Punktabzug durch DFL-Sanktion

Machmeier übernimmt „die volle Verantwortung“

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SVS-Präsident Jürgen Machmeier äußerte sich zur Strafe durch die DFL. (Archivfoto)

Sandhausen - Einen Tag nach dem Punktabzug durch die DFL hat sich der SV Sandhausen öffentlich geäußert. Präsident Jürgen Machmeier gesteht Fehler ein und nimmt die Schuld auf sich.

Am Mittwoch hat der SV Sandhausen anlässlich des Punktabzugs durch die DFL zur Pressekonferenz an den Hardtwald geladen.

Als SVS-Präsident Jürgen Machmeier das Wort ergreift, wird klar, wie schwer die letzten Wochen aufgrund des Lizenzierungsverfahrens der DFL für die Verantwortlichen gewesen sind.

Machmeier gesteht Fehler ein 

„Wir haben die Unterlagen pünktlich eingereicht, doch uns ist ein Fehler unterlaufen.  Ich übernehme die volle Verantwortung“, zeigt sich Machmeier, der seit Oktober 1999 am Hardtwald tätig ist, selbstkritisch. Er verweist dabei auf die Unerfahrenheit des Vereins, der seit 2012 in der zweiten Bundesliga spielt.

Um was es sich bei dem Fehler genau handelt, wird auch nach mehrfachen Nachfragen nicht klar. Christoph Schickhardt, Jurist des SV Sandhausen, spricht von „Bewertungsfragen“, die die Führung des SVS falsch eingeschätzt habe. Dabei geht es thematisch um die Sicherung der Liquidität. Ins Detail geht Schickhardt allerdings nicht, das es sich um ein „Betriebsgeheimnis handle“. So werden auch keine genauen Summen genannt. Laut Machmeier handele es sich aber um „keinen Betrag in Millionenhöhe“.

SVS akzeptiert harte, aber faire Strafe

Schickhardt weist darauf hin, dass ein Einspruch und ein damit verbundener Prozess gegen die Entscheidung der DFL „aussichtslos“ gewesen wäre. Deshalb hat der SVS das Urteil akzeptiert. „Die Entscheidung ist hart und konsequent, aber nicht unfair. Der Verein ist mit einem dunkelblauen Auge davon gekommen“, so Schickhardt.

Es wird jedoch von allen Seiten betont, dass dies der einzige Fehler in den Unterlagen sei und dass sich die DFL in den vergangenen Wochen vor Ort von den guten Bedingungen in Sandhausen überzeugt hat.

Planungen nicht einfach

Da den Sandhäusern auch in der kommenden Saison drei Punkte abgezogen werden, spricht Geschäftsführer Ottmar Schork von „einer Hypothek“ mit Blick auf die Kaderplanungen. Der 57-Jährige betont aber, dass der Großteil der Mannschaft zusammen bleibe.

Schwartz kämpferisch

SVS-Trainer Alois Schwartz gibt sich vor dem Spiel am Sonntag, 17. Mai, gegen Fortuna Düsseldorf kämpferisch. „Das ist für uns alle bitter. Aber jetzt geht es um Fußball. Wir fokussieren uns voll auf Düsseldorf und wollen uns den Klassenerhalt nicht mehr wegnehmen lassen“, so Schwartz.

Nach dem souveränen 4:0-Sieg bei RB Leipzig hat der SVS den Klassenerhalt eigentlich schon sicher gehabt, bis eben zu dem Abzug von drei Punkten durch die DFL. Aufgrund der neuen Situation sind die Badener auf Platz zwölf abgerutscht und haben zwei Spieltag vor Saisonende vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Anpfiff im Hardtwaldstadion ist am Sonntag, 17. Mai, um 15:30 Uhr. Vielleicht kann der SV Sandhausen dann zum zweiten Mal binnen einer Woche den Klassenerhalt feiern.

nwo

 

Quelle: Mannheim24

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