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Ducksch-Tor reicht Werder Bremen nicht zum Sieg gegen den FC St. Pauli

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Von: Michael Haseler, Carsten Sander, Daniel Cottäus

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Marvin Ducksch schoss den SV Werder Bremen gegen den FC St. Pauli in Führung. Der Ausgleich folgte aber nur wenige Minuten später.
Marvin Ducksch schoss den SV Werder Bremen gegen den FC St. Pauli in Führung. Der Ausgleich folgte aber nur wenige Minuten später. © Carmen Jaspersen / dpa

Der SV Werder Bremen hat gegen den FC St. Pauli einen Punkt geholt. Das Spiel gegen den Tabellenführer der 2. Liga endete 1:1. Der Spielbericht der DeichStube*.

Bremen – Betrachtet man es positiv, dann hat Werder Bremen am Samstag die Siegesserie des FC St. Pauli gestoppt. Betrachtet man es negativ, dann hat der Bundesliga-Absteiger schon wieder nicht gewonnen. Mit 1:1 (0:0) trennte sich das Team von Trainer Markus Anfang vom Spitzenreiter der 2. Liga. Marvin Ducksch (62.) zur Bremer Führung und Finn Ole Becker (67.) sorgten für die Tore in einer Partie, die sich über die Minuten zu einem sehr guten, am Ende aufregenden Match steigerte.

Aufregend war auch die Startelf, die Anfang zusammengebastelt hatte. Nicht nur, dass er Abwehrspieler Lars Lukas Mai auf die Bank setzte, dafür Anthony Jung brachte. Nein, der Coach setzte erstmals in der Startelf auf einen Sturm mit Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug. Während diese Maßnahme nicht unerwartet kam, überraschte Anfang jedoch mit einem Torwartwechsel. Michael Zetterer musste auf der Bank Platz nehmen, Jiri Pavlenka, die Stammkraft der vergangenen Jahre, kam zu seinem Saisondebüt. Anfangs Erklärung: „Wir haben das Gefühl, dass Pavlenka der Mannschaft mit seiner Routine und Erfahrung, mit seiner Ruhe etwas geben kann.“ Zetterer, und das betonte der Trainer deutlich, sei aber „nichts vorzuwerfen“.

Werder Bremen gegen FC St. Pauli: Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug deuten gutes Zusammenspiel an

Gegen den Spitzenreiter aus Hamburg, der mit 27 Toren nach elf Spieltagen die stärkste Offensive der 2. Liga stellte, rückte Pavlenka zunächst aber überhaupt nicht in den Blickpunkt. Vor 42.100 Zuschauern im erstmals seit Februar 2020 ausverkauften Wohninvest Weserstadion entwickelte sich ein Spiel, in dem Werder Bremen dem Gegner häufiger den Ball ließ, um selbst mit langen Bällen kontern zu können. So kamen die Bremer zu Freistößen, die wiederum gute Chancen brachten. Füllkrug verfehlte nach Ducksch-Vorlage mit einem Heber das Tor (8.), Nicolai Rapp wischte knapp an einem Ducksch-Freistoß vorbei (11.). Nach 24 Minuten lag der Ball zwar im Tor, Marco Friedl hatte bei seinem Hechtsprung aber die rechte Hand zu Hilfe genommen – klarer Fall: kein Tor und Gelb für Friedl.

Den einzigen Schreckmoment auf der anderen Seite erlebte Werder nach einer Standardsituation des FC St. Pauli. Abwehrmann James Lawrence köpfte freistehend drüber (30.). Ansonsten ließen die Gastgeber, die je nach Spielsituation zwischen einem 3-5-2 und einem 4-4-2 wechselten, zunächst keine gegnerischen Chancen zu. Der Offensive konnte in puncto Effizienz jedoch keine Steigerung attestiert werden. Füllkrug und Ducksch zeigten, dass sie mittels körperlicher Wucht, aber auch durch gutes Zusammenspiel einiges bewegen können, aber zwingend wurden die Aktionen nicht. Klares Manko auch: Romano Schmid traf auf der linken Seite zu oft die falschen Entscheidungen, blieb hängen oder spielte Bälle ins Nichts.

