FCK will Absturz vermeiden

1. FC Kaiserslautern meldet Insolvenz an - so geht es jetzt weiter

Kaiserslautern – Der 1. FC Kaiserslautern hat Insolvenz angemeldet. Der verschuldete Traditionsverein will so den drohenden Absturz verhindern:

  • 1. FC Kaiserslautern meldet Insolvenz an.
  • Planinsolvenz soll FCK retten.
  • FCK-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt spricht über weiteres Vorgehen.

Update vom 15. Juni - 15:10 Uhr: Der FCK bestätigt am Montag, beim Amtsgericht Kaiserslautern einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt zu haben. In der schwierigen Lage richtet Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt einen Appell an das Vereinsumfeld: „Unser operatives Geschäft sowie den Spielbetrieb führen wir fort. Unsere Fans, Anhänger, Freunde und Förderer bitten wir darum, den FCK mit kühlem Kopf und heißem Herzen zu unterstützen. Wir sind sanierungsfähig und ganz sicher sanierungswürdig.

1. FC Kaiserslautern: FCK bestätigt Insolvenz

Ziel des Verfahrens ist es, zügig die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen“, sagte Voigt. Man wolle die Chance nutzen, „die Eigenkapitalbasis mit Investoren für einen grundlegenden wirtschaftlichen Neustart zu stärken“, erklärt Voigt. Gemeinsam mit dem Generalbevollmächtigten Dirk Eichelbaum will der
Geschäftsführer in den kommenden Wochen Gespräche mit interessierten Investoren führen. Dass Profis auf einen Teil ihres Gehalts verzichten, nennt Voigt „ein bemerkenswertes Signal“.

Die FCK-Führung um Beiratssprecher Markus Merk und Voigt hat in den vergangenen Wochen intensiv nach Auswegen aus der Finanzkrise gesucht. Der erhoffte Schuldenschnitt kommt jedoch nicht zustande, weil potenzielle Investoren ihr Geld offenbar erst nach der kompletten Sanierung des Vereins zur Verfügung stellen wollen.

1. FC Kaiserslautern meldet Insolvenz an - so geht es jetzt weiter

Der Gang in die Planinsolvenz beschert dem FCK jetzt vor allem eines: etwas mehr Zeit. Nach dem Antrag auf die Eröffnung eines Verfahrens zur Insolvenz folgt ein mehrmonatiges Prozedere, in der der FCK seinen Antrag jederzeit zurückziehen kann, sofern es zu einer Einigung mit seinen Gläubigern kommt. Viele Gespräche lagen wegen der Coronavirus-Pandemie zuletzt auf Eis, „doch kein Gesprächspartner hat den Dialog abgebrochen“, merkt Voigt an.

Durch die hohen Schulden und den teuren Drittligabetrieb ist der Club weiterhin auf externe Geldgeber angewiesen. Mögliche Geldgeber, die nach Informationen des „kicker“ grundsätzliches Interesse an einem Einstieg haben, machten den Schuldenschnitt offenbar zur Bedingung. Sportlich geht es für den FCK zunächst ganz normal weiter: Am Dienstag (19 Uhr) gastieren die Pfälzer bei den Würzburger Kickers.

1. FC Kaiserslautern: Hohe Schulden und Lizenzsorgen

Erstmeldung vom 15. Juni - 8:45 Uhr: Der hoch verschuldete Drittligist 1. FC Kaiserslautern wird nach übereinstimmenden Medienberichten Insolvenz anmelden. Nach Informationen des „kicker“ und des SWR plant der viermalige deutsche Meister, in den nächsten Tagen einen entsprechenden Antrag beim Amtsgericht Kaiserslautern zu stellen. Die Pfälzer sollen mittlerweile Schulden in Höhe von rund 24 Millionen Euro plagen und etwa 15 Millionen Euro für die Erteilung der Lizenz für die kommende Saison benötigen.

1. FC Kaiserslautern meldet Insolvenz an - Pressekonferenz am Montag

Der Verein strebt offenbar ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung - eine sogenannte Planinsolvenz - an. Damit könnte sich der FCK sanieren und den drohenden Absturz abwenden. An diesem Montag (15. Juni) will die Vereinsführung auf einer Pressekonferenz über die wirtschaftliche Lage und die geplanten Schritte informieren.

Der 1. FC Kaiserslautern meldet Insolvenz an.

Sportlich hat der Schritt keine Konsequenzen für die Roten Teufel. Der DFB hat den bei einem Insolvenzantrag vorgesehenen Neun-Punkte-Abzug wegen der Corona-Krise ausgesetzt. Der FCK ist mit 44 Punkten derzeit Tabellen-Zwölfter in der 3. Liga. Das Polster zu einem Abstiegsrang beträgt sieben Zähler.

1. FC Kaiserslautern: Gläubiger gehen wohl leer aus

Die FCK-Führung um Beiratssprecher Markus Merk und Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt hatte in den vergangenen Wochen intensiv nach Auswegen aus der Finanzkrise gesucht. Der erhoffte Schuldenschnitt kam jedoch nicht zustande, weil potenzielle Investoren ihr Geld offenbar erst nach der kompletten Sanierung des Vereins zur Verfügung stellen wollen.

Die Gläubiger des Bundesliga-Gründungsmitglieds drohen nun leer auszugehen. Dazu gehören neben den Hauptgeldgebern - der Stuttgarter Firma Quattrex, dem Sportvermarkter Lagardère und dem Luxemburger Unternehmer Flavio Becca - auch viele Anhänger des Clubs, die 2019 für insgesamt rund drei Millionen Euro Fan-Anleihen erworben hatten.

dpa/nwo

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/dpa

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