Staatsanwaltschaft ermittelt

Anklage erhoben: Muss dieser ehemalige Bayern-Star bald ins Gefängnis?

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Arturo Vidal (v. l.), Xabi Alonso und Medhi Benatia feierten mit dem FC Bayern einst große Erfolge.

Große Probleme mit der Justiz: Einem ehemaligen Star des FC Bayern München droht eine Haft- und eine Geldstrafe. Der Grund: Steuerhinterziehung.

Update vom 20. Juni 2019: Mit dem FC Bayern holte er in der Vergangenheit viele Titel, die Münchner hätten ihn am liebsten irgendwann als Funktionär wieder - Xabi Alonso hat nun aber erstmal andere Themen auf dem Schreibtisch: Die Staatsanwaltschaft in Madrid hat wieder Anklage gegen den ehemaligen Profi des deutschen Fußball-Rekordmeisters erhoben. Der Grund: Steuerhinterziehung. Das berichten mehrere spanische Medien übereinstimmend. 

Dem ehemaligen spanischen Welt- und Europameister wird vorgeworfen, im Jahr 2013 eine Summe von rund 570.000 Euro hinterzogen zu haben. Derzeit läuft gegen den 37-Jährigen schon ein Steuerverfahren, das die Jahre 2010 bis 2012 betrifft. Dabei geht es um eine Summe von über zwei Millionen Euro. Die Staatsanwaltschaft fordert in diesem Fall eine Haft- und eine Geldstrafe.

Xabi Alonso wird in der kommenden Saison sein Debüt als Trainer im Profibereich feiern. Er übernimmt die zweite Mannschaft des Erstligisten Real Sociedad San Sebastian, wie tz.de* berichtet.

Xabi Alonso: Ex-Bayern-Star droht drastische Haftstrafe

Erstmeldung vom 2. Januar 2019: Madrid - Der früherer FCB-Fußball-Star Xabi Alonso muss sich in seinem Streit mit dem Fiskus um zwei Millionen Euro ab dem 22. Januar in Madrid vor Gericht verantworten. Nachdem der ehemalige Stratege des deutschen Rekordmeisters Bayern München eine außergerichtliche Einigung mit der Staatsanwaltschaft endgültig abgelehnt hat und auf seine Unschuld pocht, legte das Gericht den Termin in dem Verfahren wegen Steuerhinterziehung fest. Alonso drohen im Falle eines Schuldspruchs bis zu fünf Jahre Haft und neben der Nachzahlung einer etwaigen Steuerschuld auch eine hohe Geldstrafe.

Alonso ist sich nach eigenen Aussagen keiner Schuld bewusst

Hintergrund des Rechtsstreites sind Einnahmen des mittlerweile als Profi zurückgetretenen Mittelfeldspielers aus seiner Zeit beim spanischen Nobelklub Real Madrid von 2010 bis 2012 für den Verkauf von Bildrechten. Der heute 37-Jährige soll die Gelder seinerzeit über eine Briefkastenfirma auf Madeira am Fiskus vorbeigeschleust haben.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit 2015 gegen Alonso. Eine Einigung mit den Behörden nach dem Vorbild prominenter Kollegen wie den Superstars Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo, die drohende Verurteilungen zu Haftstrafen durch nachträgliche Schuldeingeständnisse sowie Strafzahlungen in Millionenhöhe vermieden, ist für den gebürtigen Basken offenbar keine Option gewesen. Alonso ist sich nach eigenen Aussagen keiner Schuld bewusst.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

sid/akl

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