Werder Bremen gegen FC St. Pauli: Marvin Ducksch trifft zur Führung, aber die hält nicht lange

Auf der Gegenseite war Felix Agu mit seinen Vorstößen wirkungsvoller, bereitete nach einem gewonnen Laufduell die zweite Top-Chance des SV Werder Bremen vor. Seine Ablage drosch Ducksch jedoch drüber (45.), weshalb nach Halbzeit eins dieses Fazit blieb: Intensives Spiel, aber kein Tor – und vom erhofften Spektakel war das Spiel noch ein gutes Stück entfernt.

St. Pauli kam nach der Pause mit dem erkennbaren Willen aus der Kabine, daran etwas ändern zu wollen. Der Liga-Primus brachte Sturm-Riesen Simon Makienok (2,01 Meter groß) und gab nun richtig Gas. Werder Bremen kam in Bedrängnis, hatte Glück, dass sich Makienok (52.) sowie zweimal Torjäger Guido Burgstaller (54./60.) noch stören ließen.

Und dann: Überrumpelungsangriff des Sturmduos Füllkrug/Ducksch gegen die weit aufgerückten St. Paulianern. Von der Mittellinie spielte Füllkrug den Ball in den Lauf des Kollegen, der an St. Pauli-Keeper Nikola Vasilj vorbei zog und ins leere Tor einschob (62.). 1:0 Marvin Ducksch - das Weserstadion tobte, aber es tobte nicht lange. Denn nur fünf Minuten später antworteten die zuletzt fünfmal in Folge siegreichen Hamburger. Finn Ole Becker traf flach von der Strafraumgrenze, nachdem Werder die Szene eigentlich schon geklärt hatte, der Ball aber via Niclas Füllkrug wieder verloren ging. Pavlenka streckte sich bei dem Abschluss vergeblich. Dass Werder Bremen erneut eine Führung nicht halten konnte, aus dem Vorsprung keine Souveränität ziehen konnte, sondern unerklärlich nervös wurde, ist ein Thema, das es dringend zu bearbeiten gilt.

Werder Bremen: Spätes St.-Pauli-Tor wird nach VAR-Einsatz aberkannt

Immerhin: Nach vorne ging noch 'was: Ducksch warf sich in eine Agu-Flanke, köpfte aber vorbei (75.). Auf der Gegenseite rettete Marco Friedl in höchster Not vor Makienok (79.).

Für den vorletzten Aufreger sorgte St. Paulis Burgstaller, der den eingewechselten Mitchell Weiser mit dem Ellenbogen niederstreckte. Das hätte Rot sein können, Gelb sogar sein müssen für den vorbelasteten Österreicher. Doch Schiedsrichter Felix Zwayer ließ beide Karten stecken (86.). Vermutlich hätte der Referee auch ein Tor von Makienok in der Nachspielzeit durchgewunken. Der FC St. Pauli jubelte schon, doch der Videocheck zeigte deutlich: Handspiel. Finales Glück für den SV Werder Bremen, der das 1:1, das dritte sieglose Spiel in Folge, nur bedingt als Schritt nach vorne werten kann. Ducksch/Füllkrug, das passte in der Offensive. Defensiv fehlt weiter ein Stabilisator, einer, der die Dinge ordnet, wenn der Druck größer wird. (csa) Lest auch: „Dann wäre hier die Hölle los gewesen“ - Die Stimmen zu Werder Bremens Remis gegen den FC St. Pauli!

Werder Bremen: Pavlenka - Agu (77. Weiser), Veljkovic, Friedl, Jung - Mbom, Gruev, Rapp (84. Groß), Schmid (84. Schönfelder) - Füllkrug (90.+5 Dinkci), Ducksch

Werder Bremen gegen FC St. Pauli: Lest den Spielverlauf im Live-Ticker nach

Der SV Werder Bremen im Live-Ticker gegen den FC St. Pauli: Alle Tore, News und Infos von der 2. Bundesliga - alles live im Liveticker der DeichStube*. Endstand: 1:1.

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Abpfiff. Werder Bremen und der FC St. Pauli trennen sich leistungsgerecht 1:1. Nach einer starken ersten Hälfte der Bremer ging man in der 62. Minute durch Marvin Ducksch in Führung. Durch den Treffer ging ein ordentlicher Ruck durch die Mannschaft der Paulianer, die fünf Minuten später ausgleichen konnten. Am Ende war der Tabellenführer dem Sieg näher als der SVW, der in der Nachspielzeit noch Glück hatte, dass der Treffer von Makienok zurückgenommen wurde. Am Freitag trifft Werder mit dem 1. FC Nürnberg auf das nächste Top-Team der Liga.

