Vor Saisonstart

Sandhausen-Urgestein Linsmayer im Interview: „Wollen den nächsten Schritt gehen“

Denis Linsmayer steht beim SV Sandhausen vor seiner achten Saison.
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Denis Linsmayer steht beim SV Sandhausen vor seiner achten Saison.

Sandhausen – Vor dem Saisonstart spricht Sandhausen-Profi Denis Linsmayer im Interview über die Vorbereitung, die kommende Saison und die Corona-Zeit.

Mit fast 29 Jahren zählt Denis Linsmayer beim SV Sandhausen zu den Führungsspielern. Der Mittelfeldspieler steht bereits vor seiner achten Saison im SVS-Trikot. Im Interview mit HEIDELBERG24 spricht Linsmayer über die Vorbereitung, die bevorstehende Saison und die Corona-Zeit.

NameDenis Linsmayer
Geboren19. September 1991
GeburtsortPirmasens
PositionDefensives Mittelfeld
Beim SV Sandhausen seit1. Juli 2013

SV Sandhausen: Denis Linsmayer im HEIDELBERG24-Interview

HEIDELBERG24: Am Sonntag findet das erste Pflichtspiel der Saison statt. Wie lief die Vorbereitung?

Denis Linsmayer: „Wir haben gut gearbeitet und hatten eine positive Vorbereitung, in der wir von großen Verletzungen verschont geblieben sind. Die Neuzugänge sind wie jedes Jahr super aufgenommen worden. Wir ältere Spieler haben es ihnen leicht gemacht, aber sie wiederum auch mit ihrer offenen und ruhigen Art.

HD24: Was ist das Geheimrezept, warum sich die Neuzugänge in Sandhausen immer so schnell integrieren?

Linsmayer: „Sowohl damals bei Otmar Schork als auch jetzt bei Mikayil Kabaca wird viel Wert darauf gelegt, dass die Jungs charakterlich einwandfrei sind. Alles andere würde auch nicht zu dem Verein und Standort Sandhausen passen. Jeder Spieler, der hierher kommt, weiß, worauf er sich einlässt und dass dieser Standort im Profifußball ein besonderer ist. Es ist ruhig, familiär und es gibt keinen großen Spielraum, nach links oder rechts wegzudriften.

HD24: Vor zwei Jahren war oft davon die Rede, dass man den besten Kader der Vereinsgeschichte hat. Wie schätzen Sie die Kaderstärke vor der neuen Saison ein?

Linsmayer: „Ich tue mir schwer damit. Letztlich muss es auf dem Platz harmonieren. Vor zwei Jahren habe ich mich ein bisschen aus dem Fenster gelehnt und mich locken lassen. Dann haben wir die schwächste Saison gespielt seit ich hier bin. Deshalb bin ich jetzt ein bisschen vorsichtiger. Wir haben den Kern der Mannschaft, der letztes Jahr gut funktioniert hat, zusammengehalten und ich bin guten Mutes, dass wir einen guten Kader haben.

HD24: Die Vereinsführung hat einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel ausgegeben. Wie sieht die Mannschaft das?

Linsmayer: „Uns ist allen klar, dass wir in den letzten Jahren oft einen einstelligen Tabellenplatz im Saisonendspurt leichtfertig verspielt haben. Ich denke da zum Beispiel an die Niederlage gegen Dresden in der vergangenen Saison. Wir wollen jetzt noch mehr Konstanz in unsere Leistung und Ergebnisse bekommen und wollen zwangsläufig den nächsten Schritt gehen."

SV Sandhausen in der Saison 2020/21

Aleksandr Zhirov
Aziz Bouhaddouz
Diego Contento
Alexander Rosspial
SV Sandhausen in der Saison 2020/21

HD24: Wie schätzen Sie die 2. Bundesliga in diesem Jahr ein?

Linsmayer: „Das Teilnehmerfeld rückt immer enger zusammen. Vereine wie Hannover 96 oder der Hamburger SV gehören normalerweise nicht in die 2. Bundesliga. Dazukommen Düsseldorf und Paderborn, die abgestiegen sind. Auch Bochum und Nürnberg können oben mitspielen. Ich sehe nicht diesen einen Topfavoriten, das Feld ist extrem eng. Das wird bis zum Schluss ein Hauen und Stechen - in beide Richtungen.

HD24: Wie haben Sie die vergangenen Monate in der Corona-Krise erlebt?

Linsmayer: „Es war schon eine verrückte Zeit, in der man sich viele Gedanken macht. Bei mir persönlich gab es den schönen Nebeneffekt, dass wir zu Beginn der Corona-Zeit nochmal Nachwuchs bekommen haben. Da hatte ich dann während des Hometrainings ein bisschen Elternzeit. Ich muss zugeben, dass ich mit Blick auf den Restart skeptisch und nicht der größte Befürworter war. Aber man muss sagen, dass die DFL wirklich ein sehr gutes Konzept vorgelegt hat und im Endeffekt nicht wirklich etwas passiert ist. Es hat sich gezeigt, dass man den Sport trotzdem ausüben kann, wenn man sich an gewisse Regeln hält. Ohne Zuschauer ist es etwas ganz anderes, aber auch daran hat man sich schnell gewöhnt. Natürlich wünsche ich mir dennoch die Fans zurück.

HD24: Ihr früherer Mitspieler Manuel Stiefler hat beim Karlsruher SC noch keinen neuen Vertrag erhalten und durchlebt keine einfache Zeit. Haben Sie momentan Kontakt zu ihm?

Linsmayer: „Wir schreiben viel und haben kürzlich länger telefoniert. Es tut mir wahnsinnig leid für ihn. Ich bin bei den Interna des KSC nicht ganz so drin, aber ich drücke ihm die Daumen. Gerade als Familienvater ist das keine einfache Situation."

Am Sonntag (13. September/15:30 Uhr) treffen Linsmayer und der SV Sandhausen im DFB-Pokal auswärts auf den TSV Steinbach Haiger. (nwo) Transparenzhinweis: HEIDELBERG24 ist Medienpartner des SV Sandhausen 1916 e.V.

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