Fünfte Zweitliga-Saison in Folge

Der SV Sandhausen im Saisoncheck

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Im Sommer hat der SV Sandhausen einige neue Spieler verpflichtet.

Sandhausen – Die Sommerpause ist vorbei, die 2. Bundesliga startet in die Saison 2016/17! Vor dem Auftakt hat HEIDELBERG24 den SV Sandhausen im Saisoncheck unter die Lupe genommen:

Neue Spieler, neuer Trainer! Beim SV Sandhausen hat sich in der Sommerpause einiges getan. Kurz vor dem Auftaktspiel gegen Fortuna Düsseldorf hat HEIDELBERG24 den Saisoncheck gemacht:

Die Ausgangslage

Der SV Sandhausen steht vor seiner fünften Zweitliga-Saison in Folge. Trotz der Hypothek von drei Minuspunkten hat das Team um Kapitän Stefan Kulovits zuletzt relativ souverän die Klasse gehalten.

Unter Alois Schwartz, der im Sommer den Verein in Richtung Nürnberg verlassen hat, ist in der letzten Saison vor allem der starke Start der Schlüssel zum Erfolg gewesen. Zwischenzeitlich haben die Sandhäuser sogar Tuchfühlung zu den Aufstiegsplätzen gehabt. Auch wenn die Rückrunde enttäuschend verlaufen ist, ist die Saison 2015/16 aus SVS-Sicht ein voller Erfolg gewesen.

Die Vorbereitung

Turbulenter hätte der Start in die Saisonvorbereitung wohl nicht sein können. Trotz seiner Zusage, beim SVS bleiben zu wollen, hat Alois Schwartz einen Tag vor dem Trainingsauftakt seinen Wechsel zum 1. FC Nürnberg verkündet. Das Assistenzteam um Gerhard Kleppinger, Daniel Ischdonat und U23-Trainer Kristjan Glibo hat die Mannschaft zunächst trainiert, bis Anfang Juli schließlich Kenan Kocak vom SV Waldhof als neuer Trainer verpflichtet worden ist.

>>> Alle Ergebnisse der Vorbereitung <<<

Die Testspiele sind in der Summe vielversprechend gelaufen. Der Sieg gegen Augsburg und die couragierte Leistung gegen den Europa-League-Sieger FC Sevilla haben deutlich gemacht, dass in dieser Mannschaft Potenzial steckt. „Wir sind auf einem neuen und guten Weg, der zwar Zeit braucht, aber ich bin sehr optimistisch. Schon in den Testspielen haben wir einige positive Dinge angedeutet“, zieht SVS-Kapitän Stefan Kulovits im HEIDELBERG24-Interview ein positives Fazit nach der Vorbereitung.

Die Neuzugänge

Auch personell hat sich beim SVS einiges getan. So haben Stammspieler wie Innenverteidiger Florian Hübner (Hannover 96) und Sturmtank Aziz Bouhaddouz (FC St. Pauli) den Verein verlassen. Im Defensivverbund haben die Sandhäuser eine gute Mischung gefunden. Der erfahrene Daniel Gordon ist vom Karlsruher SC gekommen und wird Florian Hübner adäquat ersetzen. Die Youngster Tim Knipping und Benedikt Gimber sollen Druck auf die etablierten Innenverteidiger ausüben.

>>> Alle Zu- und Abgänge <<< 

Auch im Mittelfeld hat sich der SVS breiter aufgestellt. Mit Markus Karl ist ein erfahrener Zweitliga-Profi gekommen, der den Konkurrenzkampf in der Mittelfeldzentrale fördern wird. Im Offensivbereich haben sich die Badener beim FSV Mainz II bedient und haben die talentierten Julian Derstroff und Lucas Höler verpflichtet. Beide Spieler müssen sich zwar erst noch an die 2. Bundesliga gewöhnen, könnten sich aber ähnlich positiv entwickeln wie Damian Roßbach, der im vergangenen Jahr ebenfalls aus Mainz an den Hardtwald gewechselt. Mit Richard Sukuta-Pasu hat man außerdem einen bulligen Stoßstürmer verpflichtet, der zwar Erfahrung mitbringt, sich aber bislang in der 2. Bundesliga noch nicht dauerhaft durchgesetzt hat.

