Endlich die ersehnte Medaille

Paralympics: Fleig beendet "Männerfluch" im deutschen Team

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Die Freude nach seinem Sieg war bei Martin Fleig grenzenlos.

Erleichterung bei den deutschen Herren und grenzenlose Freude bei Martin Fleig. Im Biathlon holte er die erste Herren-Medaille für Deutschland seit 2010.

Martin Fleig hat bei den Paralympics in Pyeongchang den deutschen "Männerfluch" nach über acht Jahren und einem deutlichen "0:29" endlich beendet. Der 28-Jährige aus Freiburg gewann am Freitag Gold im Biathlon über 15 km und damit die erste Medaille für einen Mann im Team des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) seit Vancouver 2010.

Gerd Schönfelder, mit 16-mal Gold der erfolgreichste Wintersportler bei Paralympics, war der letzte deutsche Medaillengewinner vor exakt 2918 Tagen gewesen. Am 20. März 2010 hatte er die Super-Kombination gewonnen. Danach hatte es 29 Medaillen in Serie für die Frauen um Anna Schaffelhuber und Andrea Eskau gegeben.

"Der Männerfluch ist jetzt erst einmal erledigt, aber wir haben im Moment eben diese Topathletinnen", sagte DBS-Vizepräsident Karl Quade. Der Sieg sei "umso schöner", meinte Fleig, nachdem er den Bann gebrochen hatte. Aber, so fügte auch er an, "wir haben eben starke Frauen im Team".

Martin Fleig in der Loipe von Pyeongchang.

In Vancouver hatte Verena Bentele am Schlusstag (21. März 2010) noch Gold gewonnen. Auch in Sotschi 2014 waren alle 15 deutschen Medaillen auf das weibliche Konto gegangen. In Pyeongchang holten die Frauen 13-mal Edelmetall, bis Fleig triumphierte.

In Südkorea hat das deutsche Team bisher sechsmal Gold durch Eskau (2), Schaffelhuber (2), Anna-Lena-Forster und Fleig gewonnen. Dazu kommt siebenmal Silber durch Andrea Rothfuss, die alleine viermal Zweite wurde, Schaffelhuber und Eskau (2). Clara Klug holte zudem Bronze.

SID 

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