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David Alaba widerspricht Hoeneß-Erzählung – „Nicht so, wie er es gesagt hat“

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Von: Antonio José Riether

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 Trainingslager österreichische Nationalmannschaft
David Alaba bei der Nationalmannschaft. © Robert Jaeger/dpa

Uli Hoeneß erinnerte sich kürzlich an ein Gespräch mit David Alaba während dessen Suche nach einem neuen Verein. Nun widersprach der Österreicher der Darstellung des Bayern-Machers.

München - Zwar hat sich David Alaba* in den ersten Wochen bei Real Madrid gut eingelebt, zuletzt gab es jedoch einige Rückschläge. Nach zwei Niederlagen am Stück geht es für den Kapitän des österreichischen Nationalteams* in die Länderspielpause. Im Rahmen der kommenden WM-Quali-Spiele wurde der ehemalige Bayern-Star auf ein Zitat seines ehemaligen Vereinspräsidenten Uli Hoeneß angesprochen und reagierte unerwartet locker.

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Gegenüber dem Radiosender Bayern 1 kam Hoeneß vor etwa drei Wochen auf seinen ehemaligen Schützling zu sprechen. Dabei kam er nicht umhin, von einer kuriosen Konversation zwischen ihm und Alaba zu erzählen, bei der es um dessen möglichen Transfer zum FC Barcelona ging. Mehrere Klubs hatten sich um den 29-Jährigen bemüht, am Ende wechselte er in die spanische Hauptstadt.

„David Alaba zum Beispiel hat mir mal erzählt: ‚Mein Traum ist es immer noch in Barcelona zu spielen‘. Da habe ich zu ihm gesagt: ‚Willst du dann mit dem Präsidenten oder dem Insolvenzverwalter verhandeln?‘“, meinte der Ehrenpräsident der Münchner* damals. Angesichts der enormen Schuldenlast und des sportlichen Niedergangs seien die Katalanen für den FC Bayern* „kein Vorbild mehr“, wie Hoeneß feststellte.

Bei der Pressekonferenz vor den Länderspielen wurde Alaba auf das Zitat seines ehemaligen Vorgesetzten angesprochen und musste zunächst über den typischen Hoeneß-Spruch lachen. „Ich kann mich an das Gespräch erinnern. Es ist ein bisschen anders gewesen, nicht so, wie er es gesagt hat“, sagte der 88-fache Nationalspieler seines Landes. Welche Aussage genau getätigt wurde, verriet Alaba allerdings nicht.

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Bei der Nationalelf kann Alaba jetzt etwas den Kopf freibekommen, gegen die Färöer Inseln erwartet sein Team ein vermeintlich schwacher Gegner, ehe es gegen den EM-Halbfinalist Dänemark geht. Von scheinbar schwächeren Mannschaften, die für Überraschungen sorgen, hat der Real-Neuzugang seit den Vorkommnissen der letzten Tage wohl genug. Zuerst unterlagen die Madrider unter der Woche sensationell im eigenen Stadion mit 1:2 gegen den moldauischen Champions-League*-Neuling Sheriff Tiraspol, dann folgte eine Niederlage bei Espanyol Barcelona.

Auch wenn die Königlichen seit drei Spielen auf einen Sieg warten, führen sie noch punktgleich mit dem Stadtrivalen Atlético und Real Sociedad die Tabelle an. Alaba ist mit seiner Entscheidung offenbar zufrieden. „Ich bin happy, dort zu sein. Es macht mir wirklich viel Spaß, eine neue Kultur kennenzulernen, in einem anderen Land zu spielen und eine neue Herausforderung anzugehen“, gab der Innenverteidiger zu verstehen. Alaba kann im Nachhinein froh sein, nicht zum FC Barcelona* gegangen zu sein, die Katalanen belegen derzeit nur Rang neun in der Liga. (ajr) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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