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Leart Paqarada blickt auf Sandhausen-Zeit zurück – „Gab Höhen und Tiefen“

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Von: Marco Büsselmann

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Wenn der SV Sandhausen am Sonntag den FC St. Pauli empfängt, kommt es zum Wiedersehen mit Leart Paqarada. Im HEIDELBERG24-Interview blickt der Verteidiger zurück:

Sechs Jahre hat Leart Paqarada seine Schuhe für den SV Sandhausen geschnürt, ehe der Linksverteidiger im Sommer 2020 vom Verein aus der 15.000-Seelen-Gemeinde auf den Hamburger Kiez zu Kult-Klub FC St. Pauli gewechselt ist. Keine einfache Umstellung für den 28-Jährigen. „Es hat sicherlich eine Zeit gebraucht“, gibt Paqarada im HEIDELBERG24-Interview zu.

Vom SV Sandhausen zum FC St. Pauli: Leart Paqarada startet durch

Jedoch hat sich der gebürtige Aachener binnen kürzester Zeit zum Leistungsträger entwickelt und ist seit der laufenden Saison gemeinsam mit Jackson Irvine gleichberechtigter Kapitän. Vor dem Wiedersehen am kommenden Sonntag (19. März/13:30 Uhr) blickt Paqarada unter anderem auf seine Zeit in Sandhausen zurück und verrät, warum es bei St. Pauli derzeit so gut läuft.

Vor Wiedersehen mit Sandhausen: St. Pauli-Kapitän Leart Paqarada im HEIDELBERG24-Interview

HEIDELBERG24: Herr Paqarada, Sie spielen mittlerweile ihre dritte Saison beim FC St. Pauli. Wie würden Sie die bisherige Zeit beschreiben?

Leart Paqarada: „Es war ein sehr guter Schritt, den ich damals gegangen bin. Ich fühle mich hier sehr wohl und hatte zum größten Teil eine erfolgreiche Zeit, die ich noch immer sehr genieße.“

HD24: Zuvor haben sie sechs Jahre in Sandhausen verbracht. War das anfangs ein Kulturschock vom ,Dorfklub‘ in eine Millionenstadt wie Hamburg zu wechseln?

Paqarada: „Es hat sicherlich eine Zeit gebraucht. In so einer fußballbegeisterten Stadt war das schon eine Umstellung. Viele Dinge laufen hier nochmal ganz anders als ich sie in Sandhausen kannte. Es ist alles auf sehr hohem Zweitliga-Niveau, hier wird sich wirklich um alles gekümmert. Es ist auch nochmal was anderes, wenn du jede zweite Woche 30.000 Zuschauer im Stadion hast und viele weitere Fans, die außerhalb mitfiebern.“

Leart Paqarada im Trikot des FC St. Pauli.
Leart Paqarada im Trikot des FC St. Pauli. © Daniel Karmann/dpa

Leart Paqarada spricht über aktuellen Erfolgslauf des FC. St. Pauli

HD24: St. Pauli stand nach der Hinrunde kurz vor der Abstiegszone, seit der Amtsübernahme von Fabian Hürzeler folgten sieben Siege in Folge. Warum läuft es unter ihm so gut?

Paqarada: „Er bringt großen Input ein und hat seine eigene Idee. Nicht alles ist ganz anders im Vergleich zur Hinrunde, aber im Detail wurde an einigen Punkten gearbeitet. Wir stehen momentan in der Defensive sehr kompakt und lassen im Normalfall wenig zu. Wir sind sehr variabel und kommen immer besser in die Abläufe und das führt dann zur aktuellen Siegesserie.“

HD24: Könnte da noch was gehen in Richtung Aufstiegsplätze?

Paqarada: „Wir schauen einfach mal und nehmen uns da nichts vor. Wir wollen einfach Punkte einsammeln und dazu noch vernünftigen Fußball spielen, was uns bis jetzt gut gelungen ist. Wohin das noch führt, darüber macht sich im Verein derzeit keiner Gedanken.“

Leart Paqarada hat von 2014 bis 2020 beim SV Sandhausen gespielt.
Leart Paqarada hat von 2014 bis 2020 beim SV Sandhausen gespielt. © Uwe Anspach/dpa

Leart Paqarada blickt auf Zeit beim SV Sandhausen zurück

HD24: Sie haben beim SV Sandhausen ihre ersten Schritte im Profifußball gemacht - wie blicken Sie auf die Zeit zurück?

Paqarada: „Ich hatte sicherlich Höhen und Tiefen beim SVS. Ich bin dem Verein und speziell Otmar Schork (damaliger Sportchef, Anm. d. Red.) und Alois Schwartz (damaliger Trainer, Anm. d. Red.) dankbar, dass ich damals die Chance bekommen habe. Es war sicherlich eine interessante Zeit. Um ehrlich zu sein, habe ich aber mit dem Kapitel mehr oder weniger abgeschlossen. Dort hat sich in der Zwischenzeit vieles verändert, dementsprechend kenne ich auch nicht mehr so viele Leute. Ich verfolge die Spiele auch nicht mehr so intensiv. Der einzige Grund, warum ich sie schaue, ist Erik Zenga, der ein sehr enger Freund von mir ist.“

HD24: Was erwarten Sie für ein Spiel am Sonntag?

Paqarada: „Es wird extrem schwer, für Sandhausen steht einiges auf dem Spiel. Sie werden körperbetont spielen. Ich glaube, dass die Bedingungen an sich auch keine einfachen sind. Aber wir sind gewappnet, es wird ein hochintensives Spiel.“

Leart Paqarada freut sich auf kommende Aufgabe beim 1. FC Köln

HD24: Sie werden ab der kommenden Saison für den 1. FC Köln auflaufen. Wie intensiv beobachten Sie ihren neuen Klub bereits?

Paqarada: „Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich mir die Spiele nicht anschaue. Ich freue mich auf jeden Fall auf Köln, aber genieße auch die Zeit hier extrem. Ich habe hier noch ein paar Ziele und wenn die erledigt sind, ist die Freude auf Köln umso größer.“ (mab)

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