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Nachlass von Weltmeister Horst Eckel wird bei Privatauktion versteigert

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Von: Marco Büsselmann

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Das Erbe des im Dezember 2021 verstorbenen Horst Eckel kommt unter den Hammer. Am Mittwoch (9. November) findet zunächst eine Privatauktion statt:

Update vom 9. November: Der Nachlass des Fußball-Weltmeisters von 1954, Horst Eckel, wird am 9. November bei einer sogenannten Privatauktion versteigert. An diesem Termin können sich den Angaben zufolge Institutionen oder Bewerber direkt beim Auktionator melden, der dann die Liquidität der Interessenten prüft. Dies berichtet der SWR.

Nachlass von Weltmeister Horst Eckel wird heute bei Privatauktion versteigert

Sollte das Erbe Eckels mit über 500 Einzelstücken bei dieser Auktion nicht komplett an einen Bieter gehen, werden die Stücke am 19. November bei einer Versteigerung in Mannheim noch einmal einzeln angeboten. Als Erlös erhofft sich die Familie Eckel 280.000 Euro. Das Geld soll für die Pflege von Eckels schon lange erkrankter Witwe Hannelore verwendet werden.

Horst Eckels Tochter reagiert auf Kritik an Versteigerung des Erbes ihres Vaters

Update vom 28. September: Dagmar Eckel hat die angekündigte Versteigerung des Erbes ihres Vaters Horst aufgrund der Bedürftigkeit ihrer 85-jährigen Mutter Hannelore als unausweichlich bezeichnet. „Ich kann Kritik nicht verhindern. Es ist sehr emotional für mich und eine Sache des Stolzes“, sagt Dagmar während einer Pressekonferenz in Mannheim am Dienstag: „Mich kann Negatives aber nicht erschüttern. Ich kann es nicht stemmen, ich muss die Dinge verkaufen. Ich habe ein reines Gewissen.“

Sollte das Erbe der Ikone des 1. FC Kaiserslautern mit über 500 Einzelstücken bei dieser Auktion nicht wie gewünscht komplett an einen Bieter gehen, werden die Stücke zehn Tage später noch einmal einzeln angeboten. Als Erlös erhofft sich die Familie Eckel mindestens 280.000 Euro. Dies ist das Startgebot.

Manuel Neukirchner, Direktor des Deutschen Fußballmuseums, hat am Montagabend überraschend durch ein Schreiben von Dagmar Eckel die Kündigung des Leihvertrags für das WM-Endspieltrikot von 1954 erhalten: „Wir prüfen derzeit den Sachverhalt. Unabhängig davon kann ich schon jetzt sagen, dass der Erwerb des gesamten Nachlasses für das Deutsche Fußballmuseum in Anbetracht des veranschlagten Startpreises der Auktion wohl nicht infrage kommt.“

Horst Eckel 2007 mit Tochter Dagmar (re.) und Ehefrau Hannelore.
Horst Eckel 2007 mit Tochter Dagmar (re.) und Ehefrau Hannelore. © Frank May/dpa

Das Deutsche Fußballmuseum muss Horst Eckels Endspieltrikot hergeben

Dagmar Eckel betont derweil: „Alles geht den Weg nach dem Willen meines Vaters. Papa hat gesagt ‚Gegenstände sind Gegenstände und Menschen sind Menschen‘. Es geht darum, die Zukunft meiner Mama zu sichern.“

Die nötigen Umbauarbeiten am elterlichen Haus und Pflegekosten nennt sie als große Ausgabenposten: „Es ist wohl durchdacht und der richtige Weg für die Familie. Jeder finanzielle Hintergrund schwindet irgendwann. Es wird nicht mehr reichen. Das Geld aus der Versteigerung landet komplett auf dem Konto meiner Mutter.“

Um Pflege seiner Witwe zu bezahlen: Nachlass von Horst Eckel wird versteigert

Erstmeldung: Der Nachlass von Fußball-Idol Horst Eckel wird im November versteigert. Dies bestätigt Tochter Dagmar am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur. Eckel ist als letzter der „Helden von Bern“ von der Weltmeisterschaft 1954 am 3. Dezember 2021 in Landstuhl gestorben und ist in seinem Heimatdorf Vogelbach begraben worden.

Das Geld soll für die Pflege von Eckels schon lange erkrankter Witwe Hannelore verwendet werden. „Papa hat immer für die Familie gesorgt“, sagt Dagmar Eckel. „Aber sie sind nicht davon ausgegangen, dass sie beide Pflegefälle werden.“

Die Einzelheiten wollen Dagmar Eckel und das von ihr beauftragte Aktionshaus am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Mannheim mitteilen. Nach Angaben des beauftragten Auktionshauses AGON-SportsWorld besteht die Sammlung aus über 500 Einzelstücken. Darunter sei auch die vollständige Sportkleidung, die Eckel im Endspiel der Mannschaft um Kapitän Fritz Walter gegen Ungarn getragen hat. Dagmar Eckel will nur wenige Einzelstücke für die Familie behalten.

Ein Auktionator hält Horst Eckels Spielerausweis von der Weltmeisterschaft 1954 in den Händen.
Ein Auktionator hält Horst Eckels Spielerausweis von der Weltmeisterschaft 1954 in den Händen. © Uwe Anspach/dpa

Nachlass von 54er Weltmeister Horst Eckel wird in Mannheim versteigert

„Der Wunsch der Familie Eckels ist es, dass die Sammlung komplett von einem öffentlichen Museum, Archiv oder Privatsponsor übernommen wird und die umfangreiche historische Sammlung sachgerecht archiviert, gesichert und somit öffentlich zugänglich gemacht werden kann“, so das Auktionshaus in der Mitteilung. Deshalb werde die Sammlung komplett am 9. November für einen Startpreis von 280 000 Euro angeboten und am 19. November in Mannheim versteigert. (mab/dpa)

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