15. Spieltag

Bundesliga-Samstag: RB auf dem Sprung und ein Klassiker a.D.

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Lockt die Bundesliga-Tabellenführung: RB-Coach Julian Nagelsmann. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

RB Leipzig schielt auf Platz eins in der Fußball-Bundesliga. Der Serienmeister Bayern München hat Punkte-Nachholbedarf und will vor Weihnachten noch drei Siege holen. Die Nachbarn 1. FC Köln und Bayer Leverkusen trennen vor dem Derby sportlich Welten.

Berlin (dpa) - RB Leipzig kann schon einmal testen, wie es sich als Tabellenführer in der Fußball-Bundesliga anfühlt. Für mindestens einen Tag können die Sachsen am Samstag schon bei einem Unentschieden bei Fortuna Düsseldorf Platz eins erobern.

Der deutsche Rekordmeister Bayern München will am 15. Spieltag seine Aufholjagd mit einem Sieg gegen Werder Bremen starten. Im rheinischen Derby treffen zwei ungleiche Nachbarn aufeinander.

SPRUNG: Julian Nagelsmanns Probleme würde mancher Bundesliga-Trainer gern haben. Am Dienstag wird seine Mannschaft durch ein 2:2 bei Olympique Lyon Gruppensieger in der Champions League - und der Coach stellt mit Blick auf seine Offensive fest: "Ich bin mit dem Status quo nicht zufrieden." Im Spiel bei Fortuna Düsseldorf kann der treffsicherste Angriff der Liga (39 Tore) seinem Trainer beweisen, dass er es besser kann - und nebenbei die Sachsen zumindest für einen Tag an die Tabellenspitze schießen. Er genügt in Düsseldorf schon ein Punkt, um Borussia Mönchengladbach bis zum Sonntag von Rang eins zu verdrängen. Doch Nagelsmann warnt vor den Düsseldorfern: "Es ist schon eine Mannschaft, die nickelig spielt, in einigen Momenten positiv eklig ist und dem Gegner wehtun kann."

KLASSIKER A.D.: Das Duell Bayern München gegen Werder Bremen war einst ein Klassiker. Doch die Zeiten, in denen die Bremer auf Augenhöhe mit dem Rivalen aus dem Süden agierten, sind längst vorbei. Der letzte Werder-Sieg überhaupt war im September 2008 in München (5:2). Der Gegner versetzt bei einer Bilanz von nur einem Sieg in den letzten zehn Punktspielen bei den Bayern niemanden mehr in Aufregung. Nach den zwei Liga-Niederlagen zuletzt soll das Spiel die Aufholjagd der Münchner einleiten. Sieben Punkte zur Spitze sind aufzuholen. "Wir wollen die Hinrunde mit drei Siegen beenden. Das ist nicht einfach, aber wir werden es angehen", sagte Trainer Hansi Flick.

AUSWÄRTSFLUCH: Mit drei Siegen in Serie hat sich der BVB aus dem sportlichen Tief gespielt. Großen Anteil daran hatte Marco Reus mit drei Toren und einer Vorlage. Der BVB-Kapitän traf bislang jedoch nur im heimischen Stadion, auswärts konnte er in dieser Saison noch nicht einen Scorerpunkt verbuchen. Das soll sich beim Gastspiel in Mainz am Samstag (15.30 Uhr/Sky) ändern. Etwas dagegen hat Mainz-Coach Achim Beierlorzer: "Wir wollen unsere Möglichkeiten nutzen."

ALTE LIEBE: Steffen Baumgart wohnt noch in der Nähe des Stadions An der Alten Försterei, wo seine alte Liebe Union Berlin zu Hause ist. Von 2002 bis 2004 spielte er für die Eisernen und arbeitete sich mit seinem Einsatzwillen in die Herzen der Fans. Jetzt empfängt der 47-Jährige seinen Lieblingsclub als Trainer des SC Paderborn erstmals auch in der Bundesliga zum Aufsteigerduell. Geschenke wird es von ihm an die Berliner nicht geben. Denn die Paderborner benötigen als Tabellenvorletzter dringend Punkte. "Wir wollen noch zwei Plätze hoch und dafür brauchen wir Siege", sagt Baumgart. Immerhin hatte sein Team beim Last-Minute-Sieg in Bremen endlich ein Erfolgserlebnis.

UNGLEICHE NACHBARN: Geographisch trennen Bayer Leverkusen und der 1. FC Köln nur 20 Kilometer, in der Bundesliga leben die rheinischen Nachbarn derzeit in unterschiedlichen Welten. Nach Siegen in München und gegen Schalke sind die Leverkusener im Aufwind. Auch der Abstieg aus der Champions in die Europa League sorgte nur kurz für Verdruss. Die Kölner sind indes an das Tabellenende abgestürzt. Auch der Trainerwechsel von Achim Beierlorzer zu Markus Gisdol hat bislang nichts gebracht. In drei Spielen unter Gisdol holte der Aufsteiger gerade einmal einen Zähler. "Wir sind in einer schwierigen Situation. Aber es ist wichtig, weiterhin Optimismus zu verbreiten. Das kann man nur, wenn man überzeugt ist - das bin ich", sagte Geschäftsführer Horst Heldt.

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