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WM-Fieber in Deutschland? Ernüchternde Einschaltquoten zur Eröffnung

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Von: Tobias Becker

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Die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar ist eröffnet. Vor dem Fernseher haben das in Deutschland viel weniger Leute geschaut als noch vor vier Jahren. Die Einschaltquoten sind geringer.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar hat begonnen. Das Eröffnungsspiel am Sonntag bestritten Gastgeber Katar und die Südamerikaner aus Ecuador. Kaum verwunderlich, dass Ecuador die Partie 2:0 für sich entscheiden konnte. Doch das Ergebnis interessierte am Sonntag kaum jemanden, die Skandal-WM steht im Mittelpunkt. Viele Menschen sprechen von „boykottieren“, aber: Wie viele haben letztlich doch zugeschaut?

Weltmeisterschaft in Katar: Auftaktspiel kein Highlight

Sportlich gesehen, war die Partie sicher kein Highlight. So urteilte Deutschlands Weltmeister von 2014 Christoph Kramer als Experte im ZDF: „Man kann Katar nichts vorwerfen, die waren einfach zu schlecht. Da ist gar kein Feuer, da kommt nichts – nicht von den Rängen, nicht auf dem Platz.“ Ein vernichtendes Urteil, das für viele den Punkt trifft. Da helfen auch die WM-Songs 2022 nicht.

Im Hintergrund brodeln Debatten über die „One love“-Kapitänsbinde, die nun wohl niemand tragen wird, nachdem die Fifa mit Gelbsperren gedroht hat. Frankreich, Niederlande, England und auch das DFB-Team, das am Mittwoch ins Turnier eingreift - die großen Nationen knicken ein, heißt es allerseits. Sehen werden das in Deutschland vermutlich weniger Menschen als noch 2018 bei der WM in Russland. Die Einschaltquoten beim Eröffnungsspiel waren viel kleiner.

Weltmeisterschaft in Katar: Einschaltquoten knapp die Hälfte im Vergleich zu 2018

So haben im Schnitt 6,21 Millionen Fans vor dem TV-Gerät gesessen und im ZDF das Spiel Katar gegen Ecuador verfolgt. Die Vorberichterstattung haben laut Spiegel immerhin 5,43 Millionen Menschen gesehen. Im Marktanteil ausgedrückt, sind das gerade einmal 28,2 Prozent. Zum Vergleich: Das Spiel Russland gegen Saudi-Arabien (5:0) haben vor vier Jahren immerhin 10,01 Millionen Menschen geschaut.

Damals war es ein Marktanteil von 52 Prozent. An der Uhrzeit kann es nicht liegen, denn die war damals dieselbe. Vielleicht liegt es aber auch an der Partie selber, da weder Katar noch Ecuador zu den großen Nationen gehören, dafür aber in Deutschland auch einige Menschen mit russischem Hintergrund leben. Oder die Fußball-Fans machen die Boykott-Ankündigung doch wahr... (tobi)

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