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Doping, Spuck-Attacke, Kopfstoß – die heftigsten Skandale der Fußball-WM

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Von: Nils Wollenschläger

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Aktuell findet in Katar die Fußball-WM 2022 statt. In der Vergangenheit hat es bei Weltmeisterschaften schon den ein oder anderen Skandal gegeben.

Die Weltmeisterschaft 2022 findet in Katar statt.
1 / 21Im November und Dezember 2022 findet in Katar die Fußball-WM statt. Auch aufgrund der vielen verstorbenen Bauarbeiter im Vorfeld ist das Turnier das wohl umstrittenste in der Fußball-Geschichte. © Robert Michael/dpa
Fußball-WM '62: Chile - Italien 2:0
2 / 21Blicken wir zunächst auf die WM 1962 in Chile. Beim Spiel Italien gegen Chile ist die Stimmung so aufgeheizt, dass zahlreiche Fouls und Auseinandersetzungen gibt. Auslöser für die „Schlacht von Santiago“ war unter anderem ein Bericht von zwei italienischen Journalisten, die Chile als „von Armut geplagte Müllkippe voller leichter Mädchen“ bezeichneten. Letztlich gewinnt Chile 2:0, Italien erhält von Schiedsrichter Ken Aston (M) aus England zwei rote Karten. © dpa
"Wembley-Tor" von 1966
3 / 21Nur vier Jahre später kommt es bei der WM in England zu einem der bittersten Momente der deutschen Fußballgeschichte. Im Finale gegen Gastgeber England kassiert Deutschland das legendäre „Wembley-Tor“. Obwohl nicht klar, ob der Schuss von Geoff Hurst hinter der Linie war, wurde der Treffer gegeben. Die Folge: England setzt sich in der Verlängerung mit 4:2 durch und wird zum ersten und bis heute einzigen Mal Weltmeister. Auch Jahrzehnte später erhitzt das „Wembley-Tor“ die Gemüter. © dpa
WM 2018 - WM-Finale 1966: England - Deutschland
4 / 21Jubel nach Skandaltor: Die Engländer feiern ihren WM-Titel 1966. © Karl Schnörrer/dpa
Fußball-WM 1978: Argentinien - Niederlande 3:1 n.V.
5 / 21Bei der WM 1978 wird Argentinien im eigenen Land Weltmeister. Das Turnier war aufgrund der damaligen Militärdiktatur sehr umstritten. © dpa
Fußball-WM '82 - Deutschland - Österreich 1:0
6 / 21Die Schande von Gijón. Bei der WM 1982 in Spanien gewinnt Deutschland das letzte Vorrundenspiel gegen Österreich mit 1:0. Nach der frühen deutschen Führung durch Horst Hrubesch wird offensichtlich, dass die beiden Teams mit dem Ergebnis leben können. Schließlich sind sie damit beide weiter. Durch den „Nichtangriffspakt“ gewinnt das DFB-Team – und Algerien muss die Heimreise antreten. Eine Folge dieser „Schande“: Seitdem werden die letzten Vorrundenspiele einer jeden Gruppe parallel ausgetragen. © Steve Crisp/dpa
Fußball-WM '82 - Schumacher verletzt Battiston
7 / 21Das WM-Halbfinale 1982 zwischen Deutschland und Frankreich ist an Dramatik kaum zu überbieten. Das DFB-Team gewinnt zwar im Elfmeterschießen, doch nach dem Schlusspfiff gibt es nur ein Thema: DFB-Torwart Toni Schumacher hat den Franzosen Patrick Battiston in der 57. Minute umgerammt. Dafür hat es weder einen Elfmeter noch eine Verwarnung gegeben. Battiston verliert zwei Zähne, sein Halswirbel ist angebrochen. „Wenn es nur das ist, zahle ich ihm die Jacketkronen“, hatte Schumacher danach gesagt. © dpa
Die Hand Gottes – Maradona
8 / 21Die Hand Gottes. Bei der Fußball-WM 1986 in Mexiko treffen im Viertelfinale England und Argentinien aufeinander. In der 51. Minute bringt Superstar Diego Armando Maradona Argentinien in Führung – allerdings irregulär. Der begnadete Techniker nutzt im Luftduell mit Englands Peter Shilton seine Hand, um den Ball ins Tor zu befördern. „Es war ein bisschen Maradonas Kopf und ein bisschen die Hand Gottes“, sagt er im Anschluss an die Partie. © dpa
WM 1986 - Diego Maradona mit WM-Pokal
9 / 21Wenige Tage später führt Diego Maradona Argentinien zum zweiten WM-Titel nach 1978. © dpa
Rijkaard spuckt Völler an
