Ganzkörperkontrollen

SVS äußert sich zu schweren Vorwürfen von KSC-Fans

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Sandhausen – Nach der Partie gegen den SV Sandhausen haben Fans des Karlsruher SC die Kontrollen im BWT-Stadion am Hardtwald kritisiert. Das sagt der SVS zu den Vorwürfen:

Der Fan-Dachverband „Supporters Karlsruhe“ hat schwere Vorwürfe gegen den SV Sandhausen erhoben. Der Grund sind die Einlasskontrollen vor der Partie am vergangenen Sonntag

„Bei unserem Auswärtsspiel am vergangenen Sonntag in Sandhausen wurden aus unserer Sicht im Rahmen der Einlasskontrollen deutliche Grenzen überschritten. Die Polizei Mannheim sprach hierbei, bspw. gegenüber Sport1, von "intensiveren Kontrollen", die sich als nichts anderes als sogenannte Nackt- oder Ganzkörperkontrollen herausgestellt haben. Auch die Würde eines Fußballfans ist unanTASTBAR. Darum ist diese Art der Kontrolle für uns in keinster Weise akzeptabel. Der SV Sandhausen als Hausherr erlaubte, dass auf deren privatem Gelände entsprechende Nacktkontrollen durch den Sicherheitsdienst erfolgten. Willkürlich wurden einzelne Personen ("Kind & Kegel") nach den normalen Einlasskontrollen herausgezogen und in den aufgebauten Zelten der Ganzkörperkontrolle unterzogen. Die Rahmenbedingungen sind gleichwohl als grenzwertig zu bezeichnen. Mehrere sich untereinander fremde Personen wurden dazu aufgefordert sich in einem nicht blickdichten Zelt, barfuß auf blankem Boden voreinander zu entkleiden. In Einzelfällen liegen uns Beschwerden vor, bei denen sich die Kontrolle bis in den Intimbereich bewegte“, heißt es in einer Erklärung, die der Fan-Dachverband abgegeben hat. 

Rund 200 KSC-Ultras sind vor dem Spiel mit einer Polizeieskorte von St. Ilgen zum Stadion begleitet worden. Nachdem die Ultras von den Einlasskontrollen erfahren haben, haben sie wieder die Heimreise angetreten.

Wie reagiert der SV Sandhausen auf die Vorwürfe? 

SVS-Pressesprecher Markus Beer hat am Mittwoch Stellung bezogen. „Wir sind davon überzeugt, dass die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, richtig waren. Diese Art von Kontrollen haben nicht wir erfunden. Das gibt es in mehreren Stadien, wenn es erforderlich ist“, sagt Beer und fügt hinzu: „Dass das für den ein oder anderen Fan ungewohnt ist, wissen wir auch, aber die Vorfälle im Vorjahr und in Stuttgart haben uns dazu bewogen, diese Maßnahmen zu ergreifen.

Laut Beer sollen einige KSC-Fans in der Nacht vor dem Spiel versucht haben, Gegenstände im Gästebereich zu deponieren. Als die Nachtwache des Sicherheitsdienstes aufmerksam geworden ist, haben die Fans die Flucht ergriffen.

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nwo

Quelle: Mannheim24

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