90. Min+5: Werder nochmal mit zwei Ecken. Aber Vasilj ist nach Gruevs Kopfball-Streichler problemlos zu Stelle. Die Nachspielzeit ist abgelaufen.

90. Min+5: Dinkci kommt noch für den angeschlagenen Füllkrug.

90. Min+3: Glück im Unglück. Geht jetzt auf der anderen Seite noch was?

90. Min+2: Die Frustration war schon groß! Makienok schießt Jung an und der Ball passiert unglücklich die Bremer Torlinie. Doch der Däne hatte den Ball vorher mit der Hand berührt. Kein Tor. Der VAR hatte eingegriffen nachdem ein paar Werderaner protestiert hatten.

90. Min+2: Füllkrug hat lange keine 90 Minuten mehr gespielt und plagt sich mit Krämpfen.

90. Min+1: Es wird vier Minuten Nachspielzeit geben. Kann noch eine Mannschaft für den entscheidenden Treffer sorgen?

90. Min: Nochmal ein Freistoß von Ducksch aus dem Halbfeld. Friedl verpasst.

88. Min: Burgstaller geht runter. Matanovic kommt

88. Min: Jetzt sieht Schönfelder auch noch gelb weil er voll gegen Zander durchzieht. Bereits die siebte gelbe Karte des Spiels.

86. Min: Burgstaller streckt Weiser mit dem Arm nieder. Das sieht nach einem Foul aus, was erneut gelbwürdig ist. Zwayer belässt es bei bösen Worten. Kann man durchaus anders sehen.

84. Min: Schönfelder und Groß kommen für Rapp und Schmid. Beide haben heute nicht ihre beste Partie abgeliefert.

83. Min: Burgstaller sieht gelb nach Foul an Weiser.

82. Min: Immerhin ein Wechselgesang zwischen den beiden Fanblöcken, der sich „leicht“ negativ gegen den anderen Rivalen aus Hamburg richtet, könnte ein paar Werder-Fans noch erfreuen. Das Spiel tut es aktuell eher weniger.

81. Min: Das reicht nun nicht mehr was Werder hier macht. Kyereh hat nach Halbfeld-Flanke schon wieder das 2:1 aus Pauli-Sicht auf dem Fuß. Glück für Werder!

80. Min: Kyereh ist durch und sucht in der Mitte Makienok. Marco Friedl haut sich in den Ball und klärt zur Ecke, die ungefährlich bleibt. Das war wichtig von Friedl!

79. Min: Romano Schmid hatte noch nicht viele gelungene Aktionen in diesem Spiel. Trotzdem wirkt es auch in der 80. Minute nicht so als ob sich Eren Dinkci oder Niklas Schmidt als Alternativen fertig machen.

77. Min: Auch Anfang wechselt erstmals aus. Der starke Agu hat überraschenderweise Feierabend. Für ihn kommt Weiser.

76. Min: St. Pauli wechselt doppelt. Ziereis und Benatelli für Lawrence und Aremu.

75. Min: Klasse Durchsetzungsvermögen von Mbom auf Außen. Agu flankt dann in die Mitte, wo Ducksch über das Tor köpft. Schade!

73. Min: Aremu muss behandelt werden, kann aber offenbar erstmal weitermachen.

71. Min: Das wars schon mit der Bremer Führung. Und nun hat Pauli Oberwasser und will mehr.

Werder Bremen gegen den FC St. Pauli im Live-Ticker: St. Pauli mit der Antwort durch Finn Ole Becker

67. Min: Füllkrug verliert den Ball in der Vorwärtsbewegung. Er bleibt liegen, die Bremer warten teilweise auf den Pfiff und schalten im Kopf zu spät. Der junge Becker schnappt sich den Ball und vollstreckt aus 20 Metern. Pavlenka sieht den Ball spät und wird im kurzen Eck durch den präzisen Schuss überwunden. Den Keeper trifft keine Schuld.

67. Min: Die Paulianer treffen zum Ausgleich. Der neue Spielstand lautet 1:1

67. Min: Jackson Irvine kommt für Hartel ins Spiel. Ein bisschen mehr Offensivpower für die Gäste.

65. Min: Fast der Gegenschlag auf der anderen Seite! Burgstaller kommt nach Freistoß relativ frei zum Schuss. Das lässt er sich im Normalfall nicht nehmen. Aber heute geht der Schuss neben das Tor.

