KSC wird sich erklären müssen

Nach Corona-Quarantäne: Hat der Karlsruher SC gegen das Hygienekonzept verstoßen?

Die Mannschaft des Karlsruher SC muss für zwei Wochen in Quarantäne.
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Die Mannschaft des Karlsruher SC muss für zwei Wochen in Quarantäne.

Karlsruhe - Der Karlsruher SC befindet sich derzeit in Corona-Quarantäne. Es stellt sich die Frage, ob der KSC gegen das Hygienekonzept der DFL verstoßen hat:

Update vom 8. April: Nachdem sich beim Karlsruher SC ein dritter Profi binnen zehn Tagen mit dem Coronavirus infiziert hat, befinden sich Mannschaft sowie Trainerteam auf Anordnung des Gesundheitsamtes bis zum 20. April in Quarantäne. Nun stellt sich allerdings die Frage, ob der KSC gegen das Hygienekonzept der DFL verstoßen hat.

Nach Corona-Quarantäne: Hat der Karlsruher SC gegen das Hygienekonzept verstoßen?

„Die Spieler hatten mehrere Trainings sowie eine Besprechung absolviert, in der keine Masken getragen wurden. Es gab viele Kontaktsituationen, so dass wir entschieden haben, sämtliche Kontaktpersonen unter Quarantäne zu stellen“, erklärt Ulrich Wagner, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes Karlsruhe, gegenüber der „Stuttgarter Zeitung“ die Entscheidung für eine zweiwöchige Quarantäne.

Dem „SWR“ sagt Wagner zudem, „dass es Termine gegeben hat, an denen das ganze Team teilgenommen hat - und auch in einer Form, in der man sagen muss: ohne Schutz.“ Somit könnten zwei Punkte, die im DFL-Hygienekonzept verankert sind, nicht eingehalten worden sein. Nach den Aussagen Wagners wird sich der KSC erklären müssen, sonst drohen wohl Konsequenzen.

Karlsruher SC muss nach weiterem Corona-Fall in Quarantäne – Terminengpass droht

Erstmeldung: Die Mannschaft des Karlsruher SC geht nach einem weiteren Corona-Fall für 14 Tage in Quarantäne. Das hat der Klub am Dienstag in Absprache mit dem Karlsruher Gesundheitsamt beschlossen. Zuvor hatte die turnusmäßige PCR-Testung einen weiteren positiven Befund in der Mannschaft ergeben, schon Anfang April hatte der KSC zwei Fälle gemeldet.

Ziel der Quarantäne ist es, „ein weiteres Ausbreiten der Infektion zu verhindern“, sagt Oliver Kreuzer, Geschäftsführer Sport. Die Quarantäne gilt für den kompletten Kader. Einzig die Spieler, die zuletzt nicht im Mannschaftskreis trainiert haben, sind davon nicht betroffen.

Die Quarantäne gilt bis zum 20. April. Der Klub wird nun bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) beantragen, die Partien gegen Fortuna Düsseldorf (10.4.), Erzgebirge Aue (17.4.) und den Hamburger SV (20.4.) zu verschieben. Damit deutet sich allerdings ein erhebliches Terminproblem an. Eventuell muss der KSC zwischen dem vorletzten (16.5.) und dem letzten (23.5.) Spieltag unter der Woche antreten. Mit acht Punkten Rückstand auf Platz zwei hat Karlsruhe noch eine kleine Aufstiegschance. Der namentlich nicht genannte Spieler weise „keine Symptome“ auf, teilte der KSC weiter mit. (dpa)

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