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Eishockey-Spieler verschwindet plötzlich - DEL-Klub fassungslos: „Wohnungsschlüssel lag auf dem Tisch“

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Von: Marius Epp

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Avery Peterson hielt es nicht lange in Deutschland aus.
Avery Peterson bei seinem einzigen Auftritt für die Bietigheim Steelers. © Eibner-Pressefoto/imago

Die Bietigheim Steelers verpflichteten Anfang Dezember den US-Amerikaner Avery Peterson. Wenige Wochen später verschwindet er spurlos.

Bietigheim-Bissingen - Nicht jeder Amerikaner fühlt sich sofort in Deutschland wohl. Für den amerikanischen Eishockey-Spieler Avery Peterson muss es hierzulande so schlimm gewesen sein, dass er schon nach kurzer Zeit einfach die Flucht ergriff.

Die Bietigheim Steelers vermissen ihren Neuzugang, der ohne Absprache getürmt ist und sich einem anderen Verein angeschlossen hat. Dabei fing mit der Verpflichtung Anfang Dezember alles gut an. „Er war schnell Teil der Mannschaft und voll integriert. Am 10.12. machte er sein erstes Spiel für die Steelers“, berichtet der DEL-Klub in einer Mitteilung.

Eishockey-Spieler ergreift Flucht aus Deutschland - „Wohnungsschlüssel lag auf dem Tisch“

Am 17.12. teilte er uns mit, er könne nicht mehr spielen, er wäre krank und hätte kaum geschlafen - er wolle sofort zurück in die USA.“ Ärztliche Betreuung habe er verweigert.

„Avery Peterson hat dann eigenmächtig seinen Flug gebucht und ist zurück in die USA geflogen. Seine komplette Ausrüstung hing in der Kabine, sein Auto stand vor der Wohnung und der Wohnungsschlüssel lag auf dem Tisch - er war einfach weg!“, schreiben die Steelers.

DEL: Bietigheiim Steelers prüfen rechtliche Schritte gegen abtrünnigen Spieler

Wenig später stellte sich heraus, dass sich Peterson einem Team in der amerikanischen ECHL (East Coast Hockey League) angeschlossen hat. Natürlich ohne Freigabe. Bietigheim prüft nun rechtliche Schritte. „Ein solch betrügerisches Verhalten hat im Profisport nichts verloren“, stellt der Klub klar.

Petersons Agent wurde von der Flucht seines Mandanten ebenso überrascht wie die Steelers - der 26-Jährige Akteur hatte kurzerhand einen weiteren Agenten engagiert. Warum Peterson überhaupt erst nach Deutschland gewechselt ist, um dann wenig später wieder zu flüchten, bleibt sein Geheimnis. Nun wird es wohl zum Rechtsstreit kommen.

Das deutsche Eishockey erlebte eine traurige Woche. Ein 18-jähriges Talent starb an den Folgen eines harten Zweikampfs*. (epp) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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