63. Min: Das Tor wurde durch den VAR noch kurz wegen Abseit überprüft. Doch im entscheidenden Moment stand Ducksch nicht im Abseits.

Werder Bremen gegen den FC St. Pauli im Live-Ticker: Marvin Ducksch trifft zur Führung

62. Min: Super Pass von Füllkrug in die Schnittstelle auf den durchstartenden Ducksch. Der lässt sich die Situation nicht nehmen und umkurvt den rausstürmenden Nikola Vasilj. Das Weserstadion bebt, weil Ducksch aus wenigen Metern nur noch einschieben muss. Die zurückeilenden Verteidiger kommen zu spät und Werder führt mit 1:0! Sauber Jungs!

62. Min: Toooor für Werder Bremen! Marvin Ducksch trifft zur vielerwarteten Führung!

60. Min: Wieder sind es die Hamburger, die einen offensiven Akzent setzen. Veljkovic grätscht stark in den Schuss!

59. Min: Dieser Simon Makienok, 2,01 Meter groß bringt so viel Unruhe in die Bremer Hintermannschaft, dass sich Markus Anfang mit Defensivideen auseinander setzen sollte, die den Dänen stoppen sollten.

57. Min: Werder muss nun aufmerksam sein. Der Matchplan der Gäste scheint es gewesen zu sein das Ganze ruhig angehen zu lassen und dann nach der Pause zuzuschlagen. Werder ist nun häufig einen Schritt zu spät.

54. Min: Durchatmen Werder-Fans. Der große Makienok bringt hier richtig Gefahr rein. Sein Querpass vor das Tor kann fast von Burgstaller verwertet werden. Der Goalgetter wird noch entscheidend von Agu gestört. Pauli wird nun stärker.

53. Min: Genauso wie Ducksch sieht nun auch Nicolai Rapp die vierte gelbe Karte der Saison. Er hatte einen Gegenspieler gehalten.

52. Min: Luca Zander, neben Trainer Schultz der zweite Mann mit Werder-Vergangenheit kommt vorne nach Makienok-Pass zum Abschluss. Pavlenka muss nicht eingreifen.

50. Min: Zwei unnötige gelbe Kartens wegen Meckerns auf Bremer Seite. Sowohl Ducksch als auch Assistenztrainer Junge sehen die vermeidbaren Verwarnungen. Erneut ging es um umstrittene Abseitspositionen, die aus Sicht der Bremer zu früh abgepfiffen wurden.

49. Min: Marvin Ducksch ruft dem Linienrichter ein lautstarkes „Wart doch mal ab, Du!“ du, nachdem er ihm nun bereits die dritte Aktion wegen vermeintlicher Abseitsposition unterbindet. Sah jedes Mal berechtigt aus.

48. Min: Werder kommt wach aus der Pause. Schmids Flanke Richtung Füllkrug wird aber wegen Abseits weggepfiffen.

Werder Bremen gegen den FC St. Pauli im Live-Ticker: Die zweite Halbzeit ist angepfiffen

46. Min: Weiter geht‘s. Markus Anfang verzichtet vorerst auf personelle Veränderungen. Timo Schultz hingegeben nimmt Dittgen raus und bringt den Zwei-Meter-Mann Makienok. Die Bremer spielen nun erstmals seit mehr als anderthalb Jahren wieder auf eine volle Osturve.

Halbzeit im Weserstadion. Der Spielstand spiegelt nicht die Attraktivität der Partie wider. Werder agiert defensiv meist aufmerksam und setzt vorne regelmäßig Nadelstiche. Hochkaräter von Füllkrug und Ducksch reichten bisher aber noch nicht zur Führung. Ein Torschrei des ausverkauften Weserstadions ist jäh verstummt, nachdem Friedl den Ball klar mit der Hand im gegnerischen Tor unterbrachte. Diese erste Hälfte macht dennoch Lust auf mehr!

45. Min+1: Sekunden vor dem Pausenpfiff kommen die Bremer fast doch noch zum Führungstreffer. Agu setzt sich auf rechts toll durch und passt in den Rückraum auf Ducksch, der direkt abzieht. Wieder muss der Pauli-Torwart aber nicht eingreifen, weil der Ball knapp über das Gehäuse fliegt.

