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Sandhausen kassiert historisches Heim-Debakel – Schwartz entschuldigt sich bei Fans

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Von: Marco Büsselmann

Sandhausen-Trainer Alois Schwartz hat ein bitteres Heimdebüt erlebt.
Sandhausen-Trainer Alois Schwartz hat ein bitteres Heimdebüt erlebt. © Uwe Anspach/dpa

Das Heimdebüt von Alois Schwartz als Trainer des SV Sandhausen endete mit einer herben Enttäuschung. Das haben die Verantwortlichen nach dem Debakel gegen Darmstadt gesagt:

Es war sicherlich ein besonderer Moment für Alois Schwartz an diesem letztlich rabenschwarzen Sonntagnachmittag: Um 13:25 Uhr stand der 54-Jährige erstmals seit dem 8. Mai 2016 wieder als Trainer des SV Sandhausen an der Seitenlinie im BWT-Stadion am Hardtwald. Am vorletzten Spieltag der Saison 15/16 – Schwartz‘ bis dato letztem Heimspiel – gab es ein unbedeutendes 2:2 gegen den MSV Duisburg, da der SVS bereits den Klassenerhalt perfekt gemacht hat. Mit jenem Ergebnis wäre der Fußballlehrer bei seiner Rückkehr wohl hochzufrieden gewesen.

PartieSV Sandhausen – SV Darmstadt 98 1:6 (1:2)
SV SandhausenDrewes - Ajdini, Höhn, Zhirov, Sicker - Bachmann, Ritzmaier, Esswein, Ouahim (46. Soukou) - Benschop (60. Zenga), Keita-Ruel (60. Testroet)
Darmstadt 98Schuhen - Bader, Isherwood, P. Pfeiffer, Holland - Gjasula, Kempe (73. Berko), Honsak (67. Karic), Goller - P. Tietz (73. Stanilewicz), L. Pfeiffer (67. Seydel)
Tore0:1 Tietz (2.), 1:1 Esswein (19.), 1:2 Pfeiffer (35.), 1:3 Goller (47.), 1:4 Pfeiffer (57.), 1:5 Tietz (59.), 1:6 Karic (73.)

SV Sandhausen stellt gegen Darmstadt 98 Heim-Negativrekord ein – Schwartz entschuldigt sich bei Fans

Schwartz erlebte letztlich ein Horror-Heimdebüt. Die Kurpfälzer gingen sang- und klanglos mit 1:6 gegen Darmstadt 98 unter. Während die Lilien vor über 1.000 mitgereisten Anhängern ihren ersten Auswärtssieg in dieser Saison feierten, hat Sandhausen eine seiner höchsten Heimniederlagen in der 2. Bundesliga kassiert. Im November 2012 gab es gegen den späteren Aufsteiger Hertha BSC das gleiche Ergebnis.

Der SV Sandhausen unterliegt Darmstadt 98.
Der SV Sandhausen unterliegt Darmstadt 98. © Uwe Anspach/dpa

„Ich habe mir mein erstes Spiel hier wieder am Hardtwald natürlich anders vorgestellt“, erklärt Schwartz nach Abpfiff. Vor allem mit dem Auftritt seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit hadert der Wahl-Mannheimer. „Wir müssen uns für die zweiten 45 Minuten bei unseren Fans entschuldigen. Es war fast keine Gegenwehr vorhanden, wir wurden im eigenen Stadion vorgeführt.“

SV Sandhausen enttäuscht gegen Darmstadt 98 – „So kann man in der 2. Liga nicht bestehen“

Mikayil Kabaca sieht dies ähnlich. „Über die zweite Hälfte muss man keine Worte verlieren. So kann man in der 2. Liga nicht bestehen“, erklärt Sandhausens Sportchef. Auffällig: Leidenschaft, Kampfbereitschaft und Bissigkeit – Attribute aus der Hannover-Partie – waren über die gesamte Spieldauer kaum bis gar nicht zu sehen. „Es war, verglichen mit dem Spiel in Hannover und mit den Leistungen im Training, eine Riesendiskrepanz“, stellt Schwartz fest.

Auch die Sandhäuser Anhänger haben ihr Team nicht mehr wiedererkannt. Entsprechend laut waren die Pfiffe, als die SVS-Profis nach Abpfiff in Richtung des Heimblocks marschiert sind. Für Schwartz geht es nun darum, die Länderspielpause zu nutzen, um seine Mannschaft besser kennenzulernen. Schließlich hat diese nun zwei völlig unterschiedliche Auftritte gezeigt. (mab) Transparenzhinweis: HEIDELBERG24 ist Medienpartner des SV Sandhausen 1916 e.V

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