Labbadia vor Aus

Wolfsburg-Spagat zwischen Dissens und sportlichen Zielen

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Erfolgstrainer Bruno Labbadia wird wohl beim VfL Wolfsburg aufhören. Foto: Hendrik Schmidt

Wolfsburg (dpa) - Für Bruno Labbadia beginnt gegen Werder Bremen seine Abschiedstournee als Trainer des VfL Wolfsburg. Offiziell bestätigt ist das Aus des Erfolgscoach beim Tabellenfünften der Fußball-Bundesliga zum Saisonende noch nicht.

Die Aussagen Labbadias vor dem sportlichen wichtigen Duell am Sonntag (18.00 Uhr) um die Europapokalqualifikation lassen indes kaum einen anderen Schluss zu. Wenn Labbadia über seine Arbeit beim VfL spricht, benutzt er längst die Vergangenheitsform, auch wenn ihm wohl noch elf Spiele als Wolfsburger Trainer bevorstehen. "Beide haben sehr voneinander profitiert", sagte Labbadia zu seiner Tätigkeit beim VW-Club und stellte fest: "Ich bin ersetzbar."

Sportchef Jörg Schmadtke hatte die zuvor die längst kaum übersehbaren zwischenmenschlichen Probleme zwischen ihm und dem erfolgreichen Coach erstmals bestätigt. "Manchmal stimmt die Chemie einfach nicht", stellte Schmadtke nüchtern fest und machte damit ein Thema öffentlich, das für den VfL im Kampf um Europa noch zum Problem werden könnte, solange der Club und Labbadia keine Fakten schaffen.

Bewerten wollte Labbadia Schmadtkes Einlassungen nicht, gab aber einige Spitzen von sich. "Das Wichtigste ist, dass wir nichts kaputt machen oder uns etwas kaputt machen lassen", meinte Labbadia im Hinblick auf den Spagat zwischen der nun öffentlichen Debatte und den sportlichen Zielen. Für Gegner Werder Bremen, für den das Spiel fast so etwas wie eine letzte Chance im Kampf um Europa ist, hat der Dissens auf der sportlichen Führungsebene beim VfL keine Bedeutung. "Wieso? Sie spielen doch recht erfolgreich", sagte Werder-Trainer Florian Kohfeldt vor dem Nord-Duell, in dem er erstmals seit Monaten wieder auf den lange verletzten Stürmer Fin Bartels setzen kann.

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