Double-Traum geplatzt

Pokalaus gegen Flensburg! Löwen-Trauma geht weiter

+
Die Rhein-Neckar Löwen verlieren den packenden Pokal-Krimi gegen Flensburg.

Hamburg – Es ist einfach nicht zu glauben! Die Rhein-Neckar Löwen sahen schon wie der sichere Sieger aus, gehen im Pokal-Halbfinale gegen Flensburg aber als Verlierer vom Parkett.

Der Pokal-Fluch hält an! Auch bei der neunten Teilnahme am Final Four um den DHB-Pokal gehen die Rhein-Neckar Löwen leer aus. Wie in den beiden Jahren zuvor scheitert der Vizemeister an der SG Flensburg-Handewitt. Die Entscheidung ist erst in der Verlängerung gefallen.

Flensburg zur Pause vorne, Appell von Gensheimer

Nach nervösen Anfangsminuten finden die Rhein-Neckar Löwen, bei denen Stefan Kneer den angeschlagenen Gedeon Guardiola ersetzt, eigentlich ganz gut in die Partie, erspielen sich nach zehn Minuten eine 6:3-Führung, können sich aber in der Folgephase nicht absetzen. Oftmals ist für den Bundesliga-Spitzenreiter bei Abwehrhühne Tobias Karlsson oder SG-Keeper Mattias Andersson Endstation. 

Die Flensburger, die erst am Mittwoch das bittere Aus in der Champions League wegstecken mussten, gehen zwar teilweise sehr ruppig zu Werke, lassen im Gegensatz zu den Gelbhemden vorne nur wenige Chancen liegen. Zur Pause führen die Norddeutschen knapp mit 14:12.

Wie zu erwarten sehen die Zuschauer in der Barclaycard-Arena ein intensives Halbfinale. Auch in den Auszeiten wird deutlich, um was es geht. Besonders deutlich wird dies, als Löwen-Kapitän Uwe Gensheimer, der vor seinem Abschied nach Paris noch unbedingt das Double holen möchte, noch einmal ausdrücklich an den Kampfgeist seiner Mannschaftskollegen appelliert.

Mit du Rietz kommt der Aufschwung

Das Team von Ljubomir Vranjes macht den Löwen das Leben auch im zweiten Durchgang schwer und hält zunächst konstant die Zwei-Tore-Führung. Die Badener beißen sich aber zurück ins Spiel und erkämpfen sich über den treffsicheren Uwe Gensheimer 17 Minuten vor Schluss eine 18:17-Führung. Ein entscheidender Faktor in dieser Phase ist Kim Ekdahl du Rietz, der das Spiel der Löwen deutlich stabilisiert.

„Leute, das ist unser Ding!“, schwört Gensheimer die Löwen noch einmal auf die letzten 30 Sekunden der Partie ein, doch die Flensburger erzwingen praktisch mit dem Schlusspfiff nach einem Siebenmeter von Anders Eggert doch noch das 26:26 und somit die Verlängerung.

In einer extrem nervenaufreibenden Verlängerung behält Flensburg nicht nur die Nerven, sondern am Ende auch tatsächlich die Oberhand. Mit 31:30 setzt sich die SG durch und beendet wieder einmal alle Pokalträume der Rhein-Neckar Löwen.

Im Finale am Sonntag, 1. Mai, um 15 Uhr geht es für Flensburg entweder gegen den Bergischen HC oder den SC Magdeburg.

nwo

Quelle: Mannheim24

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare