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Erst Selbstkritik, dann Gala-Sieg: Sandhausen meldet sich im Abstiegskampf zurück

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Von: Nils Wollenschläger

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Alexander Rossipal und Daniel Keita-Ruel bejubeln den Sieg gegen Heidenheim.
Alexander Rossipal und Daniel Keita-Ruel bejubeln den Sieg gegen Heidenheim. © Uwe Anspach/dpa

Sandhausen - Der SV Sandhausen atmet auf: Nach fünf Pflichtspielen ohne Sieg gelingt gegen Heidenheim der ersehnte Befreiungsschlag. Die Stimmen zum Spiel:

Der Freitagabend im BWT-Stadion am Hardtwald begann mit Selbstkritik. Vor der Partie gegen den 1. FC Heidenheim hat SVS-Präsident Jürgen Machmeier am Sky-Mikrofon Fehler bei der Kaderzusammenstellung eingeräumt.

SV Sandhausen geling Befreiungsschlag gegen Heidenheim: Stimmen zum Spiel

Ich denke, dass das Hauptproblem ist, dass wir vielleicht zu viele Häuptlinge geholt haben, zu wenige Indianer“, sagt Machmeier und fügt hinzu: „Die Spieler, die sozusagen von oben kommen, die haben noch nicht verinnerlicht, was das SV-Gen ist, was man hier abliefern muss. Wir bekommen nirgends was geschenkt. Wir müssen uns alles hart erarbeiten.“ Machmeier nimmt sich dabei selbst in die Pflicht: „Man muss zugeben: Wir wollten wahrscheinlich zu viel.“

Knapp zwei Stunden später ist die Gemütslage des SVS-Präsidenten deutlich besser. Der SV Sandhausen zeigt gegen den 1. FC Heidenheim seine bisher beste Saisonleistung und gewinnt am Ende klar mit 4:0 (2:0). Julius Biada (9.), Nils Röseler (32.), Alexander Rossipal (59.) und Kevin Behrens (82.) haben die Tore für die Kurpfälzer erzielt, die nach dem Platzverweis von Kevin Sessa ab der 23. Minute in Überzahl gewesen sind.

SV Sandhausen: Dennis Diekmeier lobt Teamleistung

Ich hatte schon in den letzten Tagen ein gutes Gefühl entwickelt, da es gute Gespräche gab und viele gute Dinge veranlasst und durchgezogen worden sind. Heute war von Anfang an Energie in der Mannschaft. Da müssen wir jetzt dranbleiben“, resümiert Machmeier, der in der kommenden Woche seinen 60. Geburtstag feiert.

In der Tat sind die Sandhäuser von Beginn an spielbestimmend und setzen die Heidenheimer, gegen die es zuvor seit 2009 keinen Heimsieg gegeben hat, unter Druck. „Es waren alle füreinander da. So muss das in dieser Phase auch sein. Dieser Schritt heute war nach den letzten Wochen sauwichtig!“, zeigt sich Kapitän Dennis Diekmeier zufrieden.

SV Sandhausen schlägt Heidenheim: 1. Heimsieg für Schiele

Nach fünf Pflichtspielen ohne Sieg und Tor verschafft sich Sandhausen etwas Luft im Abstiegskampf und klettert zumindest vorübergehend auf Platz 15. Auch Trainer Michael Schiele ist nach seinem ersten Heimsieg als SVS-Coach erleichtert. „Ich bin natürlich erleichtert. Wir sind alle in den letzten Wochen ruhig geblieben. Die Mannschaft hat sich den Sieg verdient“, so Schiele. (nwo) Transparenzhinweis: HEIDELBERG24 ist Medienpartner des SV Sandhausen 1916 e.V

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