Werder Bremen

Das letzte große Spiel? - Pizarro will ins Pokalfinale

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Werders Torjäger Claudio Pizarro erhält Lob von Bayern-Trainer Niko Kovac. Foto: Carmen Jaspersen

Schon vor 19 Jahren war Claudio Pizarro beim Pokalendspiel zwischen Werder Bremen und Bayern München dabei. Der Stürmer aus Peru ist bei beiden Clubs sehr beliebt. Das Pokal-Halbfinale am Mittwochabend ist für ihn nochmal ein Highlight. Wie es danach weitergeht? Noch offen.

Bremen (dpa) - So etwas passiert im Fußball nur ganz besonderen Spielern. Als Claudio Pizarro am 20. April beim ersten Duell zwischen Bayern München und Werder Bremen eingewechselt wurde, jubelten ihm die Fans beider Vereine zu.

Der 40 Jahre alte Peruaner hat insgesamt neun Jahre für die Bayern gespielt und wird am Ende dieser Saison auch neun Jahre für Werder gespielt haben. Das DFB-Pokal-Halbfinale zwischen beiden Vereinen am Mittwoch im Weser-Stadion (20.45 Uhr/ARD) soll ein weiteres, nach seinem Geschmack aber noch nicht das letzte Highlight dieser langen und stolzen Karriere werden.

"Es ist immer etwas Besonderes, in Berlin zu sein", sagte Pizarro. Das erste Mal spielte er schon vor 19 Jahren bei einem Pokal-Endspiel mit. Auch damals standen sich Werder und Bayern gegenüber - nur hießen Pizarros Mitspieler noch Bernhard Trares, Marco Bode oder Dieter Eilts. Die Bremer verloren mit 0:3, waren an jenem 6. Mai 2000 aber der viel größere Außenseiter, als sie das diesmal sind.

"Wir haben den Vorteil, dass wir zu Hause spielen. Wir glauben, dass wir das schaffen können", sagte Pizarro. Die 0:1-Niederlage in München hat an dieser Einschätzung nichts geändert. "Wir haben ein Bundesliga-Spiel verloren. Mittwoch ist eine andere Geschichte. Jetzt müssen wir unsere Konzentration und Kraft sammeln."

Was nach dieser Saison passiert, wird allerdings auch nach den beiden Nord-Süd-Duellen noch nicht so schnell entschieden werden. Pizarro hat als spielende Bundesliga-Legende alle Optionen: Wird er noch ein weiteres Jahr bei Werder dranhängen? Wird er "eine Art Botschafter-Rolle" bei den Bayern übernehmen, wie es ihm der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge erst in der vergangenen Woche angeboten hat? Oder macht er es nach der Karriere einfach so wie während der Karriere und arbeitet am Ende für beide Clubs?

"Das muss ich mich auch noch fragen, das weiß ich nicht", sagte Pizarro selbst dazu. Und der Bremer Sportchef Frank Baumann erklärte: "Wir haben gesagt, dass wir uns im April zusammensetzen. Dann wird es aber vielleicht noch nicht direkt eine Entscheidung geben. Claudio hat Zeit und wir haben Zeit. Im vergangenen Jahr hat er hier auch erst im Sommer unterschrieben."

Nach bislang 107 Bundesliga-Toren für Werder und 87 für die Bayern ist der älteste Torschütze der Bundesliga-Geschichte überall willkommen. "Claudio ist ein toller Fußballer und ein toller Mensch. Er ist ein ganz feiner und lustiger Kerl", sagte Bayern-Trainer Niko Kovac vor dem Pokalspiel. Beide wechselten 2002 zum ersten Mal nach München. Kovac war damals noch Spieler. Pizarro ist es immer noch.

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Spielerprofil Claudio Pizarro

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