Karlsruher SC

Wellenreuther verliert Machtkampf - und tritt als KSC-Präsident zurück

Das ,Bündnis KSC&#39 fordert den Rücktritt von Präsident Ingo Wellenreuther. 
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Das ,Bündnis KSC' fordert den Rücktritt von Präsident Ingo Wellenreuther. 

Karlsruhe – KSC-Präsident Ingo Wellenreuther gibt dem Druck der vergangenen Tage nach und erklärt am Donnerstag seinen sofortigen Rücktritt. Alle Infos:

  • Karlsruher SC: KSC-Präsident Ingo Wellenreuther tritt mit sofortiger Wirkung zurück.
  • Bündnis KSC“ hat Rücktritt von Wellenreuther gefordert.
  • Mitgliederversammlung des KSC findet am Freitag (15. Mai) statt.

Update vom 14. Mai: Paukenschlag beim Karlsruher SC! Präsident Ingo Wellenreuther hat am Donnerstag seinen Rücktritt erklärt. „Nachdem es trotz des durch die Corona-Krise unterbrochenen Aktienverkaufs nunmehr gelungen ist, die Insolvenz unseres Vereins zu verhindern, habe ich mich nach reiflicher Überlegung und auch mit Rücksicht auf meine Familie aber dazu entschlossen, mein Amt niederzulegen“, sagt Wellenreuther in einem Statement an die Mitglieder des KSC

Karlsruher SC: KSC-Präsident Ingo Wellenreuther tritt zurück

Seit seinem Amtsantritt im November 2010 habe er „sicherlich auch einige falsche Entscheidungen getroffen. Zusammen mit den Kollegen im Präsidium und in den anderen Vereinsgremien habe ich aber immer nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt.“ Er werde dem KSCvon tiefstem Herzen verbunden bleiben“.

In den vergangenen Tagen ist der Druck auf den CDU-Politiker immer größer geworden. Das „Bündnis KSC“ hat angekündigt, dem KSC sechs Millionen Euro zur Rettung zur Verfügung zu stellen - allerdings nur, wenn Präsident Wellenreuther seinen Rücktritt erklärt. Die abstiegsbedrohten Karlsruher starten am Samstag (16. Mai) in die restliche Zweitliga-Saison. Gegner im Wildpark ist der SV Darmstadt 98 (live auf Sky). Neuer KSC-Präsident könnte Axel Kahn werden, der seine Kandidatur inzwischen bestätigt hat.

Karlsruher SC: Woche der Entscheidung - Druck auf Wellenreuther wächst

Update vom 11. Mai: Beim Karlsruher SC sollen am kommenden Freitag (15. Mai) die Mitglieder über eine Planinsolvenz abstimmen. Sollte Präsident Ingo Wellenreuther zuvor jedoch zurücktreten, würde das ,Bündnis KSC' sechs Millionen Euro in den Klub investieren.

Karlsruher SC: Vereinsrat will Rücktritt von Präsident Wellenreuther

Bei einer Abstimmung am Samstag soll sich der Vereinsrat mehrheitlich dafür entschieden haben, das Angebot der Investorengruppe anzunehmen. Dies geht offenbar aus einem Schreiben hervor, das dem Portal ,ka-news.de' vorliegt. „Wir bitten Herrn Ingo Wellenreuther, sein Amt zur Verfügung zu stellen. Er würde dadurch im Sinne des Vereins handeln und einen "vermutlich großen Schaden" vermeiden", heißt es demnach in dem Schreiben. 

Karlsruher SC: Nächste Runde im Machtkampf - Wellenreuther gibt nicht nach

Update vom 10. Mai: Das ungewisse Zukunft des Karlsruher SC bestimmt weiterhin die Situation beim finanziell angeschlagenen Zweitligisten. Am Freitag (15. Mai) soll auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über eine mögliche Insolvenz bzw. das weitere Vorgehen beim KSC beraten werden. 

Das anonyme „Bündnis KSC“ will dem Klub Geld zur Verfügung stellen, fordert allerdings den Rücktritt von Präsident Ingo Wellenreuther. Der 60-Jährige will sein Amt aber nicht kampflos hergeben. „Ich habe eine Verantwortung gegenüber dem Verein“, sagt Wellenreuther der Deutschen Presse-Agentur und sieht zu viele Fragen offen: „Wer gibt Geld? Wer gibt wieviel Geld? Woher stammt dieses Geld?“ 

Karlsruher SC: KSC-Präsident Ingo Wellenreuther kämpft um sein Amt

Wellenreuther fügt hinzu: „Als demokratisch gewählter Präsident werfe ich doch nicht mal schnell mein Amt weg, der KSC nimmt Geld und und die Mitglieder wissen gar nicht, woher das kommt? So etwas geht überhaupt nicht.“ 

Das ,Bündnis KSC' fordert den Rücktritt von Präsident Ingo Wellenreuther. 

