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Ein Jahr nach SVS-Rückkehr: Schreibt Schwartz seine Erfolgsgeschichte 2.0 weiter?

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Von: Nils Wollenschläger

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Alois Schwartz feiert beim SV Sandhausen sein einjähriges Jubiläum. Mit Blick auf die aktuelle sportliche Situation könnte der Trainer vor einem schwierigen Herbst stehen:

Vor genau einem Jahr hat der SV Sandhausen Alois Schwartz als neuen Trainer vorgestellt. Für den 55-Jährigen ist es bereits die zweite Amtszeit am Hardtwald. Bereits von 2013 bis 2016 feierte Schwartz mit dem SVS in der 2. Bundesliga Erfolge. Als Erfolgsgeschichte entpuppt sich bisher auch die zweite Amtszeit des Fußball-Lehrers.

Trainer Alois Schwartz ist vor einem Jahr zum SV Sandhausen zurückgekehrt

Nach einem schwierigen Start im vergangenen Herbst spielen die Kurpfälzer eine starke Rückrunde und feiern überraschend früh den Klassenerhalt. Die logische Folge: Die Verantwortlichen um Präsident Jürgen Machmeier verlängern den Vertrag des Trainers bis 2024. Man gewinnt den Eindruck: Schwartz und Sandhausen – das passt!

„Er hat der Mannschaft relativ schnell klar gemacht, um was es geht und dass es in der 2. Liga keinen Schönheitspreis zu gewinnen gibt. Es ist immer hypothetisch, aber ich weiß nicht, ob das ein anderer Trainer letztes Jahr so eindrucksvoll hingekriegt hätte. Er hatte auf jeden Fall einen großen Anteil am Klassenerhalt“, sagt der ehemalige Sandhäuser Denis Linsmayer Anfang September im Interview mit HEIDELBERG24.

SV Sandhausen und sein Negativtrend in der 2. Bundesliga

Damit die Erfolgsgeschichte seiner zweiten Amtszeit auch auf Dauer weitergeschrieben wird, benötigt der SVS in der 2. Liga dringend eine Trendwende. Denn: Sandhausen rennt nach einem ordentlichen Saisonstart seinem dritten Saisonsieg hinterher. Seit dem dritten Spieltag haben die Sandhäuser nicht mehr gewinnen können.

Eine der größten Baustellen ist aktuell die Offensive. Nach dem Abgang von Pascal Testroet, der im Sommer zum FC Ingolstadt wechselte, fehlt dem Zweitligisten ein „echter Knipser“. Neuzugang Matej Pulkrab hatte bisher in fast allen seinen Einsätzen eine kämpferisch überzeugende Leistung gezeigt, präsentierte sich aber im letzten Drittel als nicht torgefährlich genug.

SV Sandhausen vor wegweisenden Wochen

Der Tscheche wartet weiter auf seinen ersten Pflichtspieltreffer im Trikot des SVS. Ahmed Kutucu hat bisher sowohl im DFB-Pokal als auch in der Liga jeweils einen Treffer vorzuweisen. Einen Stammplatz hat sich das ehemalige Schalke-Talent bisher aber ebenso wenig erspielt wie Neuzugang Kemal Ademi, der aufgrund von Knieproblemen erst zu einem Kurzeinsatz gekommen ist.

Dass sich der SV Sandhausen im unteren Tabellendrittel wiederfindet, ist für den langjährigen Zweitligisten allein mit Blick auf den Etat wahrlich keine neue Situation. Allerdings: Auch am Hardtwald kann der Druck schnell steigen. Mit Greuther Fürth (1. Oktober) und dem 1. FC Magdeburg (9. Oktober) stehen zwei wegweisende Spiele an. Sollte die Negativ-Serie auch nach der Länderspielpause weitergehen, droht nicht nur der Absturz auf einen Abstiegsplatz, sondern auch ein unruhiger Herbst. (nwo) Transparenzhinweis: HEIDELBERG24 ist Medienpartner des SV Sandhausen 1916 e.V.

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