Klartext-Interview

Löwen-Kapitän Gensheimer: „Man muss auch mal ein Drecksack sein“

Mannheim – Im Podcast der Rhein-Neckar Löwen spricht Handball-Star Uwe Gensheimer über die Vorbereitung, die kommende Saison und sein Image:

Nach langer Pause befinden sich die Rhein-Neckar Löwen auf der Zielgeraden der Saisonvorbereitung. Auch für Kapitän Uwe Gensheimer ist die Situation ungewohnt. „So lange hatte keiner von uns zuvor in seiner Karriere spielfrei“, sagt Gensheimer im Löwen-Podcast „#1team1podcast“.

Rhein-Neckar Löwen: Kapitän Uwe Gensheimer über „neue Position“

Der zweifache Meister hat am Sonntag den BGV Handball Cup gewonnen. Während des Vorbereitungsturniers ist Gensheimer mehrmals auf der Spielmacher-Position zum Einsatz gekommen, was auch Bundestrainer Alfred Gislason zur Kenntnis genommen hat. „In der Tat hat mir Alfred Gislason geschrieben. Er war in der Halle und meinte, ich hätte es gut gemacht auf Mitte. Es hat mir Spaß gemacht, aber wenn alle Jungs wieder fit sind, wandere ich wieder auf Außen.

In dem Podcast, der von Löwen-Hallensprecher Kevin Gerwin moderiert wird, hat sich der gebürtige Mannheimer auch zu seinem Image geäußert. „Den Gegner hier und da aus dem Konzept zu bringen und etwas zu provozieren, gehört dazu. Wenn man immer der nette Schwiegersohn-Typ von nebenan ist, kann man im Profisport nicht erfolgreich sein. Man muss auch mal ein Drecksack sein. Mit immer nur nett und freundlich kommt man im Handballsport nicht weit. Du musst deinem Gegner zeigen, dass du es einfach mehr willst, zu gewinnen“, so Gensheimer.

Rhein-Neckar Löwen: Uwe Gensheimer blickt voraus auf Pflichtspielauftakt

Die Rhein-Neckar Löwen treffen am Dienstag (22. September/18:45 Uhr) in der European-League-Qualifikation auf TTH Holstebro.

Löwen-Kapitän Uwe Gensheimer äußert sich zu seinem Image.

Holstebro wird ein richtiger Gradmesser. Man hat es bei der MT Melsungen gesehen, die ebenfalls gegen eine dänische Mannschaft gespielt haben. Die sind ein Stück weiter und haben bereits mit dem Ligabetrieb begonnen. Das wird eine sehr, sehr schwierige Aufgabe", betont der 33-Jährige. (nwo)

                 

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/dpa

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