45. Min: Schmid hat erneut Platz, aber verrennt sich. Der junge Österreicher macht eine unglückliche Figur.

43. Min: Eine aussichtsreiche Kontergelegenheit der Bremer wird von Romano Schmids Fehlpass je unterbrochen. Da war mehr drin.

40. Min: Nun bekommt auch St. Pauli die erste Ecke zugesprochen. Die sorgt allerdings für keine Gefahr.

38. Min: Werder kombiniert sich über Agu und Mbom sehenswert nach vorne. Am Ende scheitert Füllkrug leider wieder an der Größe des Tores. Vasilj musste bisher kaum eingreifen.

37. Min: Die statistischen Werte schlagen fast alle für St. Pauli aus. Zweikämpfe, Ballbesitz und Passquote sprechen für die Gäste. Die klareren Chancen kann aber Werder für sich verbuchen. Am Spielstand ändert das aber aktuell nichts.

31. Min: Schöner Doppelpass von Ducksch und Füllkrug vorm Hamburger Strafraum. Füllkrug kommt in der Folge zum Schuss, scheitert aber an sich selbst. Die Westtribüne freut sich über den Ball.

29. Min: Jung steigt auf Dittgens Spann. Freistoß Pauli von rechts. In der Mitte köpft James Lawrence ziemlich unbedrängt über den Querbalken.

28. Min: Diese bisherige Leistung macht trotzdem Mut. Werder bisher mit gutem Umschaltspiel und stabiler Defensivleistung. Vorne fehlt noch das letzte Quäntchen.

Werder Bremen gegen den FC St. Pauli im Live-Ticker: Marco Friedl mit der Hand ins Tor

24. Min: Das Weserstadion jubelt, der Ball ist im Tor, doch schnell kommt die Ernüchterung. Nach der vierten Werder-Ecke geht Friedl mit der Hand zum Ball und bugsiert diesen an Vasilj vorbei ins Netz. Zwayer erkennt die Situation und gibt das Tor wegen des Handspiels nicht. Aufgrund der erkannten Absicht sieht Friedl zu allem Überfluss auch noch gelb.

23. Min: Nochmal Ecke, nochmal Werder. Diesmal kommt Veljovic an den Ball, kann jedoch auf Höhe des Elfmeterpunkts keinen Druck dahinter bringen.

22. Min: Zweite Ecke der Bremer. Ducksch sucht die hochgewachsenen Veljkovic und Rapp. Beide verpassen.

19. Min: Die Bremer sind gut ins Spiel gekommen. St. Pauli wirkt überrascht von Bremens Spielbeginn. Was fehlt ist das Tor! St. Pauli kommt offensiv noch überhaupt nicht zur Geltung.

14. Min: Medic sieht gelb wegen Meckerns nachdem Werder einen Freistoß zugesprochen bekommt, den Medic nicht mal verschuldet hatte. Ducksch legt sich den Ball 25 Meter zentral vor dem Tor zurecht aber scheitert unspektakulär in der Mauer.

11. Min: Zweite tolle Chance für die Bremer. Butterweich kommt Freistoßflanke in Richtung Rapp, der jedoch knapp verpasst. Die darauffolgende Ecke bringt nichts ein. Trotzdem ein guter Start der Hausherren.

10. Min: Hartel stellt Agu am Strafraumeck ein Bein. Ducksch legt sich den Ball bereit.

9. Min: Werder hat das 1:0 auf dem Fuß! Sturmpartner Ducksch passt auf den durchstartenden Füllkrug, der den Ball über den Keeper legen will. Knapp vorbei!

8. Min: Lawrence lässt Mbom über die Klinge springen und hat Glück, dass er keine gelbe Karte kassiert.

6. Min: Der erste Torschuss der Partie gehört St. Pauli. Nach ein bisschen Gewusel im Strafraum landet der Ball bei Becker, der jedoch klar verzieht.

4. Min: „Steht auf wenn ihr Bremer seid!“, hallt es durch die Reihen. Stark!

3. Min: Rapp und Medic prallen mit den Köpfen gegeneinander, stehen aber beide relativ schnell wieder.

Werder Bremen gegen den FC St. Pauli im Live-Ticker: Überraschungen in der Werder-Aufstellung - Anpfiff im vollen Weserstadion

1. Min: Los geht‘s! Werder wie gewohnt in grün und weiß, St. Pauli in braun. Kapitän ist heute aushilfsweise Niclas Füllkrug.