Das ist der SVS-Kader 2016/17

Jakub Kosecki ist in der vergangenen Spielzeit einer der Schlüsselspieler am Hardtwald gewesen. Auch wenn der Flügelflitzer in der Rückrunde fast nur verletzt gewesen ist, zu Beginn der Saison hat der Pole seine Klasse gezeigt. Durch seine quirlige Spielweise hat der 25-Jährige die Angreifer Bouhaddouz und Wooten in stark Szene gesetzt. Womöglich wird der SVS auf dieser vakanten Position aber noch einmal auf dem Transfermarkt tätig. Auch eine Rückkehr von Kosecki steht im Raum.

Der Trainer

Kenan Kocak hat die Nachfolge von Alois Schwartz angetreten. Der 35-Jährige, der in den vergangenen drei Spielzeiten erfolgreiche Arbeit beim SV Waldhof geleistet hat, hat im März 2016 seinen Fußball-Lehrer gemacht und wird erstmals in der 2. Bundesliga auf der Trainerbank sitzen. 

Im Vergleich zu seinem Vorgänger verfolgt Kocak eine andere Philosophie und will mit den Sandhäusern offensiveren Fußball spielen. In der Vorbereitung ist zudem deutlich geworden, dass der SVS taktisch deutlich flexibler agiert. Das bewährte 4-2-3-1-System ist nicht in Stein gemeißelt. Dass die Spielweise des SVS künftig nicht so klar auszurechnen sein wird, könnte zu einem großen Vorteil werden. 

„Ich habe eine eigene Linie, die ich knallhart durchziehe. Emotional, leidenschaftlich, unbedingter Siegeswillen, kompakt, mutig, frech - so werden wir auftreten. Wir wollen den Zuschauern Spaß bereiten“, hat Kocak bei seiner Vorstellung angekündigt.

Die Konkurrenz

Durch die Absteiger Hannover 96 und den VfB Stuttgart sowie Aufsteiger wie Dynamo Dresden hat die 2. Bundesliga noch einmal enorm an Qualität hinzugewonnen. 

Das Voting ist vorbei.
Auf welchem Tabellenplatz steht der SV Sandhausen am Ende der Saison 2016/17?
Platz 10-15 (Unteres Mittelfeld)
44.1%
Platz 4-9 (Oberes Mittelfeld)
33.33%
Platz 1-3 (Aufstieg/Relegation)
13.33%
Platz 16-18 (Abstieg/Relegation)
9.23%

Hinzu kommen zahlreiche ambitionierte Traditionsvereine wie 1860 München, der 1. FC Kaiserslautern, der Karlsruher SC, Fortuna Düsseldorf, der VfL Bochum oder der 1. FC Nürnberg, die allesamt oben mitspielen wollen. Die Konkurrenz ist also so stark wie noch nie. 

Die Prognose

Keine Frage, für den SV Sandhausen hat der Klassenerhalt immer die höchste Priorität. Auch wenn die Badener in ihre fünfte Zweitliga-Saison gehen, sind sie erneut klarer Außenseiter und gelten als einer der Abstiegskandidaten.

Sollte die Kocak-Elf allerdings gleich zum Auftakt gegen Fortuna Düsseldorf und Erzgebirge Aue punkten, könnte es zu einer ähnlichen Entwicklung wie im Vorjahr kommen, als sich die Sandhäuser nach einem furiosen Saisonstart zwischenzeitlich oben festgespielt haben.

HEIDELBERG24 meint: Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison sind beim SV Sandhausen gegeben. Das Team um Kapitän Stefan Kulovits sollte einen Platz im Mittelfeld erreichen.

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Transparenzhinweis: HEIDELBERG24 ist Medienpartner des SV Sandhausen 1916 e.V.

nwo

Quelle: Mannheim24

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