10 / 21Spuck-Attacke in Mailand. Auf dem Weg zum WM-Titel 1990 in Italien gewinnt Deutschland das WM-Achtelfinale gegen die Niederlande. Bei der Partie kommt es zu einem Skandal: Frank Rijkaard spuckt DFB-Stürmer Rudi Völler ins Haar. Zuvor hatte Rijkaard Völler gefoult. Sowohl Rijkaard als auch Völler sehen die Rote Karte – sehr zum Unverständnis des deutschen Stürmers. Als es Richtung Kabine geht, spuckt Rijkaard erneut auf Völler. Noch am Abend entschuldigt sich der Niederländer für seine Aktionen. © Martina Hellmann/dpa
WM 1990
11 / 21Nach seiner Sperre kann Rudi Völler (r) ab dem Halbfinale wieder mitwirken. Letztlich wird Deutschland in Rom zum dritten Mal Fußball-Weltmeister. © Martina Hellmann/dpa
Völler Rijkaard
12 / 21Versöhnung beim Frühstück: Einige Jahre später haben sich Frank Rijkaard und Rudi Völler bei einem Werbedreh ausgesprochen. © Andreas Pohl/dpa
WM 1994 - Diego Maradona
13 / 211994 will Diego Maradona bei der WM in den USA angreifen. Der Superstar wird jedoch nach dem zweiten Spiel des Dopings überführt. Bei Maradona ist die leistungssteigernden Substanz Ephedrin nachgewiesen worden. Die WM ist für den Edeltechniker in der Folge beendet. © dpa
BERLIN - WM Finale 2006 - Screenshot des Fernsehsenders Sky - ZINEDINE ZIDANE (FRA) - Kopfstofl gegen MARCO MATERAZZI (I
14 / 21WM-Finale 2006. In seinem letzten Spiel seiner Karriere verliert Frankreichs Legende Zinedine Zidane die Nerven. Nach einer Provokation von Marco Materazzi lässt sich Zidane zu einem Kopfstoß hinreißen. Zidane sieht die Rote Karte – und Frankreich verliert das Finale. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
Vorschau zur Wahl «Weltfußballer des Jahres» - Zinedine Zidane
15 / 21Schiedsrichter Horacio Elizondo zeigt Zidane die Rote Karte. © Bernd Weissbrod/dpa
WM 2006 - Italien - Frankreich
16 / 21Italiens Torhüter Gianluigi Buffon versucht Zinedine Zidane zu trösten. © Oliver Berg/dpa
WM 2006 - Italien - Frankreich
17 / 21Zinedine Zidane verlässt die Fußball-Bühne. Der Kopfstoß war die letzte Aktion seiner so erfolgreichen Karriere. © Yuri Kochetkov/dpa
WM 2010 - Frankreich Training
18 / 21Bei der WM 2010 in Südafrika sorgt wieder Frankreich für den Skandal des Turniers. Nach der Niederlage im zweiten Gruppenspiel gegen Mexiko geraten Trainer Raymond Domenech und Stürmer Nicolas Anelka aneinander. Als Reaktion auf die Suspendierung Anelkas boykottieren die Spieler das Training. Am Ende scheidet der Weltmeister von 1998 in der Vorrunde aus, Domenech muss gehen. © Johann Hattingh/dpa
WM 2010 - Frankreich Training
19 / 21Die französischen Spieler verlassen das Training in Südafrika. © Johann Hattingh/dpa
Giorgio Chiellini und Luis Suarez
20 / 21Irre Szene beim WM-Vorrundenspiel 2014 zwischen Italien und Uruguay. Luis Suárez beißt dem italienischen Verteidiger Giorgio Chiellini in die Schulter. Da der Schiedsrichter die Situation nicht gesehen hat, kommt Suárez ohne Strafe davon. Uruguay gewinnt mit 1:0, Italien muss bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten. © Emilio Lavandeira Jr/dpa
World Cup 2014 - Group D - Italy vs Uruguay
21 / 21Luis Suárez (r) fasst sich nach dem Biss an seine Zähne. Uruguay ist dann schließlich im Achtelfinale an Kolumbien gescheitert. © Vassil Donev/dpa

Bei Fußball-Weltmeisterschaften hat es immer wieder Skandale gegeben. Ob das legendäre „Wembley-Tor“, die „Schande von Gijón“ oder die „Hand Gottes“ – die WM-Historie hat einige spannende wie kontroverse Kapitel zu bieten. Die Fußball-WM 2022 in Katar hat schon unmittelbar nach der Vergabe im Jahr 2010 für viel Wirbel gesorgt.

Einige Jahre später ist entschieden worden, dass das Turnier wegen der hohen Temperaturen nicht wie sonst üblich im Sommer, sondern im Winter ausgetragen wird. Zudem haben die miserablen Arbeitsbedingungen und die Menschenrechtssituation in dem Wüstenstaat zu heftigen Diskussionen geführt. Trotzdem hat die FIFA an ihrer Entscheidung festgehalten. Die Fußball-WM 2026 findet dann übrigens in den USA, Mexiko und Kanada statt. Zum ersten Mal überhaupt gibt es gleich drei Gastgeber. (nwo)

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