13:28 Uhr: Unparteiischer der Partie ist FIFA-Schiedsrichter Felix Zwayer.

13:25 Uhr: Nur noch rund fünf Minuten bis zum Anpfiff im Weserstadion. Viele der Spieler hatten noch nie das Vergnügen in ein vollbesetztes Weserstadion einzumarschieren. Hoffen wir, dass das Publikum heute den 12. Mann für Werder stellt!

13:20 Uhr: Im nahezu ausverkauften Weserstadion geht es heute gegen den Tabellenführer erneut um eine Richtungsweisung. Kann man nach den gestrigen Niederlagen der Schalker und Nürnberger wieder etwas näher an die vorderen Ränge anklopfen oder verweilt man im grauen Zweitliga-Mittelmaß? In rund zwei Stunden wissen wir mehr!

13:14 Uhr: Im Sky-Interview erklärt Anfang den Torwartwechsel mit dem Stück mehr Erfahrung und Routine die Jiri Pavlenka mitbringe. Man habe den Luxus keine klare Nummer eins, sondern gleich zwei Top-Keeper zu haben. Die Spielleistungen von Zetterer haben kaum Ausschlag gegeben. Viel eher habe sich Pavlenka im Training aufgedrängt. Von den Fans wurde der Wechsel übrigens gerade lautstark gefeiert.

13:11 Uhr: Pauli-Coach Schultz schiebt die Favoritenrolle gekonnt von sich. Vielleicht auch weil er um das harte Spiel im DFB-Pokal unter der Woche weiß, welches den Gästen noch in den Beinen steckt. 120 Minuten gegen Dresden sorgten am Mittwoch zum Achtelfinaleinzug.

13:06 Uhr: Das Bremer Team und speziell der Trainer Markus Anfang benötigen nach nur einem Punkt aus den beiden Spielen gegen Darmstadt und Sandhausen nun zwingend ein Erfolgserlebnis. Doch es wird schwer! Der Gegner aus St. Pauli grüßt völlig verdient von der Tabellenspitze. Mit 25 Punkten thront man bereits zehn Punkte vor den Grün-Weißen.

13:01 Uhr: Interessant wird auch die Argumentation von Coach Anfang, warum es heute zum Wechsel zwischen den Pfosten kommt. Michael Zetterer hat sich gefühlt nichts vorzuwerfen. Eventuell geht es um den frischen Impuls, den Pavlenka mitbringt.

12:54 Uhr: Wir sind gespannt auf die taktische Ausrichtung gegen die Hamburger vom Millerntor. Übernimmt Mbom die Position von Agu, der dafür weiter nach vorne rückt? Werden Füllkrug und Ducksch tatsächlich in einer Doppelspitze auflaufen oder wird Ducksch ein wenig defensiver agieren?

12:47 Uhr: Nach seinem Weggang von Schalke 04 blüht Guido Burgstaller wieder richtig auf. In den bisherigen 12 Ligaspielen traf der Österreicher bereits zehn Mal - ein Tor hinter Simon Terodde in der Torjägerliste.

12:45 Uhr: Zur Vervollständigung präsentieren wir euch im Folgenden die Aufstellung des FC St. Pauli: Vasilj, Lawrence, Burgstaller, Dittgen, Aremu, Kyereh, Medić , Zander, Becker, Paqarada, Hartel

12:42 Uhr: Die Werder-Bank im Überblick: Zetterer, Weiser, Park, Mai, Groß, Schmidt, Schönfelder, Assalé, Dinkci

12:37 Uhr: Markus Anfang setzt zudem Lars Lukas Mai nach seiner schlechten Leistung aus dem Sandhausen-Spiel auf die Bank. Leo Bittencourt ist erkrankt und steht heute nicht zur Verfügung. Mbom und Jung kommen dafür in die Startelf. Für Füllkrug muss Niklas Schmidt weichen.

Werder Bremen gegen den FC St. Pauli im Live-Ticker: Überraschungen in der Werder-Aufstellung - Jiri Pavlenka kehrt in den Kasten zurück

12:32 Uhr: Damit konnte man nicht zwingend rechnen. Jiri Pavlenka kehrt in die Startelf zurück. Michael Zetterer muss auf der Bank platz nehmen. Zudem bietet Anfang die vielfach geforderte Doppelspitze mit Füllkrug und Ducksch auf.

