Einzug ins Achtelfinale

SVS nach Pokal-Wahnsinn: „Das war herausragend!“

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Pokal-Held Marco Knaller feiert das Weiterkommen.

Freiburg – Dieser Pokal-Krimi hat alles gehabt! Spannende und torreiche 120 Minuten, einen großen Aufreger und im Endeffekt EINE große Überraschung. Die Stimmen zum SVS-Sieg in Freiburg:

Zum dritten Mal in seiner 100-jährigen Vereinsgeschichte ist der SV Sandhausen ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. UND WIE!

Beim Bundesliga-Aufsteiger SC Freiburg hat der SVS nach dem frühen Gegentor das Heft des Handelns in die Hand genommen und hat aus dem 0:1-Rückstand eine verdiente 3:1-Führung gemacht. 

Schiedsrichter entschuldigt sich

Dass die Breisgauer letztlich noch die Verlängerung erzwungen haben, ist zum einen dem eingewechselten SC-Regiesseur Grifo und zum anderen einer gravierenden Fehlentscheidung von Schiedsrichter Tobias Stieler zuzuschreiben. Durch den mehr als fragwürdigen Elfmeter hat Nils Petersen in der 82. Minute doch noch zum 3:3 getroffen. 

Tobias Stieler hat sich für seinen falschen Elfmeterpfiff nach Angaben der Sandhäuser entschuldigt. Vor dem 3:3 habe jeder gesehen, „dass es kein Elfmeter war. Das hat der Schiedsrichter auch nach dem Spiel, nach dem Elfmeterschießen bestätigt“, erklärt SVS-Coach Kenan Kocak. Auch SVS-Präsident Jürgen Machmeier berichtet von der Entschuldigung des Referees: „Das nutzt nur nichts“, sagt er mit Blick auf die Fehlentscheidung aus der 82. Minute.

Schork begeistert

Trotzdem haben sich die Gäste nicht aus dem Konzept bringen lassen. Die Elf um Kapitän Stefan Kulovits hat weiterhin aufopferungsvoll gekämpft und hat in der Verlängerung sogar die besseren Chancen gehabt. 

Pokal-Krimi: SVS schmeißt Freiburg raus

Zwölf Elfmeter später hat der Zweitligist dann endlich jubeln können: Marco Knaller beschert dem SVS durch seine Parade gegen Jannik Haberer den verdienten Einzug ins Achtelfinale (>>> Zum kompletten Spielbericht).

SVS-Geschäftsführer Otmar Schork macht nach der Partie deutlich, warum dieser Erfolg so besonders ist: „Bei einem Erstligisten in dessen Stadion mit einem tollen Publikum so auch spielerisch Akzente zu setzen und zu vielen Torchancen zu kommen, das war herausragend“, freut sich Schork und fügt hinzu: „Die Leistung über 120 Minuten einschließlich Elfmeterschießen war fantastisch."

Streich lobt Sandhausen

Die Tatsache, dass die Freiburger kräftig rotiert haben, schmälert den Wert dieser Pokal-Überraschung nur bedingt. Schließlich hat der ‚Ligazwerg‘ der 2. Bundesliga das Team um Silber-Medaillengewinner Nils Petersen fast nach Belieben dominiert. „Sandhausen hat nicht unverdient gewonnen. Ich habe gewusst, was für ein Spiel auf uns zukommt und wie stark Sandhausen ist“, sagt Freiburg-Coach Christian Streich nach dem Spiel in der ARD.

Im Gegensatz zum Sieg gegen St. Pauli, bei dem Kenan Kocak die Passivität in der ersten Halbzeit kritisiert hat, ist der Sandhäuser Coach diesmal rundum zufrieden: „Wir haben über 120 Minuten ein sehr gutes Spiel abgeliefert. In der Verlängerung hat meine Mannschaft ihre Mentalität gezeigt. Wir haben bis zum letzten Tropfen gekämpft.“

Bereits am Freitag, 28. Oktober, sind die Sandhäuser wieder gefordert. Dann geht es zu Arminia Bielefeld.

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nwo

Quelle: Mannheim24

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