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Kommt Boris Becker im November aus dem Gefängnis? Das sagt sein Anwalt

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Von: Marco Büsselmann

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Seit über sechs Monaten sitzt Boris Becker wegen Insolvenzverschleppung im Gefängnis in London. Könnte die Tennis-Legende bereits im November entlassen werden? Das sagt sein Anwalt:

Boris Becker ist Ende April wegen Insolvenzverschleppung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Derzeit sitzt der gebürtige Leimener seine Strafe im rund 70 Kilometer von London entfernten Huntercombe-Gefängnis ab, die ersten Wochen hat er im Wandsworth-Gefängnis - welches unter eine weitaus höhere Sicherheitsstufe fällt - im Londoner Süden verbracht.

Boris Becker sitzt seit über einem halben Jahr im Gefängnis

Insgesamt befindet sich Becker seit mittlerweile über einem halben Jahr hinter Gittern. Laut Beckers Anwalt Christian-Oliver Moser geht es ihm derzeit „den Umständen entsprechend gut“. Becker füge „sich konstruktiv in den Gefängnisalltag ein“, erklärt Moser gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Wie englische Medien nun spekulieren, könnte der sechsmalige Grand-Slam-Sieger bereits im November das Gefängnis verlassen und nach Deutschland abgeschoben werden. Beim Urteil hieß es, Becker könnte nach 15 Monaten voraussichtlich auf Bewährung aus der Haft entlassen werden. Eine Abschiebung nach Deutschland wäre nach britischem Recht möglich.

Becker-Prozess in London
Boris Becker sitzt derzeit im Gefängnis. © Kirsty O'connor/dpa

Kommt Boris Becker im November aus dem Gefängnis? Anwalt äußert sich

Wie britische Medien zudem schreiben, würde Becker dann auf freien Fuß gesetzt werden, weil das deutsche Strafrecht milder sei. Die Tennis-Ikone besitzt die deutsche, aber nicht die britische Staatsbürgerschaft.

Und was sagt Beckers Anwalt zu den Spekulationen? „Jegliche Spekulationen darüber, wann unser Mandant das Gefängnis verlassen kann, verbieten sich derzeit. Ebenso ist derzeit unklar, ob und gegebenenfalls wann er nach Deutschland abgeschoben wird. Es gibt auch hier keine konkreten Daten“, erklärt Moser gegenüber der Bild-Zeitung. Zudem führe er „als deutscher Rechtsanwalt keinerlei Verhandlungen mit englischen Behörden.“ (mab)

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