Termin-Probleme in der 2. Bundesliga

Sandhausen-Präsident Machmeier über Corona-Chaos: „Vielleicht keine Relegation“

Jürgen Machmeier ist seit über 20 Jahren Präsident des SV Sandhausen.
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Jürgen Machmeier ist seit über 20 Jahren Präsident des SV Sandhausen.

Sandhausen - In der 2. Bundesliga droht aufgrund der Corona-Pandemie ein echtes Termin-Chaos. Nun bezieht Sandhausen-Präsident Jürgen Machmeier Stellung:

Die DFL steht vor schwierigen Wochen. In der 2. Bundesliga sind mit dem SV Sandhausen, dem Karlsruher SC und zum wiederholten Mal Holstein Kiel gleich drei Mannschaft in Corona-Quarantäne. Die beiden kommenden Partien des SVS und des KSC mussten bereits abgesagt werden, die Nachholtermine sind noch nicht bekanntgegeben worden. Es droht ein ähnlicher Fall wie im vergangenen Jahr mit Dynamo Dresden, als aufgrund der Corona-Quarantäne ein sportlich fairer Wettbewerb kaum noch möglich gewesen ist. Das Zeitfenster, in dem die Saison beendet werden muss, ist sehr begrenzt.

SV Sandhausen in Corona-Quarantäne - Jetzt äußert sich SVS-Präsident Jürgen Machmeier

Den SV Sandhausen hat es mit vier Corona-Fällen erwischt. Das Team von Gerhard Kleppinger und Stefan Kulovits ist Tabellenvorletzter und ist akut abstiegsgefährdet. „Wir sind guten Mutes, dass wir die Quarantäne gut überstehen“, gibt sich SVS-Präsident Jürgen Machmeier im Interview mit dem Deutschlandfunk dennoch zuversichtlich.

Sollte es noch weitere Teams erwischen, bringt Machmeier die Idee ins Spiel, die Relegation auszusetzen. „Man muss sich mit ein bisschen Fantasie überlegen, wie wir die Saison zu Ende spielen. Ich denke, da können wir kreativer sein als im letzten Jahr. Für mich gilt es, die Runde zu Ende zu Spielen. Vielleicht gibt es dann auch keine Relegation“, so Machmeier, der das Ziel hervorhebt, dass es am Ende der Spielzeit „eine ordentliche Abschlusstabelle“ gibt.

SV Sandhausen: Jürgen Machmeier plädiert für „Quarantäne-Trainingslager“

Der Präsident des SV Sandhausen, der zugleich Mitglied im DFL-Aufsichtsrat ist, setzt sich zudem dafür ein, dass die Mannschaft für die letzten Spiele wie im Vorjahr ein „Quarantäne-Trainingslager“ durchführen. „Die Spieler in den ersten drei Ligen verdienen sehr viel Geld, die Familien leben vom Fußball. Da müssen wir auch persönliche und private Einschränkungen hinnehmen“, sagt der 60-Jährige abschließend. (nwo) Transparenzhinweis: HEIDELBERG24 ist Medienpartner des SV Sandhausen 1916 e.V.

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