12:30 Uhr: Überraschungen in der Werder-Elf! Hier ist die heutige Formation: Pavlenka, Jung, Friedl, Veljkovic, Mbom - Rapp, Schmid, Gruev, Agu - Füllkrug, Ducksch

12.28 Uhr: Immer noch nicht 12.30 Uhr... Jetzt spannt uns doch nicht so auf die Folter, wir wollen die Mannschaft sehen!

12.25 Uhr: Die Anstoßzeit ist zwar nach wie vor gewöhnungsbedürftig, aber heute dürfte im Weserstadion zum ersten Mal seit knapp zwei Jahren mal wieder so richtig der Baum brennen. Denn: Die Hütte ist voll!

12.22 Uhr: In wenigen Augenblicken werden hier die Aufstellungen reinflattern. Dann wird die spannende Frage geklärt, ob Trainer Markus Anfang gegen die Kiezkicker erstmals überhaupt eine Doppelspitze bestehend aus Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug auflaufen lässt.

12.20 Uhr: Moin, liebe Werder-Fans und herzlich Willkommen zum Live-Ticker der DeichStube zum Heimspiel des SV Werder gegen den FC St. Pauli!

Bremen - Der SV Werder Bremen im Live-Ticker gegen den FC St. Pauli: Anpfiff im Wohninvest Weserstadion ist am heutigen Samstag um 13.30 Uhr, der Liveticker startet hier gegen 12.30 Uhr mit den Startelf-Aufstellungen beider Mannschaften. Alle Tore, News und Infos der 2. Bundesliga - alles hier live im DeichStube-Liveticker.

Zum Vorbericht vom 28. Oktober 2021:

Perspektive in Gefahr: Der SV Werder Bremen empfängt Spitzenreiter FC St. Pauli – und droht den Anschluss zu verlieren

Der SV Werder Bremen spielt am 12. Spieltag in der 2. Liga gegen Tabellenführer FC St. Pauli - und droht in der Tabelle den Anschluss zu verlieren. Der Vorbericht der DeichStube*.

Bremen – Man trifft sich – und das regelmäßig. Wie es sich für gute Nachbarn gehört. Nur sportlich auf dem Spiel stand dabei schon lange nichts mehr. In den vergangenen Jahren hat es sich fast zu einer Art Tradition entwickelt, dass Werder Bremen und der FC St. Pauli während der Sommer-Vorbereitung in Testspielen gegenseitig als Gradmesser fungierten. Die Wege sind schließlich kurz, das Verhältnis zwischen den Clubs und Fan-Lagern gut – und während der Saison wäre man sich, weil in unterschiedlichen Ligen beheimatet, ohnehin nicht in die Quere gekommen. Kurzum: Die perfekte Konstellation. Im Sommer 2021 erfuhr sie allerdings keine Neuauflage, weil es im Herbst 2021 nun erstmals seit zehn Jahren wieder richtig ernst wird zwischen den Bremern und St. Paulianern.

Werder Bremen: FC St. Pauli als Auftakt in eine Reihe von Spielen gegen schwere Gegner

2. Bundesliga, zwölfter Spieltag, die Ausgangslage schnell erklärt: Für die einen geht es am Samstag ab 13.30 Uhr (im DeichStube-Live-Ticker) darum, den Anschluss an die Spitzengruppe nicht endgültig zu verlieren. Die anderen wollen möglichst Tabellenführer bleiben. Eine klare Rollenverteilung also, die nicht wenige Beobachter vor ein paar Wochen allerdings genau andersherum erwartet hätten. Während der Vorjahres-Zehnte St. Pauli derzeit vor Selbstvertrauen strotzt und in Bremen seinen sechsten Ligasieg in Folge einfahren könnte, bedeutet die Partie für Bundesliga-Absteiger Werder Bremen nichts weniger als den Auftakt in eine Phase, in der es schon um die Perspektive für das komplette Spieljahr geht.