KSC-Geschäftsführer Michael Becker hat Gespräche mit dem Bündnis bestätigt. Wellenreuther formuliert nun eigene Voraussetzungen dafür, einen Rücktritt in Erwägung ziehen: „Bevor nicht die Namen aller Investoren bekannt sind, die Beträge nicht jedem Einzelnen zugeordnet werden können und jeder schriftlich erklärt hat, dass es sich dabei wirklich um sein eigenes Geld handelt, überlege ich gar nichts.“ 

Karlsruher SC: Muss Ingo Wellenreuther seinen Rücktritt erklären?

Am Freitag hat er sich für eine anwaltlich verbreitete Erklärung entschieden: Ein Rücktritt sei denkbar, wenn das Wohl des Vereins dies erfordere. Und wenn „dies Voraussetzung dafür wäre, dringend benötigte und anderweitig nicht rechtzeitig zu erlangende finanzielle Mittel für den KSC zu erhalten und ein geeigneter Nachfolger bereit stünde.“ Mittlerweile hat das anfangs anonym agierende Bündnis fünf beteiligte Unternehmen offen gelegt, darunter auch die Firma des 2019 knapp gescheiterten Präsidentschaftskandidaten Martin Müller. Vollständig sei diese Liste nicht, lässt die Gruppierung über ihren Anwalt wissen. 

Unabhängig vom KSC gibt es im Profi-Fußball immer wieder bestimmte Konstellationen, wo Investoren sagen, wir wollen aber bestimmte Bedingungen. Das ist nichts Unübliches“, sagt Geschäftsführer Becker. Sollten bis Freitag keinen neuen Geldgeber gefunden sein, soll eine außerordentliche Mitgliederversammlung darüber entscheiden, ob die Gesellschaft Planinsolvenz anmelden darf. Bis zum 30. Juni sei der Verein laut Becker durchfinanziert.

Karlsruher SC: Machtkampf um KSC-Präsident Ingo Wellenreuther

Update vom 9. Mai: Nach der Rücktrittsforderung des ‚Bündnis KSC‘ hat KSC-Präsident Ingo Wellenreuther mit einer Stellungnahme reagiert. „Es entspricht nicht meinem Amtsverständnis, einer mit kürzester Fristsetzung durch einen anonymen Personenkreis erhobenen Forderung nachzukommen“, sagt Wellenreuther am Freitagabend. „Dies gilt auch dann, wenn im Gegenzug für die verlangte Amtsniederlegung die Aussicht einer finanziellen Unterstützung des KSC durch einen Kreis anonymer Anteilserwerber in den Raum gestellt wird.

Die Gruppierung bietet an, den Karlsruher SC mit dem Kauf von Aktien im Wert von sechs Millionen Euro vor der Insolvenz zu retten. Dieses Angebot ist allerdings mit der Forderung verbunden, dass Ingo Wellenreuther seinen Rücktritt als KSC-Präsident erklärt.

Karlsruher SC: Muss KSC-Präsident Ingo Wellenreuther zurücktreten?

Erstmeldung vom 8. Mai: Ein Zusammenschluss von regionalen Unternehmen will den Karlsruher SC vor der Insolvenz bewahren. Das sogenannte ,Bündnis KSC' sei demnach bereit, dem Klub sechs Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, bittet dazu allerdings vorher um den Rücktritt von KSC-Präsident Ingo Wellenreuther, der bei der Mitgliederversammlung am 15. Mai über eine mögliche Planinsolvenz abstimmen lassen will. 

Karlsruher SC: Bündnis fordert Rücktritt von Ingo Wellenreuther

„Um den Neustart einzuleiten und die Bereitschaft zu einer veränderten unternehmerischen Handlungsweise zu dokumentieren, bittet das Bündnis darum, dass Ingo Wellenreuther vor der Mitgliederversammlung am 15. Mai 2020 von seinen Ämtern als Präsident des Karlsruher SC e.V. und als Beiratsvorsitzender des Karlsruher SC GmbH & Co KGaA zurücktritt", erklärt das Bündnis in einer Mitteilung am Donnerstag. 

Wellenreuther, der sich zuvor selbst auf Investorensuche begeben hat um eine Insolvenz zu vermeiden, hält sich gegenüber dieser Aufforderung bislang bedeckt. KSC-Geschäftsführer Michael Becker hat seit Dienstag Kenntnis über das Angebot des ,Bündnis KSC'. „Wir verweigern uns keinem Gespräch und stehen mit dem Bündnis im Austausch", erklärt Becker gegenüber den ,Neuesten Badischen Nachrichten'. Inhalte will er aber nicht bestätigen. 

Karlsruher SC: Bündnis will KSC vor Insolvenz retten 

Ziel des Bündnis sei es aber, dass der KSC „wieder verlässlich und berechenbar für seine Partner wird. Insbesondere sind dies Mitglieder, Fans, Sponsoren sowie die Stadt Karlsruhe als Vertragspartner für den Stadionneubau."

Zuvor hat bereits der Fan-Dachverband Supporters den Klub aufgrund der Informationspolitik zur Insolvenz-Thematik scharf kritisiert.

mab 

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