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Bundestrainer Hansi Flick so offen wie selten: „Das macht mir Angst“

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Von: Nils Wollenschläger

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Heidelberg - In einem Podcast zeigt sich Hansi Flick privat wie selten. Der Bundestrainer verrät, was ihm aktuell Angst macht:

Der Bammentaler Hansi Flick steht kurz vor seiner ersten Fußball-WM als Bundestrainer. Wenige Monate bevor in Katar der Ball rollt, hat sich Flick im DFB-Podcast „Mehr als ein Spiel“ auch von seiner privaten Seite gezeigt. Mit Blick auf die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg zeigt sich der gebürtige Heidelberger besorgt.

Bundestrainer Hansi Flick sorgt sich um die Zukunft seiner Kinder und Enkelkinder

„Ich habe nie gedacht, dass mitten in Europa wieder ein Krieg stattfindet, das macht mir Angst. Ich bin selbst dreifacher Großvater und das sind Dinge, die mir – was die Zukunft meiner Kinder und Enkelkinder betrifft – Sorgen machen“, sagt Flick.

„Wir müssen Dinge auch vorleben, aber letztendlich wissen wir alle nicht, was passieren wird. Ich weiß nicht, was ich ändern kann, aber ich versuche meinen Kindern und Enkeln ein Vorbild zu sein, damit sie mit den Werten aufwachsen, für die wir stehen. Man sollte jeden Menschen akzeptieren wie er ist“, führt der 57-Jährige aus.

Bundestrainer Hansi Flick steht vor seiner ersten WM.
Bundestrainer Hansi Flick steht vor seiner ersten WM. © Federico Gambarini/dpa

Hansi Flick spricht über seine erfolgreiche Rückkehr ins Trainergeschäft

In dem Podcast macht Hansi Flick zudem deutlich, wie wichtig ihm die Heimat und die Familie ist. Besonders nach seiner kurzen Amtszeit als Geschäftsführer Sport der TSG Hoffenheim ist dies ein wichtiger Rückhalt für ihn gewesen. „Als ich 2018 nach sechs Monaten in Hoffenheim aufgehört habe, war ich eineinhalb Jahre raus aus dem Geschäft und wusste nicht, ob ich nochmal in die Bundesliga oder das Trainergeschäft überhaupt zurückkommen kann“, erklärt Flick.

Die Rückkehr sollte dem Bammentaler aber gelingen. Nachdem er zunächst als Co-Trainer zum FC Bayern zurückgekehrt ist, hat er ab November 2019 als Cheftrainer die Geschicke des Rekordmeisters geleitet und hat die Münchner zu zahlreichen Titeln geführt.

Bundestrainer Hansi Flick sieht WM 2022 in Katar kritisch

Seit dem 1. August 2021 ist Hansi Flick nun Bundestrainer und ist damit Nachfolger von Joachim Löw, mit dem er 2014 als Co-Trainer Weltmeister geworden ist. In einem Interview mit dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ hat sich Flick auch zur umstrittenen WM in Katar geäußert.

„Ich habe viele Bekannte, die gerne nach Katar fliegen würden, es aber aus vielerlei Gründen unterlassen. Weil sie sich die massiven Preise nicht leisten können, weil die Situation etwa für Homosexuelle inakzeptabel ist, weil es Menschenrechtsverletzungen gibt, weil Minderheiten ausgegrenzt werden“, betont Flick. „Grundsätzlich finde ich es schade, dass dieses Turnier keine WM für Fans wird“, so der DFB-Chefcoach weiter: „Dabei sollte der Fußball für alle da sein. Darum sage ich: Es ist keine WM für den normalen Fan.“ (nwo)

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