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Hannovers Geschäftsführer kritisiert DFL

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Robert Schäfer
96-Geschäftsführer Robert Schäfer. © Marius Becker/dpa/Archiv

Robert Schäfer, Geschäftsführer des Zweitligisten Hannover 96, hat die Deutsche Fußball Liga wegen Untätigkeit in der aktuellen Corona-Krise kritisiert.

Hannover - „Das Fatale ist, dass wir Verbandsregelungen bräuchten, einen Rahmen mit Vorgaben. Die DFL ist aber nicht handlungsfähig. Sie ist nicht mal in der Lage, die Führung neu zu besetzen. Christian Seifert hat seinen Abschied rechtzeitig angekündigt, seit einem Jahr passiert da aber nichts“, sagte Schäfer in einem „Sportbuzzer“-Interview.

Auch mit Blick auf die 50+1-Regel ärgerte sich Schäfer über die DFL. „Da ist die Liga auch nicht handlungsfähig. Das Kartellamt hat gesagt, ihr müsst das regeln. Diese Kraft hat die DFL aber nicht“, sagte er. „Aus meiner Sicht gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder die Ausnahmen einkassieren oder die Regel aufheben. Ich kann mir nicht vorstellen, wie Clubs, die seit Jahrzehnten erfolgreich Fußball spielen, rechtlich zulässig in eine andere Form gezwungen werden können“, meinte Schäfer.

Der Geschäftsführer des Zweitligisten holte zudem zum Rundumschlag gegen Clubs aus, die sich „aktuell mit Staatsgeldern“ finanzieren und nannte Schalke 04 und den 1. FC Köln. „In einer Zeit, in der sich der Staat verschuldet, um Gastronomien und Künstler zu retten und Kurzarbeitergeld zu zahlen, lassen sich Profivereine vom Steuerzahler retten“, sagte Schäfer. „Ich frage mich - mit welcher Berechtigung?“

Spieler- und Beratergehälter müssen nach Schäfers Meinung „geregelt“ werden. Auch die Vereine sollten ihr Vorgehen überprüfen. „Im Markt gibt’s Überhitzungen, die durch nichts zu rechtfertigen sind.“ dpa

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