Vor Geisterspiel gegen Bremen

Größerer Nachteil? SC Freiburg vermisst seine Fans schon jetzt

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Der SC Freiburg muss für die restliche Saison ohne seine Fans auskommen. 

Wie kaum ein anderer Bundesligist lebt der SC Freiburg von seinen Fans. Aber auch im Schwarzwald-Stadion wird am Wochenende gegen Werder Bremen Leere herrschen.

  • SC Freiburg empfängt am Samstag (23. Mai) Werder Bremen
  • Erstes Geisterspiel im Schwarzwald-Stadion
  • SC-Trainer Christian Streich schmerzen die Heimspiele ohne Zuschauer. 

Die Party zum Abschied aus dem Schwarzwald-Stadion muss der SC Freiburg verschieben. Eigentlich hätte sie am vergangenen Wochenende beim ursprünglich letzten Heimspiel der Saison gegen Schalke steigen sollen. Aber wie allen anderen Bundesligisten fehlen den Breisgauern wegen der Corona-Pause bei der Saisonfortsetzung nun die Fans. 

SC Freiburg vor erstem Geisterspiel gegen Werder Bremen

Angesichts des engen Stadions an der Dreisam schmerzt das die Mannschaft von Trainer Christian Streich ganz besonders. „Uns tun die fehlenden Zuschauer mehr weh als den Top-Mannschaften", meint SC-Trainer Christian Streich vor dem ersten Heimspiel nach dem Re-Start gegen Werder Bremen am Samstag (23. Mai/15:30 Uhr, live im Free-TV).

„Aber wir wollen spielen, als wenn die Hütte voll wäre." Auch die Spieler sehen es als großen Nachteil an, vor leeren Rängen spielen zu müssen. „Wenn man hier ein Tor schießt, bebt das ganze Stadion, die Fans sind außer Rand und Band", sagte Vincenzo Grifo. Auf die Stimmung im 24 000 Zuschauer fassenden Stadion, das bis auf den Gästebereich immer ausverkauft ist, muss die Mannschaft nun verzichten. 

Größerer Nachteil? SC Freiburg vermisst seine Fans schon jetzt

Dafür bleibt es beim etwas zu kurzen und dafür breiteren Spielfeld, für das es seit vielen Jahren eine Ausnahmegenehmigung gibt, und beim leichten Gefälle Richtung Nordtribüne. „Dass man jeden Zentimeter kennt, und dass man ein Heimatgefühl hat", empfindet Nils Petersen weiterhin als Vorteil. Die Gewöhnung an die klimatischen Bedingungen in Freiburg, wo es im Mai und Juni teilweise schon deutlich wärmer ist als an anderen Bundesligastandorten, könnte ebenfalls dazu zählen, vermutet der 31-Jährige. 

Mit Zuschauern sei das Stadion ein „Hexenkessel", wie der Ex-Nationalspieler mal sagte. Den wird Petersen nun vermissen, „weil wir von unserem Publikum leben". Vor deutlich größeren Schwierigkeiten steht allerdings Petersens Ex-Club Werder. Dass die Bremer akut abstiegsgefährdet sind, bedauert Petersen und wünscht seinem früheren Arbeitgeber den direkten Klassenverbleib. 

SC Freiburg will sich mit Zuschauern aus Schwarzwald-Stadion verabschieden

Schließlich hofft er darauf, dass er sich auch in der kommenden Saison auf das „schönste Auswärtsspiel der Saison" freuen kann. Schöne und emotionale Heimspiele werden die Freiburger in dieser Saison nicht mehr haben. Aber zumindest vor dem Fernseher sollen die Fans Spaß haben. Einen Abschied aus dem alten Stadion wird es dann sicherlich auch noch mit Zuschauern geben, denn keiner wird Interesse daran haben, die neue Arena mit einem Geisterspiel einzuweihen. 

Geplant war der Umzug in das 35 000-Zuschauer-Stadion im Westen der Stadt zur kommenden Saison. Jetzt wird es wegen der Auswirkungen der Corona-Krise vermutlich später fertig, und es gibt auch keine Eile mehr, den ohnehin eng getakteten Terminplan einzuhalten.

dpa

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