Klare Heim-Niederlage

„Das war der Tiefpunkt“ - SVS nach Aue-Debakel am Boden 

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Sandhausens Trainer Uwe Koschinat (M) spricht nach Spielende mit Sandhausens Rurik Gislason (r) und Philipp Förster

Sandhausen - Bittere Niederlage des SV Sandhausen gegen Erzgebirge Aue. Nach dem Spiel üben sich alle Beteiligten in Durchhalteparolen - nur der Trainer spricht Klartext:

Trainer Uwe Koschinat hat vor dem Spiel noch versucht Zuversicht auszustrahlen: „Die Mannschaft hat total verstanden, dass wir in der Pflicht sind, zu liefern.“ 

Von allen Seiten ist beschworen worden, wie wichtig drei Punkte im Duell gegen den FC Erzgebirge Aue sind, um sich im Abstiegskampf Luft zu verschaffen. 

Denis Linsmayer gibt sich kämpferisch

Am Samstag (2. März) herrscht nach gespielten 90 Minuten totale Ernüchterung am Hardtwald. Ausgerechnet Kapitän Denis Linsmayer leitet bereits in der ersten Minute durch einen kapitalen Schnitzer den frühen Rückstand ein.

Das war ein totaler Blackout. Ich kann mich in meiner doch schon etwas längeren Karriere nicht daran erinnern, dass ich mal solch einen Bock geschossen habe“, ärgert sich Linsmayer nach der Partie. „Das war in allen Belangen ein beschissenes Spiel!“  

Doch von Untergangsstimmung will der zentrale Mittelfeldspieler nichts wissen: „Wenn wir nicht alle an die Wende glauben würden, dann wären wir fehl am Platz. Gegen Magdeburg haben wir in einer Woche das nächste Endspiel.

Otmar Schork will den Kopf nicht in den Sand stecken

„Die Mannschaft saß brutal niedergeschlagen in der Kabine und wir müssen uns jetzt erst einmal wieder sammeln“, beschreibt Otmar Schork die Stimmung nach dem Spiel.

Genau wie Kapitän Linsmayer will der Geschäftsführer Sport von einer Vorentscheidung nichts wissen: „Ich bin nach wie vor zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir es noch schaffen können und wir werden mit viel Ehrgeiz nach Magdeburg fahren.“ 

Fotos von der SVS-Niederlage gegen Aue

Gleichsam übt sich Neuzugang Dennis Diekmeier in Durchhalteparolen und fordert einen Sieg im nächsten Auswärtsspiel: „Aber am nächsten Wochenende wartet ein sehr wichtiges Spiel und wir müssen alles dafür tun, dass wir in Magdeburg drei Punkte holen.“

Uwe Koschinat sieht den Tiefpunkt erreicht

Einzig der Hauptverantwortliche, der Mann auf der Trainerbank - Uwe Koschinat - zieht nüchtern Bilanz und lässt etwas Resignation durchblicken:  „Wir haben diese Woche nichts unversucht gelassen, die Mannschaft nicht nur strategisch auf dieses Spiel vorzubereiten, sondern im hohen Maße auch zu emotionalisieren.“

„Aber Tatsache ist, dass es uns weder gelungen ist, eine gute Spielstruktur auf den Platz zu bringen, noch läuferisch dagegenzuhalten, bemängelt der 47-Jährige. 

Abschließend geht der Übungsleiter mit seiner Mannschaft ungewohnt hart ins Gericht: „Am Ende hat man gemerkt, dass einige Spieler unheimlich mit sich selbst zu tun haben und, dass wir wahnsinnig viele falsche Entscheidungen getroffen haben. Insofern ist das 0:3 in der Höhe leider absolut verdient und der Tiefpunkt.“

Diese Analyse ist mit Sicherheit der massiven Enttäuschung unmittelbar nach dem Spiel geschuldet. Nichtsdestotrotz wird man den Eindruck nicht los, dass der Coach sein Pulver verschossen hat und sich langsam Ratlosigkeit breit macht.

Das Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg am kommenden Sonntag (10. März/13:30 Uhr) als ‚Endspiel‘ zu bezeichnen wäre noch untertrieben.

esk 

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Quelle: Mannheim24

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