„St. Pauli ist eine Riesenherausforderung für uns“, sagt Werders Leiter Profi-Fußball Clemens Fritz, dessen Verein nach zuletzt schwachen Auftritten in Darmstadt (0:3) und Sandhausen (2:2) gehörig unter Druck steht. Zumal die Gegner an den folgenden Spieltagen 1. FC Nürnberg (aktuell Platz vier) und Schalke 04 (aktuell Platz drei) heißen. Punktet Werder Bremen in diesen Partien nicht ausreichend, könnte sich das Thema „Mitmischen im Aufstiegsrennen“ schon früh erledigt haben. Was die ohnehin angespannte Stimmung rund um den Verein garantiert weiter verschlechtern würde. Schon jetzt beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz sieben Punkte. Und dennoch: Eine gesonderte Bedeutung möchte Werder-Trainer Markus Anfang den kommenden drei Duellen nicht zusprechen.

Werder Bremen: Gegner FC St. Pauli ist zum Vorbild in der 2. Liga geworden

„Diese Spiele sind genauso entscheidend wie die vergangenen drei“, sagt der 47-Jährige und erinnert an ein ungeschriebenes Gesetz, von dem es heißt, dass es im Unterhaus gilt: „In der 2. Liga kann jeder jeden schlagen.“ Werder hat das in der Tat schon mehrfach schmerzhaft zu spüren bekommen (gegen Paderborn, Dresden und Darmstadt), zieht vor dem Heimspiel gegen den Spitzenreiter FC St. Pauli nun aber selbst Kraft daraus. Anfang: „Wir sind zuletzt viel an uns selbst gescheitert, weil wir viele individuelle Fehler gemacht haben. Aber wir können auch jeden schlagen und werden an unsere Stärke glauben.“ Seiner Mannschaft, in der viele junge Spieler seit dem Sommer plötzlich Verantwortung übernehmen müssten, müsse dafür aber auch die nötige Zeit eingeräumt werden. Kurios: Ausgerechnet St. Pauli dient Werder Bremen da gerade als Vorbild.

Zum vergleichbaren Zeitpunkt der Vorsaison rangierte der Hamburger Stadtteilclub, dessen Trainer Timo Schultz einst für Werder gespielt hatte, mit gerade einmal acht Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz, um sich dann zur großen Aufholjagd in der Rückrunde aufzuschwingen und letztlich sicher in der Liga zu bleiben. Diesen Lauf setzen die Hamburger in der neuen Saison beeindruckend fort. Zuletzt am Mittwochabend, als ein 3:2-Erfolg nach Verlängerung im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden gelang. „Sie haben sich nicht beunruhigen lassen in Phasen, in denen es nicht gut lief, sondern haben kontinuierlich weitergearbeitet“, sagt Anfang, „jetzt werden sie dafür belohnt.“

Werder Bremen gegen FC St. Pauli: Trainer Markus Anfang sieht „mehr Qualität, als es sich gerade widerspiegelt“

Geduld haben also, einer Entwicklung Zeit geben – genau das ist es, wofür der Bremer Coach (Stichwort: „Wiederaufbau vor Wiederaufstieg“) schon seit Amtsantritt wirbt. Die Tabelle schaut er sich dabei zwar an, klar. Die letzte Wahrheit ist sie für Markus Anfang aber (noch) nicht. „Wir können unsere Platzierung ja nur über unsere Spiele beeinflussen“, sagt er. Und deshalb arbeitet er lieber daran, dass die Bremer Auftritte möglichst schon ab Samstag deutlich besser aussehen als zuletzt.

Ein großes Thema in dieser Woche war die Effektivität, die Werder Bremen bisher hat vermissen lassen. Chancen erspielt sich die Mannschaft ja durchaus, nur ist der Ball gemessen daran zu selten drin. „Wir sind in der Lage, Spiele so zu gestalten, dass wir sie dominieren, aber am Ende muss dabei auch etwas herauskommen“, fordert Anfang, der in seinem Team „mehr Qualität“ sieht „als es sich gerade widerspiegelt“. Am Samstag sollen sich alle Beobachter von der Bremer Stärke überzeugen können. (dco) Auch interessant: Werder-Aufstellung gegen St. Pauli: Erstmals mit der Doppelspitze Ducksch/Füllkrug in der Startelf? Lest auch: So seht Ihr Werder Bremen gegen FC St. Pauli live im TV und im Live-Stream! *DeichStube.de ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Mediengruppe Kreiszeitung und der WESER-KURIER Mediengruppe sowie ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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