Titel trotzdem fast weg

Myrhol-Gala befördert Eulen in die zweite Liga

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Bjarte Myrhol trifft bei seinem letzten Spiel in der SAP Arena gleich sechsmal.

Mannheim - Am Tag der Abschiede lassen die Rhein-Neckar Löwen der TSG Lu-Friesenheim beim 37:21-Sieg keine Chance. Die erste Meisterschaft der Badener bleibt dennoch utopisch.

Die Löwen beginnen von der ersten Sekunde an konzentriert und feuern gegen die überforderten Gäste von der TSG Ludwigshafen-Friesenheim ein wahres Offensivfeuerwerk ab. 

Passend zum Abschied macht Bjarte Myrhol den ersten Treffer des Abends. Der Norweger verlässt die Gelbhemden nach der Saison in Richtung Dänemark (wir berichteten). Bereits nach knapp sieben Minuten haben sich die Löwen eine klare 5:0-Führung erspielt. Eulen-Coach Thomas König zieht dementsprechend früh die erste Auszeit. 

(Hier Fotos von der stimmungsvollen Abschiedszeremonie am Ende des Spiels)

Stimmungsvoller Abschied der Rhein-Neckar Löwen

Und diese zeigt kurzfristig tatsächlich Wirkung. Die Ludwigshafener wachen in der Offensive auf, liegen aber nach 20 Minuten letztlich weiter klar mit sieben Toren hinten, da das Team von TrainerNikolaj Jacobsen das Tempo nach wie vor hochhält. Auch Dank der drei Tore des Schweizers Andy Schmid, der im ersten Durchgang bester Werfer ist, gehen die Gelbhemden mit einer verdienten 16:8-Führung in die Pause.

Myrhol dreht auf

Vor den 8.204 Zuschauern in der SAP Arena lassen die Löwen auch nach dem Seitenwechsel nicht nach. Allen voran Bjarte Myrhol will sich bei den Fans mit einer guten Leistung verabschieden und baut den Vorsprung der Badener mit seinem vierten Treffer auf 24:10 aus. Auch Bastian Rutschmann, der ebenfalls wechseln wird, bekommt in der zweiten Halbzeit noch einige Minuten Spielzeit vor dem Löwen-Anhang, der wie so oft in dieser Saison für eine hervorragende Stimmung in der Arena sorgt.

Die Partie nimmt auch in der Schlussphase ihren gewohnten Lauf. Die Hausherren lassen die Pfälzer nie wirklich ins Spiel kommen und fahren letztlich einen deutlichen 37:21-Sieg ein. Beste Werfer sind Stefan Sigurmannsson, der vor allem nach der Pause nicht zu halten ist, und Bjarte Myrhol mit jeweils sechs Treffern.

Außer dem Norweger werden nach dem grandiosen Sieg auch Niklas Landin, Bastian Rutschmann, David Schmidt und Roko Peribonio verabschiedet.

THW Kiel strauchelt, fällt aber nicht

Da der THW Kiel trotz zwischenzeitlichem Rückstand sein Auswärtsspiel beim TSV Hannover-Burgdorf 28:26 gewonnen hat, haben die Löwen am letzten Spieltag nur noch eine theoretische Chance auf die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte. 

Am Freitag, 5. Juni, müssten die Badener ihr Gastspiel beim SC Magdeburg gewinnen und der THW gegen den TBV Lemgo verlieren. Zusätzlich dazu haben die Löwen auch noch das klar schlechtere Torverhältnis gegenüber den Norddeutschen.

Die TSG Ludwigshafen-Friesenheim muss indes nach nur einer Saison definitiv den Gang zurück in die zweite Liga antreten und verabschiedet sich am letzten Spieltag vorerst aus Deutschlands höchster Spielklasse.

nwo

Quelle: Mannheim24

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