Gratis nach Brasilien

Neue DFB-Affäre? Verband spendierte Flug und Tickets für WM-Finale 2014

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Der DFB spendierte Flug und Tickets für das WM-Finale 2014

Mario Götzes legendäres Tor bedeutete 2014 den vierten Stern für Deutschland. Der DFB hatte einige Funktionäre zum Finale in Rio eingeladen - nun wurden Details bekannt.

Frankfurt am Main - Mitglieder des Vorstands und Ehrenmitglieder des Deutschen Fußball-Bundes sollen nach Spiegel-Informationen 2014 in der Businessclass gratis zum WM-Finale nach Brasilien gereist sein. Der Lufthansa-Sonderflug sei vom DFB-Reisebüro kurzfristig organisiert worden, berichtete das Nachrichtenmagazin am Freitag. Der DFB wollte sich am Freitag am Rande des Spatenstichs für seine Akademie in Frankfurt am Main nicht zu dem Bericht äußern.

Gegenüber dem Spiegel hatte das DFB-Presseteam zuvor erklärt: „Das WM-Finale 2014 in Rio war das größte sportliche Ereignis für den deutschen Fußball in den vergangenen Jahrzehnten. Gerade bei einem außergewöhnlichen Ereignis wie einem WM-Finale mit deutscher Beteiligung gehört die Anwesenheit der höchsten Repräsentanten des DFB wie den Mitgliedern des DFB-Vorstandes zu deren satzungsgemäßen Aufgaben.“

Das Finalticket in der Kategorie 1 kostete 750 Euro

Am 7. Juli 2014, einen Tag vor dem WM- Halbfinale, hat der damalige Generalsekretär Helmut Sandrock dem „Spiegel“-Bericht zufolge an die Mitglieder des DFB-Vorstands und alle DFB-Ehrenmitglieder geschrieben: Sollte Deutschland das Finale erreichen, „möchten wir Sie mit heutigem Schreiben einladen, das Endspiel im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro live zu erleben“.

Neben den Kosten für den Flug bezahlte der Verband seinen Spitzenfunktionären demnach das Finalticket, Kategorie 1, Preis: 750 Euro. „Nach der Landung erfolgt der Transfer zur Get-togther-Location Terraço Lagoa mit Blick auf den Corcovado, unweit vom Strand Ipanema“, heißt es in den Reiseunterlagen, aus denen das Nachrichtenmagazin zitierte.

Gemeinnützigkeit des Verbandes im Fokus

Wegen einer in Brasilien abgehaltenen Präsidiumssitzung war der DFB bereits im Februar in die Kritik geraten. Zum wiederholten Mal wurde dabei die Gemeinnützigkeit des Verbandes in Frage gestellt. Der größte Sportfachverband der Welt war zuletzt durch den Rücktritt von Präsident Reinhard Grindel nach einer Serie von Fehltritten in die Schlagzeilen geraten.

dpa

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