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WM in Katar: Internationale Presse geteilter Meinung zum DFB-Auftritt gegen Spanien

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Von: Tobias Becker

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Bei der WM in Katar hat Deutschland gegen Spanien einen kleinen Achtungserfolg erzielt, mit dem nicht viele gerechnet haben. Die internationalen Pressestimmen gehen in zwei Richtungen.

Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der WM in Katar eine Antwort auf das Japan-Debakel gegeben. Am zweiten Spieltag der Gruppe E holte die Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick ein 1:1-Unentschieden und bewahrt sich aufgrund der Konstellation der Tabelle sogar noch gute Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale. Die Pressestimmen zum Spiel zeigen, wie überraschend und stark der Auftritt Deutschlands war.

Deutschland holt Unentschieden gegen Spanien: Füllkrug wird zum Helden

Dabei sah es zunächst alles andere als gut aus, denn Spanien ging in einer guten Phase Deutschlands plötzlich in Führung. Zu dem Zeitpunkt waren die Chancen auf ein Weiterkommen sehr gering, denn die DFB-Auswahl hatte nach der Niederlage gegen Japan (1:2) auf Spanien und einen eigenen Sieg gegen Costa Rica hoffen müssen.

Doch das Tor von Niclas Füllkrug lässt die Hoffnungen leben, ebenso wie der Costa Rica-Sieg gegen Japan. Und der Stürmer von Werder Bremen, der sein eigenes Märchen schreibt, wird vor allem in der deutschen Presse hochgelobt. „Volle Pulle Fülle“, schreibt Bild. Spox spricht von „Joker Füllkrug sticht“ und Sport 1 bleibt nüchtern: „Füllkrug bewahrt Deutschland vor nächster WM-Pleite.“

WM in Katar: Spanische Presse lobt Deutschland nach Unentschieden

Das Aufatmen nach dem 1:1 war groß, denn eine Pleite hätte Deutschland an das nächste Vorrunden-Aus angenähert. Aber: Im Ausland sieht man auch, dass es sogar einen deutschen Sieg hätte geben können. „Gegen Deutschland braucht man Helden. Deutschlands letzter Konter von Sane hätte uns fast alt aussehen lassen“, heißt es in der spanischen Zeitung „Marca“.

In Sport ist zu lesen: „Spanien lernt gegen Deutschland zu Leiden. Es gibt Spiele, bei denen man leiden muss, und das gegen Deutschland war so eins.“ Gelitten haben auch erstmals über zehn Millionen Menschen vor den TV-Geräten bei dieser WM in Katar. Die haben gesehen wie Spanien Chancen vergeben hat, aber auch Sane in der Schlussminute.

WM in Katar: Internationale Pressestimmen zum Spiel gegen Spanien

Die Daily Mail in England bejubelt Torschütze Niclas Füllkrug: „Das war ein riesiger Punkt für Hansi Flick und seine Spieler und ein riesiges Tor für einen Spieler, der letzten Monat nicht mal ein internationaler Fußballer war.“ In Italien reibt man noch ein wenig Salz in die Wunde. „Star des Abends ist Füllkrieg. Mit seiner bescheidenen Karriere ist er das Emblem des heutigen Deutschlands, das den Ruhm der Vergangenheit verloren hat und eine graue Gegenwart erlebt“, so die Gazzetta dello Sport.

Und in den Niederlanden schreiben die Medien von einem „herrlichen Schauspiel“ (De Volkskrant), einem „wunderbaren Fußballspiel“ (Voetbal International) und auch dem „letzten Strohhalm“ (Algemeen Dagblad). Diesen Strohhalm hat Deutschland jedoch tatsächlich ergriffen und hat nun sogar verschiedene Szenarien, um in das Achtelfinale einzuziehen.

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