Zu Gast beim Aufstiegsfavoriten

Vor ‚Herkules-Aufgabe': Ton beim SVS wird rauer

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Alois Schwartz erhöht den Druck auf seine Spieler.

Sandhausen – Nach dem deutlichen 1:4 gegen Bielefeld steigt der Druck auf den kriselnden SV Sandhausen. Trainer Alois Schwartz findet vor dem Leipzig-Spiel deutliche Worte.

Die Euphorie nach der starken Hinrunde ist am Hardtwald spätestens seit der 1:4-Schlappe gegen Arminia Bielefeld endgültig verflogen! Auch an SVS-Coach Alois Schwartz geht die Krise (nur sieben Punkte in der Rückrunde) nicht spurlos vorbei. 

Vor dem schwierigen Auswärtsspiel bei RB Leipzig erhöht der 49-Jährige den Druck auf seine Spieler. „Jeder war ein bisschen ratlos, die letzte Konsequenz hat einfach gefehlt. Wir haben vorher viel besprochen, doch wenn das nicht hilft, muss man eben zu anderen Mitteln greifen“, so Schwartz, der auf Veränderungen in der Startelf anspielt. 

Angesprochen auf die schwierige Situation gibt der Nürtinger zu: „Das kränkt mich schon in meiner Ehre, aber wir müssen jetzt den Faden wiederfinden, den wir verloren haben.“

Neben den Verletzten Jovanovic und Kuhn wird der SVS in Leipzig auch auf die gelbgesperrten Klingmann und Kister verzichten müssen. Wer für die Abwehrspieler in die Startelf rückt, hat der Fußball-Lehrer am Mittwoch noch offen gelassen. Es ist aber gut möglich, das Seyi Olajengbesi, der gegen Bielefeld eine Halbzeit gespielt hat, von Anfang an ran darf.

Mit Thiede zum nächsten ‚Wunder von Leipzig‘?

Nun geht es für die Badener also zum scheinbar übermächtigen Aufstiegsaspirant RB Leipzig. Leipzig? Da war doch was? Richtig! In der vergangenen Saison haben die Sandhäuser schließlich sensationell mit 4:0 in der Red Bull Arena gewonnen. Durch den Sieg hat die Schwartz-Elf damals den Klassenerhalt perfekt gemacht, ehe eine Woche später der bittere Punktabzug folgte.

Für einen erneuten Sieg bei den ambitionierten Sachsen müsse laut Schwartz „schon einiges zusammenkommen“, aber die Sandhäuser „hatten letztes Jahr eben schon einmal so einen Freitag in Leipzig, wo alles gepasst hat“. 

Wir wollen diese Herkules-Aufgabe auch diesmal meistern“, betont Schwartz. Dabei helfen könnte Marco Thiede. Der 23-Jährige, der auf den Außenbahnen flexibel einsetzbar ist, hat ausgerechnet beim mittlerweile legendären Sieg im Vorjahr sein bislang einziges Tor für den SVS geschossen. 

RB klarer Favorit

Ein zweites ‚Wunder von Leipzig‘ wäre aus SVS-Sicht der ersehnte Befreiungsschlag nach dieser so enttäuschenden Rückrunde. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt zwar weiterhin acht Punkte, doch der SVS-Coach lässt sich davon nicht blenden: „Natürlich ist der Vorsprung komfortabel, aber ich und die Mannschaft haben ganz klar den Anspruch 40 Punkte zu holen.

Ob der SVS, der seit November auf einen Auswärtssieg wartet, ausgerechnet bei den hochgehandelten Leipzigern, die mit Davie Selke, Emil Forsberg, und Yussuf Poulsen eine brandgefährliche Offensivreihe haben, für eine Überraschung sorgen wird, wird sich am Freitag, 15. April, um 18:30 Uhr zeigen

Wer weiß, vielleicht erlebt der SVS dann wieder einen geschichtsträchtigen Freitagabend in Leipzig...

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nwo

Quelle: Mannheim24

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