Emotionaler Weltmeister-Macher

Bundestrainer Jogi Löw äußert steile These zu Corona: „Die Erde stemmt sich gegen die Menschen“

Joachim Löw spricht emotional über die Corona-Krise in Deutschland. In seinem Appell erwartet der Bundestrainer wegen des Coronavirus Lehren für die Zukunft der Menschheit.

  • Joachim Löw und der DFB äußern sich in einer PK zur Corona-Krise* in Deutschland.
  • Bundestrainer Löw wird bei der Video-Konferenz sehr emotional und nachdenklich.
  • Lesen Sie die Aussagen des Weltmeister-Machers zum Coronavirus* hier im Wortlaut.

München/Frankfurt/Freiburg - Er wirkte, nachdenklich, in sich gekehrt - und tiefgründig.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spendet wegen der Corona-Krise * Millionen, und Bundestrainer Joachim Löw hat - wie viele andere Protagonisten zuvor - an die Bevölkerung appelliert.

Wegen Coronavirus: Joachim Löw spricht zu Fußball-Deutschland

Der Appell von Joachim Löw im Wortlaut (Auszüge):

„Natürlich haben wir uns sehr auf unsere Länderspiele gegen die Top-Nationen Italien und Spanien gefreut. Wir waren voller Ehrgeiz und mit höchst möglicher Motivation bei der Sache, um diese Europameisterschaft vorzubereiten, in verschiedenen Ländern und mit verschiedenen Kulturen, mit einer deutschen Nationalmannschaft, die alles dafür getan hätte, ihre Fans zu begeistern. Aber nichts ist mehr wie es vorher war. Die EM ausfallen zu lassen, ist alternativlos. Sicherheit und Gesundheit der Menschen haben allerhöchste Priorität.“

Joachim Löw über Corona: „Die Welt hat ein kollektives Burnout erlebt“

„Die letzten Tage haben mich sehr nachdenklich gestimmt. Die Welt hat ein kollektives Burnout erlebt. Ich habe das Gefühl, dass sich die Erde gegen die Menschen stemmt. Das Tempo, das wir Menschen vorgegeben haben in den letzten Jahren, war nicht mehr zu toppen. Machtgier stand im Vordergrund, Katastrophen haben uns nur am Rande berührt. Jetzt erleben wir was, was jeden einzelnen Menschen betrifft. Jetzt stellen wir fest, dass wir auf wichtige Dinge schauen müssen, was im Leben wirklich zählt: Respekt untereinander! Dass wir in Zukunft noch respektvoller miteinander umgehen.“

„Man kann jetzt Panik haben oder nach vernünftigen Lösungen suchen. Wir müssen aufeinander schauen und achtsam sein untereinander. Der Fußball hat eine sehr große Bedeutung, aber es gibt Dinge, die wichtiger sind. Ich versuche zu helfen: Bei meiner Familie, bei Freunden, bei Menschen, denen ich helfen kann.“

pm

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Eine Firma von Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp* forscht unter Hochdruck an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Unterdessen kommt der Transfermarkt offenbar nicht ganz zum Erliegen - es soll einen Interessenten für BVB-Star Jadon Sancho * aus Spanien geben. DAZN-Kommentator Hucke analysiert jetzt vom Fensterbrett. Das Netz ist beinahe besessen von seinen spontanen Auftritten.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Christian Charisius

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