit sieht die Alltagsrealität weniger glanzvoll aus: Die „Rasenspieler“ müssen im heimischen Rhein-Neckar-Stadion gegen den FC Olympia Kirrlach ran oder auswärts zur Spielvereinigung Durlach-Aue fahren. Es ist müßig die Gründe, für den dramatischen Abstieg zu rekonstruieren. 

Doch bei allen abgestürzten Traditionsvereinen ist ein übereinstimmender roter Faden erkennbar: Nach einem sportlichen Abstieg wollen die Verantwortlichen mit aller Macht an erfolgreiche „alte Zeiten“ anknüpfen. Die Folge sind Selbstüberschätzung und finanzielle Risiken, wobei am Ende oftmals der Totalabsturz steht. 

Doch keinen Verein auf der deutschen Fußball-Landkarte hat es so unbarmherzig hart getroffen wie den VfR Mannheim. Die triste Wirklichkeit heißt: Verbandsliga Nordbaden! Damit trennen den VfR Mannheim vom einstigen Liga-Rivalen Eintracht Frankfurt ganze fünf Spielklassen. 

VfR Mannheim: Die Blau-Weiß-Roten lassen sich nicht unterkriegen  

Für Ralph Kirstätter ist die sechste Liga jedoch kein Grund zur Resignation. Der leidenschaftliche VfR-Fan ist ehrenamtlich bei den Blau-Weiß-Roten aktiv und organisiert monatlich Beiträge im Fan-Radio. „Ich kann nicht in der Verbandsliga zu einem Dorfverein fahren und mir denken, ‚wo bin ich denn jetzt hier gelandet, vor 70 Jahren waren wir doch deutscher Meister‘. Das geht nicht – die Saison gilt und da müssen wir alles geben!“ Wer sich mit dem 55-Jährigen über seinen Herzensverein unterhält, taucht unweigerlich in die Faszination VfR ein. Zügig kommt das Gefühl auf, dass der Slogan des einstigen Finalgegners mehr sein kann, als eine belanglose Marketing-Idee: „Echte Liebe“ eben. 

Trotz Verbandsliga-Tristesse im Rhein-Neckar-Stadion - wenn das Licht der tief stehenden Abendsonne auf die rostigen Wellenbrecher fällt, wird einem bewusst: Der VfR ist Fußball-Romantik pur! Genau deren Abwesenheit in der auf Hochglanz polierten Bundesliga bemängeln eingefleischte Fans deutschlandweit.

Auf die Frage wo er seinen VfR in fünf Jahren sieht, antwortet Kirstätter mit einem Augenzwinkern: „Fünf Jahre? Das weiß ich nicht, aber sechs bis sieben Jahre würden ja für eine erneute Deutsche Meisterschaft reichen.“ 

esk

Quelle: Mannheim24

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